Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

Tück zu Villach-Attentat: "Im Namen Gottes zu töten, ist Blasphemie"

18. Februar 2025 in Österreich, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Theologe: Islamistische Attacken werfen "unbequeme Frage auf, ob dem Islam ein Gewaltpotenzial innewohnt - oder ob Koran und andere normative Quellen des Islam gewaltkritische Ressourcen bereithalten, die Jihadismus die Grundlage entziehen"


Wien/Villach (kath.net/KAP) Egal, welche Faktoren die Radikalisierung des Attentäters von Villach zusammengekommen sein mögen - eines ist klar: "Im Namen Gottes zu töten, ist Blasphemie!" Das hat der Wiener Theologe Prof. Jan-Heiner Tück in einem Gastbeitrag am Montag in der "Presse" (online) betont. Die anhaltende Serie islamistischer Attacken werfe "daher auch die unbequeme Frage auf, ob dem Islam ein Gewaltpotenzial innewohnt - oder ob der Koran und andere normative Quellen des Islam gewaltkritische Ressourcen bereithalten, die dem Jihadismus die Grundlage entziehen", so Tück weiter. Die islamische Theologie sei gefordert, klarzustellen, dass derjenige, der im Namen Allahs Unschuldige töte "kein Märtyrer, sondern ein Terrorist und Mörder" sei, den "das Gericht erwartet".


Dies hätten im übrigen bereits vor über 10 Jahren 120 Islam-Gelehrte in einer Erklärung gegen den IS festgehalten, als sie formulierten: "Es ist im Islam verboten, Unschuldige zu töten." - Begrüßenswert sei in dem Kontext laut Tück, dass die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) sich umgehend von der Tat distanziert hat. Zugleich müsse man nun aufrichtig nach den Gründen der Radikalisierung suchen.

Als "diskussionswürdig" erachtete Tück in dem Kontext den Vorstoß von Innenminister Gerhard Karner zu einer "anlasslosen Massenüberwachung" - gleichwohl sei gänzlich offen, "ob eine solche Maßnahme der Integration zuträglich, ja rechtlich überhaupt möglich ist".

Als "vorhersehbar" bezeichnete der Theologe die Worte der Kirchenvertreter, dass ihr Mitgefühl den Hinterbliebenen gelte und nun besonnen reagiert werden müsse. Authentischer und berührender als all dies sei eine Reaktion einer Mitschülerin des Ermordeten gewesen, die am Abend in der "Zeit im Bild" zu Wort kam und sagte: "Jetzt müssen wir ihn einfach im Gedenken halten - und mit der Liebe, die er uns gegeben hat, müssen wir an ihn denken." Tück dazu: "Eingedenken in Liebe. Was für ein Zeugnis im Angesicht eines Lebens, das beendet wurde, bevor es wirklich begonnen hat."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz