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Der Advent: Zeit der regsamen Erwartung

12. Dezember 2010 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. segnet die ‚Jesuskindlein’ und betont die Wichtigkeit der Tugenden der Beständigkeit und der Geduld kathTube: Angelus in voller Länge


Rom (kath.net/as) In einer Welt, die die Veränderung betont, lädt der Advent ein, Christus mit Beständigkeit und Geduld zu erwarten. Mit diesen Worten wandte sich Benedikt XVI. am heutigen dritten Adventsonntag in seiner Ansprache zum traditionellen Gebet des Angelus an die auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Besucher. Der Papst bekräftige, dass wahre Hoffnung in der Treue zu Gott gründe. Nach dem Angelus nahm Benedikt XVI. die Segnung der „Bambinelli“ vor, das heißt der Jesuskindlein, die die Kinder von Rom an jedem dritten Adventssonntag zum Papst bringen, bevor sie sie am Weihnachtstag in die Krippen legen.

Der Advent rufe die Christen dazu auf, jene innere Hartnäckigkeit zu stärken, die es gestatte, bei der Erwartung eines Gutes, das auf sich warten lässt, nicht zu verzweifeln. Es gehe darum, dieses Gut zu erwarten und dessen Kommen mit regsamem Vertrauen vorzubereiten. Benedikt XVI. unterstrich den Wert der Beständigkeit und der Geduld, Tugenden, die heute weniger beliebt seien, „in einer Welt, die vielmehr die Änderung und die Fähigkeit betont, sich an immer neue und unterschiedliche Situationen anzupassen“.


Auf die Lesung aus dem Brief des Jakobus vom heutigen Sonntag Bezug nehmend verwies Benedikt XVI. auf das Beispiel des Bauern, der geduldig die kostbare Frucht der Erde erwarte. Der Bauer „ist eine Beispiel einer Denkart, die in ausgeglichener Weise den Glauben und die Vernunft vereint, da er einerseits die Gesetze der Natur kennt und seine Arbeit gut tut und andererseits auf die Vorsehung vertraut, da einige grundlegende Dinge nicht in seinen Händen liegen, sondern in denen Gottes.

Geduld und Beständigkeit seien die Einheit von menschlicher Anstrengung und Gottvertrauen. Die Herzen der Menschen würden in ihren Anstrengungen durch das Wort Gottes gestärkt, das nicht vergeht. Das Wort Gottes sei ein Kompass, um Orientierung zu finden, sowie ein Anker, um nicht abzudriften.

Jeder Christ habe kraft seiner Taufe eine prophetische Würde empfangen, so der Papst abschließend, während er die Hoffnung aussprach, dass ein jeder diese Würde entdecken und nähren könne.

In seinen spanischen Grußworten nach dem Gebet des Angelus erinnerte Benedikt XVI. auch an das heutige Fest Unserer Lieben Frau von Guadalupe.

Die Pilger aus dem deutschen Sprachraum grüße der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ein herzliches „Grüß Gott" sage ich den Pilgern und Besuchern aus den Ländern deutscher Sprache. Im heutigen Evangelium offenbart sich Jesus Christus als der von den Propheten verheißene Messias. Er ist die Erfüllung der tiefsten Sehnsucht des Menschen. Dort, wo Jesus ist, bricht das Reich Gottes in unsere Welt herein: „Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet“ (vgl. Mt 11,5). In der Gegenwart Jesu finden wir Heilung und Glück in Fülle. Diese Zuversicht schenkt uns Freude in der Erwartung des Herrn. Gott segne euch alle.





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