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Vatikan: Paulus-Reliquien sollen nicht für alle zugänglich sein

1. Juli 2009 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo - "Es ist aber nicht möglich, allen den Blick durch dieses Loch zu ermöglichen"


Vatikan (kath.net/RV)
Die Sensation kam genau zum Abschluss des Paulus-Gedenkjahrs: Das Paulus-Grab in Rom enthält die sterblichen Überreste des Apostels. Das sagte der Papst beim Gottesdienst am Sonntag in Rom (wir berichteten). Doch die Reliquien sollen nicht für alle Besucher zugänglich werden, erklärt gegenüber Radio Vatikan der Erzpriester der Sankt-Paul-Basilika, Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo.

„Wir haben ein mikroskopisch kleines Loch gemacht, um die Untersuchungssonde einführen zu können. Es ist aber nicht möglich, allen den Blick durch dieses Loch zu ermöglichen. Wir haben vor etwa einem Jahr eine Wand zum Grab entfernt. Sie stammte aus dem fünften Jahrhundert. Nun kann man eine Seite des Paulus-Sarkophags sehen. Das haben wir bereits vor dem Paulusjahr gemacht, damit alle Pilger vor seinem Grab beten konnten.“


Die für den Vatikan tätigen Wissenschaftler wussten nach Angaben aus dem Vatikan nicht, welche bedeutsamen Knochenreste ihnen zur Untersuchung anvertraut worden seien. Die Identität dieser unabhängigen Spezialisten solle geheim gehalten werden, sagt der Hausherr der Paulus-Basilika.
Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo:

„Diese Wissenschaftler hatten eine Sonde in den Jahrhunderte lang ungeöffneten Steinsarkophag eingeführt und dabei Stoff- sowie menschliche Knochenreste gefunden. Eine Untersuchung nach der Radiocarbon-Methode hat die entnommenen winzigen Knochenreste auf das 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus datieren können. Zudem fanden die Wissenschaftler Spuren von einem kostbaren, purpurfarbenen Leinenstoff, einem blauen Stoff mit Leinenfäden sowie roten Weihrauch.“

Mit Kath.Net zum Weltpriestertreffen nach Rom - Mit St. Paul vor den Mauern


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