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Der Advent: Zeit der Erwartung und der Hoffnung

28. November 2010 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Zum traditionellen Gebet des Angelus betrachtet Benedikt XVI. die besondere Zeit des Wartens auf das Kommen Christi. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Unsere moralische und geistliche ‚Statur’ lässt sich danach bemessen, was wir erwarten und worauf wir hoffen“: Mit diesen Worten wandte sich Benedikt XVI. am heutigen 1. Adventssonntag in seiner kleinen Katechese vor dem traditionellen Angelusgebet an die auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Besucher. Mit dem 1. Advent beginne die Kirche ein neues Kirchenjahr, so der Papst, „einen neuen Weg des Glaubens, der einerseits des Ereignisses Jesu Christi gedenkt und sich andererseits für seine letzte Erfüllung öffnet“.

Die Zeit der adventlichen Erwartung bringe einen zutiefst menschlichen Aspekt zum Ausdruck, der sich nicht auf den Glauben beschränke. Die Erwartung „ist eine Dimension, die unser ganzes persönliches, familiäres und soziales Dasein durchdringt“. Der Mensch sei lebendig, solange er etwas erwarte, „solange in seinem Herzen die Hoffung lebendig ist“. „Man könnte sagen: den Menschen erkennt man an seinen Erwartungen.“


Daher könne sich ein jeder in dieser besonderen Zeit des Advents die Frage stellen: Was erwarte ich? Wonach strebt mein Herz? Dieselbe Frage stelle sich auf der Ebene der Familie, der Gemeinschaft, der Nation.

Benedikt XVI. erinnerte daran, dass in der Zeit vor der Geburt Jesu in Israel die Erwartung des Messias sehr stark gewesen sei, der endlich das Volk von jeglicher Knechtschaft befreien und das Reich Gottes errichten sollte. Dies zeige, wie wichtig bei jeder menschlichen Planung die Erwartung sei, die in den Herzen der Menschen liege.

Niemand jedoch hätte sich vorstellen können, dass der Messias auf die bekannte Weise in die Welt kommen würde, nicht einmal Maria, die Gott vor aller Zeiten auf dieses Ereignis vorbereitet habe. Benedikt XVI. betonte eine „geheimnisvolle Entsprechung“ zwischen der Erwartung Gottes und der Erwartung Mariens, des „Geschöpfs, das voll der Gnade und ganz durchsichtig für den Plan der Liebe des Höchsten ist“.

In den Grüßen in verschiedenen Sprachen nach dem Gebet des Angelus kam der Papst erneut auf den Wert des entstehenden Lebens zurück. Der Papst erinnerte an die gestrige erste Vesper, die den Advent mit einer Gebetsvigil für das ungeborene Leben seinen Anfang nehmen lassen hatte.

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches „Grüß Gott“ sage ich den Pilgern und Besuchern aus den Ländern deutscher Sprache. Mit dem heutigen Sonntag treten wir in die Adventszeit ein. Dies ist eine heilige Zeit des Wartens auf die Begegnung mit Christus, dem Heiland. Er sehnt sich danach, einer Welt, die immer wieder von Leid gezeichnet ist, Heilung, Frieden und Liebe zu schenken. Öffnen wir unser Herz, bereiten wir uns durch den Empfang der Sakramente vor, dass der Heiland und König der Liebe in uns Wohnung nehmen kann.


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