SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Nicht mehr ernst zu nehmen
- Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
- Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
- Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
- Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
- Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
- 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
- US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
- „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
- ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
- Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
- Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
- US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
- Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
- Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
| 
Exorzisten-Vereinigung warnt vor falschen Praktiken19. Jänner 2025 in Chronik, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Warnung vor Exorzisten ohne bischöflichem Auftrag, vor Aberglaube und vor fehlender vorangehender Abklärung durch Medizin und Psychologie - "Kein Akt des Schreckens".
Rom (kath.net/ KAP)
Die Internationale Vereinigung der Exorzisten (AIE) hat auf "falsche und unzulässige Praktiken im Exorzismus" hingewiesen. Die 1994 gegründete Organisation betont die Notwendigkeit von "Unterscheidung, Ausbildung und dem Handeln unter kirchlichem Mandat", um Verwirrung und Schaden zu vermeiden. Ausdrücklich wird in einer aktuellen Mitteilung gewarnt vor Sensationalismus und improvisierten Methoden, die nicht von der Kirche autorisiert sind. Immer müsse ein Exorzismus im Namen und in Vertretung der Kirche ausgeübt werden, zudem handle der Exorzist als "Diener Christi, der allein Macht über alle Dämonen besitzt".
Besonders kritisiert wird, dass einige Personen ohne die notwendige Ausbildung oder ohne Auftrag des jeweiligen Bischofs eigenständig Exorzismen durchführen. "Manche bringen die Gläubigen sogar davon ab, den offiziellen Exorzisten der Diözese aufzusuchen", so die AIE. Stattdessen würden sie auf angeblich "mächtigere" Exorzisten verweisen oder unnötige Angst vor Dämonen schüren. 
Auch der Aberglaube wird als großes Problem identifiziert. Die AIE verurteilt Praktiken wie das "Diagnostizieren" von dämonischen Einflüssen anhand von Fotos oder Kleidungsstücken sowie den Missbrauch geweihter Gegenstände wie Wasser oder Öl. Solche Methoden seien "nicht nur theologisch falsch, sondern fördern eine magische Denkweise".
Ein weiteres Problem sei die Vernachlässigung der modernen Wissenschaften. Die AIE erinnert daran, dass Exorzisten Experten aus Medizin und Psychologie einbeziehen sollten, um andere Ursachen von Leiden auszuschließen. "Jede Form von Angst schwächt den Glauben und die Zuversicht in Gott", betont die Organisation.
Akt des Glaubens und der Freude
Exorzismus sei kein Akt des Schreckens, wie oft in Filmen dargestellt, sondern des Glaubens und der Freude, weshalb ein von manchen Exorzisten praktizierter Fokus ausschließlich auf den Teufel falsch sei, heißt es weiter. "Es geht darum, die mächtige befreiende Handlung des auferstandenen Christus sichtbar zu machen." Exorzisten sollten sich am Beispiel des barmherzigen Samariters orientieren und den Leidenden mit Hoffnung und Demut begegnen.
Laut der rund 900 Mitglieder weltweit umfassenden Vereinigung ist in den letzten Jahren die Zahl der Menschen, die Exorzisten aufsuchen, gestiegen. Immer mehr Menschen glaubten, Opfer übernatürlicher dämonischer Einflüsse wie Besessenheit oder Obsession zu sein.
Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | PT 21. Jänner 2025 | | | | Heilung ohne Esotherik ? ich war auch durch chronische und seltene Krankheiten, für die die Schulmedizin keine Hilfe mehr hat, in die Esotherik damals reingekommen. Leider ist das Angebot der Naturheilkunde in Deutschland ohne Esotherik sehr bescheiden. man findet echt wenige Ärzte, die erfolgreich und ohne schulmedizinische Nebenwirkungen behandeln können und wollen. Das ist ein Risiko. |  0
| | | | | Hängematte 20. Jänner 2025 | | | | Wo der Glaube schwindet, kommt der Aberglaube! Und der Aberglaube ist oft ein Einfallstor für die Esoterik. Und dann braucht es manchmal einen Exorzismus - aber nur von ausgebildeten und bischöflich beauftragten Exorzisten, weil sonst entsteht weiterer Schaden. |  0
| | | | | Hängematte 20. Jänner 2025 | | | | Wo Glaube schwindet, kommt der Aberglaube. |  0
| | | | | gebsy 19. Jänner 2025 | |  | Eine Aufklärung wäre im Zusammenhang mit ESOTERIK dringend nötig. www.segenskreis.at/index.php/esoterik/30-esoterik/100-martina-schmilewski |  2
| | | | | Uwe Lay 19. Jänner 2025 | | | | Die Exorzisten wirken! Wenn Jesu selbst sich darauf beschränkt hätte ", seine befreiende Macht sichtbar zu machen, wären die Besessenen Bessesene geblieben. Er hat aber sein Vollmacht ausgeübt und dadurch Besessene befreit. Die heutigen Exorzismen üben im Namen der Kirche diese Vollmacht wirklich aus und machen sie nicht einfach nur sichtbar, wie ja auch die hl. Sakramente wirken und nicht nur etwas anzeigen, was unabhängig von ihnen schon ist.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  1
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuExorzismus- Papst empfing zwei leitende Exorzisten
- Papst lobt Arbeit der Exorzisten: Sieg über Satan
- Jüngster der neuen Kardinäle ist auch Exorzist
- Einfallstore für Dämonen, vollkommene Besessenheit und die Macht Gottes
- Ukrainisch-Katholischer Priester betet Exorzismus für Putin
- Franziskus und der Exorzismus
- Exorzismus-Seminar erstmals für nichtkatholische Christen zugänglich
- Papst sanktioniert süditalienischen Exorzismus-Priester
- US-Hexen verfluchen neuen US-Richter Kavanaugh
- Moslems bitten katholischen Priester um Exorzismus
| 





Top-15meist-gelesen- EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
- Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
- ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
- Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
- ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
- Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
- Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen
- Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
- Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
- Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
- US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
- „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
- Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
|