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Stars lassen sich anstrahlen, aber Christen strahlen ab!

9. Dezember 2010 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Was treibt uns eigentlich an? Über den Kampf um die beste Einschaltquote – Ein Kommentar von Matthias Schreiber über den Unfall bei 'Wetten, dass..?"


Köln (kath.net/idea) Wie viel sind wir bereit zu zahlen? Für Unterhaltung, fürs Sofavergnügen, für die Einschaltquote? Das müssen sich spätestens seit dem vergangenen Sonnabend viele fragen. Ein schrecklicher Unfall bei „Wetten, dass …?“ ist der Anlass.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen sich die Frage gefallen lassen, was der Preis ist, den sie bereit sind, im Kampf um die beste Einschaltquote zu zahlen. Wenn Moderator Gottschalk noch unmittelbar vor der Wette den Zuschauern verrät, er habe während der Proben die Augen geschlossen, weil das so gefährlich gewesen sei, dann wusste man, auf was man sich einließ. Ebenso bedenklich war auch die Saalwette, einhundert Nikoläuse, nur mit Bart und Badehose bekleidet, bei Minustemperaturen und Schneefall vor der Veranstaltungshalle „zusammenzutrommeln“.
Werden unsere Gebühren verantwortlich eingesetzt?


Eltern, die für ihre Kinder bisher auf „Das Erste“ und „Das Zweite“ gesetzt haben, stehen vor der Frage, ob ihre Rundfunkgebühren verantwortlich eingesetzt werden. Aber damit nicht genug: Was treibt Vater und Sohn (und viele tausend andere, die durch die Vorauswahl solcher Sendungen fallen!), sich freiwillig für so etwas herzugeben? Fragen über Fragen. Aber am Ende landen wir bei den Zuschauern und damit bei uns selbst: Denn das Programm des immer Weiter, Höher, Schneller ist ja für uns gemacht. Für die Millionen Mediennutzer, die sich davon umschlungen fühlen sollen und die auf der Suche sind nach Orientierung und Richtung.

Die in diesem Zusammenhang alles entscheidende Frage aber lautet, wie es gelingen kann, uns allen begreiflich zu machen, dass unser Lebensbrunn nicht aus der trüben Quelle der Effekte und Sensationen sprudelt. Denn: Stars lassen sich anstrahlen, aber Christen strahlen ab!

Der Autor, Pfarrer Dr. Matthias Schreiber (Düsseldorf), ist Beauftragter für die Kontakte zu den Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Staatskanzlei von Nordrhein-Westfalen.


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