Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Den tradierten Glauben demütig anbieten

30. August 2025 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Autorität Gottes ist Garant der Freiheit des Menschen. Wird der Glaube an Ihn als Quelle der Autorität geschwächt oder zerstört, werden wir nach einem anderen Herrn Ausschau halten. Ein Beitrag von Erzbischof Charles Chaput


Wien (kath.net/http://vision2000.at

Die Autorität Gottes ist Garant der Freiheit des Menschen. Wird der Glaube an Ihn als Quelle der Autorität geschwächt oder zerstört, werden wir nach einem anderen Herrn Ausschau halten. Das Leben verabscheut das Vakuum. Wenn Gott von der Bühne abtritt, weitet der Staat unweigerlich seine Rolle aus, um diesen Platz einzunehmen. Ohne den Gott der Bibel landen wir in einer Art verdeckter Form von Götzendienst. Und meist steckt Politik dahinter.

Aus diesem Grund ist alles, was von innen her den Glauben der Gemeinschaft schwächt, so schädlich – nicht nur für die Kirche, sondern für die Kultur der wahren Freiheit. Es gibt keine neue Paradigmen, keine neuen Prinzipien des Verstehens, keine Revolution des Denkens (…), die die Radikalität und die befreiende Schönheit des christlichen Menschenbildes auslöschen könnten.

Der Schlüssel zu diesem Menschenbild liegt in der Natur unserer Sexualität. Sie drückt sich aus in der Komplementarität von Mann und Frau, die auf neues Leben und gegenseitige Unterstützung ausgerichtet ist. Die menschliche Sexualität und die menschlichen Beziehungen haben eine gottgegebene Bestimmung. Diese ist Quelle wahrer Freiheit und Freude. Man kann sie nicht ändern, neu interpretieren oder medizinisch wegmachen.


Das ist die Wahrheit über das, was wir als leibliche Geschöpfe sind, egal, was unsere persönlichen Schwächen und Verirrungen auch sein mögen. Zu unserem eigenen und zum Heil der ganzen Gesellschaft müssen wir diese Wahrheit bezeugen, denn das Wesen unseres Menschseins hängt davon ab. Während die in Geduld und Liebe geäußerte Wahrheit eine Waffe darstellt, ist ihr Verschweigen eine Art Diebstahl. Barmherzigkeit ohne Wahrheit ist keine Barmherzigkeit.

Vorige Woche, als ich diese Gedanken niederschrieb, bekam ich ein E-Mail von Charles Camosy, einem Theologen und Ethiker an der Fordham University. Ich zitiere nur einen kleinen Teil. Dr. Camosy schrieb: „Wir stecken in einer zutiefst zerbrochenen, entfremdeten Kultur. Viele Leute, vor allem junge, halten verzweifelt Ausschau nach etwas, das ihnen Boden unter die Füße gibt und sie herausfordert. Nach einem Ort, den es zu entdecken gilt und der ihre wahre Identität ausdrückt. Wie soll die Kirche an ein kulturelles Zeitalter wie dieses herangehen?

Mit Zuversicht. Und großer Offenheit. Jenseits der Götzen der säkularen Linken und Rechten findet eine politische Neuordnung statt, die uns neue Möglichkeiten eröffnet, treu zu unseren Traditionen und Lehren zu stehen.

Viele Jugendliche halten Ausschau nach genau dieser Art von praktiziertem, traditionellem, reichhaltigem Gut, das die Kirche zu bieten hat. Einem, das nicht den politischen Ideen ihrer Großeltern verpflichtet ist…

Wie in früheren Zeiten sollte sich die Kirche voll Vertrauen auf diese zerbrochene Realität einlassen, mit ihrer mächtigen, attraktiven Botschaft der Liebe, der Gewaltlosigkeit und mit besonderer Sorge um die Verwundbaren – aber mit dem Ziel, den kulturell Heimatlosen eine Heimat zu bieten.

Es gibt Leute, die uns heute zum Rückzug auffordern. Zur Kapitulation: Wir sollten einen massiven Paradigmenwechsel durchfüh­ren. Ihnen sage ich respektvoll: Ihr habt die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Statt unsere Tradition zu verkürzen, nach Wegen Ausschau zu halten, unsere alte Lehre und die von Gott durch die Apostel und deren Nachfolger offenbarte Weisheit zu umgehen, ist jetzt eindeutig die Zeit, die uns aufruft, das Geschenk des überlieferten Glaubens begeistert anzunehmen und ihn demütig und liebevoll dieser Kultur anzubieten, die ihn so sehr braucht.“ Besser kann man es nicht sagen.
 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  4. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz