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| ![]() Zsifkovics: Advent ist Warten auf den 'heruntergekommenen' Gott28. November 2011 in Österreich, 7 Lesermeinungen Eisenstädter Diözesanbischof bei "Akademiker Sonntag": Christen warten nicht sinnlos auf einen "unbekannten Herrn Godot" Eisenstadt (kath.net/KAP) Christen warten nicht sinnlos auf einen "unbekannten Herrn Godot", sondern sie warten auf die "Ankunft des 'heruntergekommen' Gottes, der im Kind von Betlehem solidarisch ist mit den Leidenden, Armen und Opfern." Das sagte Diözesanbischof Ägydius Zsifkovics (Foto) in Anspielung auf das bekannte Theaterstück von Samuel Beckett in seiner Predigt am Sonntag beim Gottesdienst mit katholischen Akademikern im Eisenstädter Dom. Christlicher Glaube kenne "das Warten in einer Welt, die nicht in Ordnung ist". Aber anders als bei Beckett gebe es das christliche Glaubenswissen um die Ankunft Gottes in der Gestalt des Kindes in der Krippe. Die beiden wartenden Landstreicher Estragon und Wladimir im Stück Becketts könnten Sinnbilder für die auch heute feststellbare Sehnsucht sein, "es möge ein Retter, ein Erlöser, ein Heiland kommen, der das vollbringt, was wir ersehnen." Durch die christliche Botschaft von Advent und Weihnachten werde aber deutlich, dass die Rettung der Welt anders aussehe, als von den Menschen vorgestellt. Zsifkovics: "Jesus Christus hat die Welt nicht in Ordnung gebracht und er bringt sie in dieser Weltzeit nicht so in Ordnung wie wir uns das wünschen - daran zu arbeiten überlässt er unserer Fantasie, Kraft und Ausdauer - sondern er ist mit dieser aus den Fugen geratenen Welt solidarisch geworden." Der Eisenstädter Bischof erinnerte an die klaren Worte des Evangeliums: "Seid und bleibt wachsam!" Diese Aufforderung heiße nicht "absurde Diskussionen" zu führen oder "zahllose und belanglose Aktionen" zu veranstalten. Vielmehr gehe es darum, aufmerksam und noch auf etwas aus zu sein. Als konkrete Beispiele für diese Haltung nannte Bischof Zsifkovics "das Gebet um den Adventkranz in der Familie, die Roratemesse, das Beichtgespräch und die gute Tat unserem Nächsten gegenüber, Umkehr und Versöhnung gerade in diesen Tagen und Wochen des Advents". Nach dem Gottesdienst hielt der emeritierte Grazer Sozialethiker Prof. Valentin Zsifkovits den Festvortrag zum Thema "Glück durch Ethik und Religion?". Eingeladen in das Dompfarrzentrum hatte dazu der katholische Akademikerverbands der Diözese Eisenstadt. Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuAdvent
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