Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  11. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  12. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Tück zu Villach-Attentat: "Im Namen Gottes zu töten, ist Blasphemie"

18. Februar 2025 in Österreich, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Theologe: Islamistische Attacken werfen "unbequeme Frage auf, ob dem Islam ein Gewaltpotenzial innewohnt - oder ob Koran und andere normative Quellen des Islam gewaltkritische Ressourcen bereithalten, die Jihadismus die Grundlage entziehen"


Wien/Villach (kath.net/KAP) Egal, welche Faktoren die Radikalisierung des Attentäters von Villach zusammengekommen sein mögen - eines ist klar: "Im Namen Gottes zu töten, ist Blasphemie!" Das hat der Wiener Theologe Prof. Jan-Heiner Tück in einem Gastbeitrag am Montag in der "Presse" (online) betont. Die anhaltende Serie islamistischer Attacken werfe "daher auch die unbequeme Frage auf, ob dem Islam ein Gewaltpotenzial innewohnt - oder ob der Koran und andere normative Quellen des Islam gewaltkritische Ressourcen bereithalten, die dem Jihadismus die Grundlage entziehen", so Tück weiter. Die islamische Theologie sei gefordert, klarzustellen, dass derjenige, der im Namen Allahs Unschuldige töte "kein Märtyrer, sondern ein Terrorist und Mörder" sei, den "das Gericht erwartet".


Dies hätten im übrigen bereits vor über 10 Jahren 120 Islam-Gelehrte in einer Erklärung gegen den IS festgehalten, als sie formulierten: "Es ist im Islam verboten, Unschuldige zu töten." - Begrüßenswert sei in dem Kontext laut Tück, dass die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) sich umgehend von der Tat distanziert hat. Zugleich müsse man nun aufrichtig nach den Gründen der Radikalisierung suchen.

Als "diskussionswürdig" erachtete Tück in dem Kontext den Vorstoß von Innenminister Gerhard Karner zu einer "anlasslosen Massenüberwachung" - gleichwohl sei gänzlich offen, "ob eine solche Maßnahme der Integration zuträglich, ja rechtlich überhaupt möglich ist".

Als "vorhersehbar" bezeichnete der Theologe die Worte der Kirchenvertreter, dass ihr Mitgefühl den Hinterbliebenen gelte und nun besonnen reagiert werden müsse. Authentischer und berührender als all dies sei eine Reaktion einer Mitschülerin des Ermordeten gewesen, die am Abend in der "Zeit im Bild" zu Wort kam und sagte: "Jetzt müssen wir ihn einfach im Gedenken halten - und mit der Liebe, die er uns gegeben hat, müssen wir an ihn denken." Tück dazu: "Eingedenken in Liebe. Was für ein Zeugnis im Angesicht eines Lebens, das beendet wurde, bevor es wirklich begonnen hat."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  3. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  4. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  5. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  6. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Reliquien der Kinder von Fatima kommen nach Berlin!
  9. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  10. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  11. Frankreich und das Zeichen der Wiedergeburt
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  14. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  15. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz