Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  3. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  4. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  7. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  8. Parolin: „Segne uns, Heiliger Vater Johannes Paul II.! Segne diese Kirche des Herrn auf ihrem Weg“
  9. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  10. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  11. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen

Weltweites Priesterjahr - Erzdiözese Salzburg auf Anti-Rom-Kurs?

11. September 2009 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Zeitschrift des Seelsorgeamtes der Erzdiözese sorgt mit verwirrenden Beiträgen zum Priesterjahr für Kopfschütteln bei Salzburger Katholiken - Abteilungsleiter Sebastian Schneider fordert unverblümt die "Weihe von Frauen"


Salzburg (kath.net)
Für Verwunderung bei vielen Katholiken sorgt in der Erzdiözese Salzburg die neueste Ausgabe der Zeitung "Kontakt", Zeitung des Seelsorgeamtes der Erzdiözese Salzburg. In der Septemberausgabe lässt Seelsorgeamtsleiter Balthasar Sieberer mit "Worten zum Priesterjahr" aufhorchen. So meint er, dass sich ein Priesterjahr "pastoral gesehen" zwischen notwendiger Aufmerksamkeit und verhängnisvoller Fixierung einordnet. Dann meint er wörtlich: "Schon vor Jahrzehnten hat die Gemeindetheologie für die Seelsorge den Ansatz geprägt: Von der Priesterzentrierung zur Gemeindeorientierung. Subjekt der Seelsorge ist die Gemeinde als ganze. Alle Christinnen und Christen sind auch Seelsorgerinnen und Seelsorger, haben aktiv Teil am Gottesdienst, an der Verkündigung und am Dienst der Nächstenliebe. Wenn heute z.B. in einem Pfarrverband ein Priester durch einen Pastoralassistenten ersetzt wird, können sogar die öffentlichen Medien den Niedergang der Seelsorge beklagen. Die Priesterfixierung feiert fröhliche Urstände. Möge das Priesterjahr diesen Trend nicht fördern!"


Was Sieberer damit meinen dürfte, drückt dann Sebastian Schneider, der Abteilungsleiter des Salzburger Seelsorgeamt, klarer aus. Entgegen der kirchlichen Anweisung aus Rom, dass die Frauenweihe ein für allemal geklärt ist, meint er lapidar zur "Weihe von Frauen", dass es da "verschiedene Meinungen" geben könne. Dann spricht er Klartext: "Für mich ist eigentlich die Zulassung beider Geschlechter zum Weiheamt in der Kirche nicht mehr zu diskutieren. Es müsste gehandelt werden."

Schneider meint dann weiters, dass die "Geschlechtergerechtigkeit" für die Zukunft der Kirche eine "wesentliche Frage" sei und zwar "unabhängig von der ausreichenden Zahl männlicher Priester". Es gelte, die Berufungen "beider Geschlechter" anzuerkennen.

"Nicht weil wir zu wenig Pfarrer für die einzelnen Pfarrgemeinden haben, müssten Frauen zum Amt zugelassen werden, sondern weil es im Sinne des Evangeliums die strukturelle Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern erfordert", meint der Abteilungsleiter abschließend.

Papst Johannes Paul II. hatte im Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" klar festgestellt, dass die Kirche niemals die "Frauenweihe" erlauben werde. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben."

Diskussion: Erzdiözese Salzburg auf Anti-Rom-Kurs?

Kathpedia: Erzbischof Kothgasser

Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg

Foto: (c) Erzdiözese Salzburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Claudia Caecilia 8. Mai 2010 
 

Ungehorsam

gegen die Aussagen des Papstes.
\"...die struktuelle Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern erfordert...\"
Was soll dieser Unsinn? Jede Frau, die sich der göttlichen Ordnung bewußt ist, hat mit diesem Thema keine Probleme und fühlt sich nicht miderwertig- warum auch?
Ein etwas primitiver Vergleich: Fühlen sich die Männer minderwertig, weil sie keine Kinder gebären können?
Bei Beidem kann und darf man nichts verändern.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzdiözese Salzburg

  1. Salzburg: Trauer um Erzbischof emeritus Alois Kothgasser
  2. Die Nachfolge Christi hat immer auch mit Widerstand und Kreuz zu tun!
  3. „Damit etwas von uns bleibt“
  4. Lackner zu Kirchenaustritten: 2019 war ein "annus horribilis"
  5. Schulkonflikt: Erzbischof Lackner weist Vorwürfe zurück
  6. Salzburg: Aufregung um Übergriffe gegen Priester
  7. Lackner beklagt bei Maria-Namen-Feier Verfall christlicher Werte
  8. Erzdiözese Salzburg erläutert Konflikt um Pfarrer-Versetzung
  9. Der "Jedermann" lehrt eine Reduktion auf das Wesentliche
  10. Salzburg rüstet sich für größtes Jugendtreffen Mitteleuropas






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  2. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  4. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  5. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  6. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  7. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  8. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  9. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  10. Foto mit AfD-Politiker - Pfarrer entpflichtet Oberministranten im Bistum Passau
  11. Das Wunder des Karol Wojtyła
  12. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  13. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  14. Hexenfestival: Streit zwischen Exorzisten und Bürgermeister
  15. Orthodoxe Kirche von Zypern übt heftige Kritik am Westen

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz