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„Aufgrund der religiösen Ausrichtung können wir Ihre Dreharbeiten nicht gestatten“

28. November 2025 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Großbritannien: Denkmalschutzorganisation „National Trust“ lehnt den Antrag des katholischen Filmemachers Christian Holden auf eine Dreherlaubnis an der Höhle des Hl. Cuthbert für eine Doku ab.


Swindon (kath.net/pl) „Aufgrund der religiösen Ausrichtung können wir Ihre Dreharbeiten nicht gestatten.“ Mit diesen Worten lehnte die britische gemeinnützige Organisation für Denkmalschutz „National Trust“ den Antrag auf eine Dreherlaubnis am St. Cuthbert´s Cave für eine Doku ab. Darüber berichtete Margaret Ashworth im britischen britischen anglikanischen Portal „Anglican Ink“ (Link).

Der in Großbritannien lebende katholische Filmemacher Christian Holden, der sich auf christliche Filme und Dokumentationen spezialisiert hat, hatte den Auftrag erhalten, eine Dokumentation über den St.-Cuthbert-Weg zu drehen. „Die Idee war gewesen, dass der Film einen US-amerikanischen Universitätsprofessor und seine Studenten auf Cuthberts Weg von Beginn seines Klosterlebens in Melrose Abbey an der schottischen Grenze bis nach Lindisfarne begleiten sollte. Obwohl Holden die St. Cuthbert’s Cave unauffällig mit seinem Handy hätte filmen können, wie es viele YouTuber getan haben, fragte er höflich um Erlaubnis. Er war überrascht, als diese ihm verweigert wurde“, schrieb „Anglican Ink“ wörtlich.


Nach Darstellung im „Anglican Ink“ scheint dies keineswegs ein Einzelfall gewesen zu sein, sondern passt in eine Grundausrichtung. So hatte der „National Trust“ strich die christlichen Feste Weihnachten und Ostern aus seinem Kalender für „Inklusivität und Wohlbefinden“ 2024 gestrichen, aber die Termine für das hinduistische Fest Diwali sowie die muslimischen Feste Eid und Ramadan angegeben. Weitere hervorgehobene Veranstaltungen waren die Transgender Awareness Week, der Black History Month und der LGBT+ History Month. Nach Beschwerden erklärte ein Sprecher: „Diese interne Richtlinie dient speziell der Ergänzung des ganzjährigen Programms des National Trust, das Weihnachten und Ostern umfasst – beides nationale Feiertage, die auf allen Anwesen gefeiert werden. Sie ermöglicht es unseren Teams, mehr religiöse und kulturelle Feste zu begehen, die lokalen Gemeinschaften zu unterstützen und allen die Möglichkeit zu geben, verschiedene Kulturen kennenzulernen und zu genießen. Der National Trust ist für alle da.“

In einer Diskussion mit dem „National Trust“ auf X wies Dr. Adrian Hilton, Dozent für Politik und Philosophie, Autor und politischer Kommentator, fragte zunächst: „Wann ist aus dem ‚National Trust‘ ein ‚National Secular Trust‘ geworden?“. Dann wies er auf folgendes hin: „Einem Christen das Filmen in einer Höhle zu verbieten, die von Ihnen betreut wird und die eine lange historische Verbindung zu einem christlichen Heiligen hat, ist kaum zu fassen. Und dies unter dem Vorwand einer Politik zu tun, die ‚Religionszugehörigkeit‘ ablehnt, scheint ungleich angewendet zu werden.“ Dazu bringt Hilton den Screenshot eines Retweets des National Trust, der sich mit positiv zu einer Gruppe von „Muslim Hikers“ äußert, die im ebenfalls vom National Trust betreuten „Ilam Park“ (Derbyshire) ein Ramandan-Fest begangen hatten.

Die „Höhle des hl. Cuthbert“ befindet sich in der Nähe von Belford in Northumberland am Fuße eines massiven, 18 Meter hohen Sandsteinfelsens, der scheinbar von einer schlanken Felssäule getragen wird. Der Legende nach starb der heilige Cuthbert im Jahr 687 n. Chr. auf Lindisfarne, und seine Gebeine wurden im Jahr 875 n. Chr. in diese Höhle, die lokal als Cuddy’s Cave bekannt ist, überführt, um sie vor einer Schändung durch die Wikinger zu schützen. Heute befinden sich seine Reliquien in der Kathedrale von Durham.

Ein Sprecher des National Trust erklärte gegenüber dem „Catholic Herald“ zu der Kontroverse: „Wir prüfen den Vorfall. Wir heißen alle an den von uns betreuten Orten willkommen und bieten Raum für Begegnungen, um Kultur und Tradition zu feiern. Wir sind stolz darauf, historische Kapellen und Kirchen zu betreuen, von denen einige noch heute für Gottesdienste genutzt werden, sowie andere Stätten von religiöser Bedeutung. Wir haben keine formelle Richtlinie für religiöse Filmaufnahmen an unseren Standorten.“

Der hl. Cuthbert von Lindisfarne (* 635, † 687) war ein northumbrischer Benediktinermönch und Bischof von Lindisfarne.


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