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Erfunden aber bewegend: Vom Himmel aus schreibt die Papstmutter einen Brief an Leo XIV.

20. Mai 2025 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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„Fürchte dich nicht, mein Sohn, wenn am Horizont Stürme aufziehen“ – „Ich erhebe mein Flehen zur Dreifaltigkeit, dass du ein Leuchtturm inmitten des Sturms sein mögest, … Zeuge der Wahrheit in dieser nach Licht dürstenden Welt.“ Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/InfoVaticana/pl) Ein Brief von der 1990 verstorbenen Papstmutter Mildred Martinez de Prevost an ihren Sohn Papst Leo bei seiner Amtseinführung am 18. Mai 2025? Das ist natürlich erfunden wie jegliche Dichtung – aber eben doch in „verdichteter Wirklichkeit“. Das kleine Kunstwerk entstammt der Feder von Monsignore Alberto Gonzalez Chaves und findet sich auf der spanischsprachigen Nachrichtenseite „InfoVaticana“. kath.net dokumentiert diesen fiktiven Brief wegen seiner Schönheit in voller Länge in eigener Übersetzung – Übersetzung © kath.net

Mein Sohn,
die Glocken läuten in deinem Rom und ein Echo der Herrlichkeit schwingt bis in den Himmel. Heute kniet die gesamte Kirche schweigend nieder, während der Heilige Geist seine Gnade auf deine Stirn legt wie ein kräftiger Kuss. Von dieser himmlischen Wohnstätte aus verfolge ich dein Hinaufschreiten zum Altar, deine sicheren Schritte und deinen heiteren Blick. Und ich stimme ein Danklied an den Allmächtigen an für das Geheimnis, das sich heute an dir vollzieht.


Erinnerst du dich, mein Sohn, an jene Nachmittage, an denen wir gemeinsam eine Kerze vor dem Bild der Jungfrau Maria entzündeten? Deine kleinen Hände hielten den Rosenkranz mit einer Hingabe, die meine Seele erleuchtete. Ich sah in deinen Augen das Versprechen eines hingebungsvollen Herzens, und heute erblüht dieses Versprechen vor meinen Augen wie ein Garten, der sich dem ersten Sonnenstrahl öffnet.

Fürchte dich nicht, mein Sohn, wenn am Horizont Stürme aufziehen. Der Stab, den du jetzt hältst, ist derselbe, der Petrus über das Wasser führte, er ist derselbe, der die Märtyrer in ihrer Qual und die Heiligen in ihrer Einsamkeit stützte. In deinen Händen trägst du das Geheimnis Christi, des Guten Hirten, und in deinem Herzen die Mission, seine Herde mit Liebe und Barmherzigkeit zu hüten.

Der ganze Himmel tritt für dich ein, und die Mutter – die Allerheiligste Jungfrau Maria, die wir zu Hause so sehr geliebt haben –, breitet ihren Mantel über dich aus. Wenn du die Last des Kreuzes spürst, dann erinnere dich daran, wie sie am Fuße des Kalvarienbergs stand, fest und still, und die Verheißung der Auferstehung in ihrem Schoß festhielt. Dort findest du Trost, dort findest du Kraft.

Von hier aus sind meine Gebete wie goldene Fäden, die dich umhüllen, umarmen und halten. Ich erhebe mein Flehen zur Dreifaltigkeit, dass du ein Leuchtturm inmitten des Sturms sein mögest, eine Zuflucht für die Verwundeten, ein Vater für die Suchenden und ein Zeuge der Wahrheit in dieser nach Licht dürstenden Welt.

Mein Sohn, der Himmel blickt auf dich und mein Mutterherz schlägt in einem ewigen Flüstern: Sei heilig, sei Licht, sei Liebe für die Welt.

Mit einer Liebe, die niemals erlischt, weil sie die Liebe einer Mutter ist und ewig währt, liebe ich dich.
Mama

Foto: Papst Leo bei der Amtseinführung (c) VaticanMedia


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