Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  12. Die Stunde der Heuchler
  13. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  14. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  15. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition

Kritik an Klonexperimenten in Südkorea und Großbritannien

23. Mai 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Peter Liese: Experimente führen eher zum geklonten Baby als zur Heilung von Patienten – Bischof Sgreccia: Vernichtung menschlichen Lebens ist "inakzeptabel".


Seoul / Vatikan (www.kath.net) Südkoreanische und britische Forscher haben Experimente zum Klonen von menschlichen Embryonen durchgeführt. Vor den Konsequenzen dieser Forschungen warnte Peter Liese MdEP, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Bioethik der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-ED). Die Experimente führten „eher zur Geburt eines geklonten Babys als zur Heilung von Patienten“, erklärte der Mediziner in einer Presseaussendung.

Die koreanischen Forscher hätten zwar embryonale Stammzellen aus geklonten Embryos hergestellt, erklärte Liese. Bis zur Transplantation dieser Zellen auf Patienten und einer wirklichen Heilung müssten jedoch noch viele andere Probleme gelöst werden, beispielsweise das allgemein anerkannte Krebsrisiko und das Problem, dass die Zellen selbstverständlich auch die geschädigte DNA der Patienten enthalten,

„Daher sind wir von einer Therapie mit embryonalen Stammzellen noch sehr weit entfernt. Es gibt viele seriöse Forscher, die bezweifeln, dass auf der Basis von embryonalen Stammzellen jemals eine Therapie entwickelt werden kann“, erklärte er. Dagegen sei die Einpflanzung von geklonten Embryonen in eine Gebärmutter technisch sehr leicht möglich.

„Sicherlich ist es richtig, dass bei der anschließenden Heranreifung von Embryonen in der Gebärmutter bis zur Geburt noch viele Probleme bestehen, aber „pragmatische“ Wissenschaftler werden die Gesetzeslücken, die es in vielen Ländern gibt, in den nächsten Jahren ausnutzen“, befürchtet der Mediziner, der am Humangenetischen Institut der Universität Bonn promoviert hat.

Quelle der gespendeten Eizellen problematisch

Peter Liese wies auf ein Problem hin, das in der Debatte seiner Ansicht nach bisher zu kurz gekommen ist. „Bei Klonexperimenten muss man sich ebenso wie bei einer in Zukunft möglichen Therapie nicht nur die Frage stellen, wie es um den Schutz des menschlichen Embryos steht, sondern man muss auch fragen, woher die Eizellen stammen.“ Liese machte darauf aufmerksam, dass das koreanische Team seine Erfolge drauf zurückführte, dass nicht Eizellen benutzt wurden, die im Zusammenhang einer künstlichen Befruchtung überzählig wurden, sondern „frische“ Eizellen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurden dazu Frauen aus den Forscherteams gebeten, ihre Eizellen zu spenden.

„Kann hier noch von Freiwilligkeit die Rede sein?“, fragte der Mediziner. Es sei zu befürchten, „dass, wenn Forschung und Therapie mit embryonalen Stammzellen vermehrt stattfindet, vor allem sozial schwache Frauen gezwungen werden könnten, ihre Eizellen zu spenden, und dass es zu einer Kommerzialisierung im großen Stil kommen wird“. Während es beim sogenannten therapeutischen Klonen viele ungelöste Probleme gebe, seien die Erfolge bei der Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten Stammzellen „spektakulär“.

In Sussex sei bekannt geworden, dass man blinden Patienten mit Hilfe von adulten Stammzellen das Augenlicht wiedergegeben habe. „Es ist nicht sicher, dass die Befürworter des sogenannten therapeutischen Klonens einen ähnlichen Erfolg jemals verbuchen können. Daher ist und bleibt es richtig, die Forschung an adulten Stammzellen zu unterstützen und das Klonen von Menschen in jeder Form zu verbieten“, betonte der CDU-Europaabgeordnete.Das Europäische Parlament hatte sich in einer Resolution zuletzt im März in diesem Sinne geäußert.

Bischof Sgreccia: „Inaktzepabel“

Kritische Worte kommen auch von Bischof Elio Sgreccia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Die Vernichtung eines menschlichen Lebens könne nur mit einem Wort beurteilt werden - „inaktzepabel“, sagte er der Tageszeitung „Corriere della Sera“. Sgreccia bedauerte, dass die UNO-Beschlüsse zum Klonen offenbar nur auf dem Papier existierten. Was fehle, seien die Sanktionen für jene, welche die ethischen Grenzen überschreiten, „und als Konsequenz kann jeder, der es will, solche Experimente machen“.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Klonen

  1. Im geheimen Labor
  2. Klonen von Embryonen: 'Kein Durchbruch, sondern Horrormeldung'
  3. Schweiz: Protest gegen Bericht über Klonen von Menschen
  4. Umstrittene Preisvergabe: Machen Steuergelder das Klonen salonfähig?
  5. UN-Generalversammlung verabschiedet Anti-Klon-Deklaration
  6. UNO stimmt für totales Klonverbot
  7. Wirbel um Medizinpreis für Schöpfer des Klonschafs Dolly
  8. Bioethikexperte: Klon-Kompromiss ist Schritt in die richtige Richtung
  9. EU-Abgeordnete vor UNO-Abstimmung für umfassendes Klonverbot
  10. Biotechnologischer 'Fortschritt': Bedrohung für die Familie?






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  7. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  8. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  11. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz