Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?

2. Oktober 2025 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine Anekdote erzählt, wie ein laisierter Priester als Obdachloser zu seiner Berufung zurückfand: Papst Johannes Paul II. wollte bei ihm beichten. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) Die Geschichte ist zu schön um wahr zu sein. Das mag man denken, wenn man die unten angehängte Anekdote über den Hl. Papst Johannes Paul II. liest. Die Zweifel an der Historizität dieser Anekdote sind ernstzunehmen, denn man findet kaum Belege dafür, dass sich dies wirklich abgespielt hat. Gleichzeitig muss man natürlich anerkennen, dass es dennoch stattgefunden haben könnte, nur eben nicht mehr historisch zweifelsfrei belegbar ist. Oder tauchen vielleicht doch noch aussagekräftige Quellen für diese Begebenheit auf?

Doch wenn wir mal davon ausgehen, dass diese Anekdote erfunden sein könnte: wäre sie dann aussagelos? Nein, keineswegs. Denn „Dichtung“ ist nicht immer nur freies Fabulieren, sondern gerade auch in ihren literarischen Kunstformen oft „verdichtete Wahrheit“. Unter diesen Vorzeichen möchten wir die vor allem im englischen Sprachraum kursierende Anekdote über Johannes Paul II. und einen Obdachlosen unseren kath.net-Lesern erzählen - denn falls sie nicht historisch sein sollte, dann ist sie, so finden wir, treffend erfunden und trägt eine tiefere Wahrheit, jenseits des Historischen:

Ein junger Mann hatte eine Berufung zum Priestertum, deshalb schickte ihn sein Bischof zum Studium nach Rom. Nachdem er ordnungsgemäß zum Priester geweiht worden war und in der Diözese gedient hatte, schickte ihn sein Bischof erneut nach Rom, um weiter zu studieren. Dort besuchte er regelmäßig eine kleine Kirche, um das Brevier und das persönliche Gebet zu verrichten.


An der Tür saß eine Gruppe Bettler, die um Almosen baten, und einer von ihnen verursachte bei ihm aus unerklärlichen Gründen ein unruhiges Gefühl. 

Also ging er zu ihm zurück und fragte: „Kenne ich Sie?“ „Ja“, sagte der Bettler, „ich habe hier in Rom mit Ihnen für das Priesteramt studiert und wurde geweiht.“

Der Priester fragte schockiert: „Was ist nur aus Ihnen geworden?“ 

Ihm wurde geantwortet: „Ich habe in meinem Leben eine Krise nach der anderen erlebt und ich habe schließlich das Priesteramt aufgegeben. Mir wurden meine priesterlichen Befugnisse genommen. Ich habe alles verloren und bin zum Betteln gezwungen.“

Der Priester konnte den Bettler nicht vergessen und betete unaufhörlich für ihn. Der Studienkurs, den er besuchte, neigte sich dem Ende zu, und die Studenten wurden eingeladen, den persönlichen Segen von Papst Johannes Paul II. zu empfangen.

Es war ihnen untersagt worden, persönlich mit dem Papst zu sprechen, doch als der Priester niederkniete, um den Segen zu empfangen, waren seine Gedanken so sehr von dem Bettler erfüllt, dass er herausplatzte: „Heiliger Vater, bitte beten Sie für X, der vor einer Kirche in Rom bettelt. Er wurde zum Priester geweiht, ist aber zurückgetreten und ihm wurden die priesterlichen Befugnisse entzogen.“ Er konnte kaum sein Anliegen kaum zu Ende formulieren werden, da er von empörten Helfern weggedrängt wurde.

Einige Tage später erhielt der Priester eine Einladung und eilte zur Kirche, wo er den Bettler fand. „Kommen Sie schnell“, sagte er, „wir wollen mit dem Papst essen.“

„Unmöglich“, antwortete der Bettler, „wie könnte ich ihn in diesem Zustand besuchen?“
Der Priester half ihm, sich ordentlich herzurichten, und sie betraten den Petersdom durch das große Tor, wo sie von Monsignore Dziwisz, dem polnischen Sekretär des Papstes, empfangen wurden. Dieser führte sie in den Speisesaal, wo Seine Heiligkeit sie erwartete. Nach der Vorstellung setzten sie sich zu einem köstlichen Mahl.

Während des Nachtischs gab der Papst seinem Sekretär ein Zeichen, der aufstand, dem Priester zuwinkte, ihm zu folgen, und den Raum verließ.

Nach etwa 15 Minuten rief der Papst sie wieder herein. Es wurde nichts darüber gesagt, was in ihrer Abwesenheit geschehen war.

Als sie den Petersplatz überquerten, fragte der Priester, von Neugier überwältigt, den Bettler, was geschehen war, während er den Raum verlassen hatte.

Der Bettler erzählte, dass sich der Heilige Vater, als sie allein waren, zu ihm umdrehte und sagte: „Vater, bitte höre meine Beichte.“

In großer Verwirrung und Verzweiflung habe er geantwortet: „Das kann ich nicht tun. Ich bin kein Priester mehr.“

Der Papst habe ihn mit liebevollem Mitgefühl angeschaut.

Dann habe er seine rechte Hand erhoben, mit dem Finger [auf ihn] gedeutet und gesagt: „EINMAL PRIESTER, IMMER PRIESTER.“

Nach längerer Pause habe der Papst weiter ausgeführt: „Als Bischof von Rom und als Oberhaupt der katholischen Kirche könnte ich Ihnen Ihre priesterlichen Befugnisse wiedergeben … aber Sie müssten darum bitten.“

Der Bettler, überwältigt und den Tränen nahe, sagte einfach: „Bitte, Heiliger Vater …“

Dann hörte der Papst die Beichte des Obdachlosen und gab ihm sein Priesteramt zurück.

Danach wiederholte (Johannes Paul) seine ursprüngliche Bitte und der Obdachlose hörte die Beichte des Papstes.

Nach einer Pause für Gebete und Meditation sagte Johannes Paul II.: „Wenn Sie hier weggehen, möchte ich, dass Sie in die Kirche gehen, in der Sie gebettelt haben, und den Pfarrer aufsuchen. Ich ernenne Sie zum Vikar in dieser Gemeinde, mit besonderer Verantwortung für die Bettler, die an der Kirchentür um Almosen bitten.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
  2. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  3. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  4. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  5. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  6. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  7. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  8. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. IRRE! - Theologe der 'Päpstlichen Akadamie für das Leben' für Abtreibung bis Schmerzempfinden






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz