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Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika

vor 13 Stunden in Familie, keine Lesermeinung
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Studie der Universität Notre Dame/USA zeigt, dass neben ökonomischen und kulturellen Gründen, die zu einer Verringerung der Geburtenrate weltweit seit den 1950-er Jahren geführt haben, soziale Normen und religiöse Werte eine Rolle spielen können.


Rom (kath.net/jg)
Eine neue Studie der Universität Notre Dame (USA) kommt zu dem Ergebnis, dass Papst Johannes Paul II. durch die Betonung von Ehe und Familie bei seinen insgesamt 16 Pastoralreisen in die Region für die Erhöhung der Geburtenrate in Lateinamerika verantwortlich war, was eine Viertelmillion zusätzliche Geburten zur Folge hatte. Die Studie trägt den Titel „Religion and Demography: Papal Influences on Fertility“ (dt. „Religion und Demographie: Päpstliche Einflüsse auf die Fertilität“) und wurde bereits im Februar 2025 veröffentlicht. Dies berichtet das katholische Magazin CRUX.

Die Forschungsgruppe der Universität von Notre Dame beobachtete, dass die Botschaften des Papstes bestehende kulturelle Normen bestätigt und gefestigt hätten und zu einer statistisch signifikanten Erhöhung der Geburtenrate in den 13 besuchten Staaten geführt hat, obwohl dies von Johannes Paul II. nicht direkt beabsichtigt war.


„Diese Ergebnisse zeigen, dass die Menschen wirklich zuhören, wenn der Papst etwas sagt“, sagte Lakshmi Iyer, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität von Notre Dame. Die Themen, die der Papst angesprochen habe, seien den Menschen wichtig gewesen, fügte sie hinzu.

Die Wirkung der Predigten und Ansprachen des Papstes gingen laut der Studie über den unmittelbaren Kreis praktizierender Katholiken hinaus. Die messbare Wirkung seiner Lehren sei in nichtkatholischen, wohlhabenden und gut gebildeten Haushalten am stärksten gewesen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass neben ökonomischen und kulturellen Gründen, die zu einer Verringerung der Geburtenrate weltweit seit den 1950-er Jahren geführt haben, auch soziale Normen und religiöse Werte eine Rolle spielen können.

Johannes Paul II. hat Lateinamerika in den Jahren 1979 bis 1996 sechzehn Mal besucht und immer wieder vom „Kontinent der Hoffnung“ gesprochen. In den zwei bis fünf Jahren, die auf eine Papstreise folgten, ist es in den 13 untersuchten Ländern zu zusätzlich 220.000 bis 251.000 Geburten gekommen. Die Botschaft des Papstes dürfte dem dramatischen Einbruch der Fruchtbarkeitsquote entgegengewirkt haben, die von 5,9 Geburten pro Frau im Jahr 1960 auf 2,2 Geburten im Jahr 2010 gesunken ist.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Lateinamerikaner Papst Johannes Paul II. genau zugehört haben. Je nach Schwerpunkt seiner Aussagen ging die Geburtenrate entweder nach oben oder nach unten. Betonte der Papst die Ehe und die Ablehnung von Abtreibung und Verhütungsmitteln, stieg die Zahl der Geburten nach seinem Besuch. Wenn er allerdings gegen vorehelichen Geschlechtsverkehr predigte, ging die Geburtenrate nach unten, was nahelegt, dass die Öffentlichkeit auf seine Vorgaben in beiderlei Hinsicht reagierte.

Für Lakshmi Iyer bestätigen die Ergebnisse der Studie, dass die Demographie nicht ein Ergebnis naturgesetzlicher Abläufe und Kräfte ist, die außerhalb der menschlichen Kontrolle steht. Sie ist ein Ergebnis persönlicher Entscheidungen, die durch inspirierte Führung beeinflusst werden kann.

Es spiele eine große Rolle, wer die Botschaft verkünde, sagt sie. Es müsse jemand sein, der das verstärken kann, was in der Kultur wichtig ist. Man könne soziale Normen ändern, wenn eine starke Führungspersönlichkeit die Menschen daran erinnert, was in der jeweiligen Gesellschaft gut und akzeptabel ist.

Die dreizehn untersuchten Länder sind Bolivien, Brasilien, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Paraguay, Peru und Trinidad und Tobago.

 


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