Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Leere der kirchlichen Lehre

Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze

21. Mai 2026 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt laut einer aktuellen Studie an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.


Wien (kath.net/jg)
Eine neue Studie der Stadt Wien zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen löst Diskussionen aus. Sie zeigt, dass bei einem erheblichen Teil muslimischer Jugendlicher die Religion eine zentrale und oft übergeordnete Rolle spielt – auch im Verhältnis zu staatlichen Gesetzen und demokratischen Werten. Die Ergebnisse werden vom Studienleiter Kenan Güngör als „sehr bedenklich“ eingestuft, berichtet die Tageszeitung Heute.

Im Rahmen der Untersuchung wurden rund 1.200 Personen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus zehn verschiedenen Gruppen befragt, darunter Österreicher, Bosnier, Türken, Syrer, Afghanen und Tschetschenen. Besonders auffällig ist der hohe Stellenwert der Religion bei muslimischen Jugendlichen: 73 Prozent der Schiiten und 68 Prozent der Sunniten bezeichnen sich als sehr oder eher religiös. Zum Vergleich liegen die Werte bei katholischen Jugendlichen bei 41 Prozent und bei orthodoxen Christen bei 38 Prozent.


Besonders brisant: 41 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen stimmen der Aussage zu, dass die Vorschriften ihrer Religion über den Gesetzen Österreichs stehen. Bei christlichen Jugendlichen liegt dieser Wert bei 21 Prozent. Zudem geben 46 Prozent an, bereit zu sein, „für die Verteidigung seines Glaubens zu kämpfen und zu sterben“. Bei Christen sind es 24 Prozent.

Weitere Ergebnisse unterstreichen eine konservative Haltung bei vielen muslimischen Jugendlichen. 36 Prozent finden, alle Menschen sollten sich an die Regeln ihrer Religion halten. Mehr als die Hälfte möchte, dass Musliminnen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. 65 Prozent sind der Ansicht, islamische Vorschriften seien in allen Lebensbereichen streng einzuhalten.

Die Studie offenbart auch deutliche Unterschiede in der Einstellung zur Demokratie. Während 82 Prozent der österreichischen Jugendlichen die Demokratie als beste Staatsform betrachten, liegen die Werte bei Syrern bei 47 Prozent, bei Tschetschenen bei 50 Prozent und bei Afghanen bei 61 Prozent. Vor allem bei Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien zeigen sich konservative Rollenbilder: Fast die Hälfte meint, Männer sollten wichtige Entscheidungen treffen, ein Viertel lehnt eine Frau als Chefin ab, und nur etwa ein Drittel findet Homosexualität akzeptabel.

Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt zudem an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.

Die Autoren warnen davor, die Ergebnisse allein auf die Religion zurückzuführen. Als weitere Faktoren nennen sie geringe Bildung, Diskriminierungserfahrungen, autoritäre Erziehungsstile, soziale Isolation sowie den Einfluss radikaler Inhalte im Internet. Dennoch unterstreicht die Studie die Herausforderungen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wien, wo muslimische Kinder an Pflichtschulen inzwischen mit knapp 39 Prozent die größte Glaubensgruppe stellen.

 

Foto: Symbolbild

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  2. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  3. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  4. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  5. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  6. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  7. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  8. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  9. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  10. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  4. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  5. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  6. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  7. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  8. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  9. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  10. Maria, die Mutter des Friedens
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  13. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  14. Vergebung kennt keine Grenze
  15. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz