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Frostige Bazi

11. Mai 2012 in Chronik, keine Lesermeinung
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Halten sich die Eisheiligen in diesem Jahr an den Kalender? Von Christoph Arens (KNA)


Bonn (kat.net/KNA) Diesmal halten sie sich an den Kalender. Pünktlich zu ihren Gedenktagen halten die Eisheiligen Einzug in Deutschland. «Nach der sommerlichen Wärme gewinnt wieder zunehmend Polarluft die Oberhand», teilte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag in Offenbach mit. «In den Nächten zum Sonntag und zum Montag muss bei klarem Himmel dann mit örtlichem Bodenfrost gerechnet werden. Frostempfindliche Pflanzen sollten vorerst noch mal in Sicherheit gebracht werden.»

Bereits am vergangenen Wochenende hatten die Meteorologen das kalte Wetter und den Zustrom arktischer Polarluft den Eisheiligen in die Schuhe geschoben und von ihrem verfrühten Auftreten berichtet. In diesem Jahr scheinen die fünf Heiligen, deren Namenstage die katholische Kirche zwischen dem 11. und 15. Mai feiert, besonders vital zu sein.


Mammertus (11. Mai) war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne. Pankratius (12. Mai) wurde ein Jahrhundert früher in Rom als Märtyrer hingerichtet, und Servatius (13. Mai) war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern. Mit dem am 14. Mai gefeierten heiligen Bonifatius ist nicht der als «Apostel der Deutschen» bekannte angelsächsische Benediktinermönch, sondern ein gleichnamiger sizilianischer Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert gemeint. Die Mailänderin Sophia (15. Mai), im Volksmund als «kalte Sophie» bekannt, starb im zweiten Jahrhundert in Rom als Märtyrerin, nachdem sie von Kaiser Hadrian verurteilt worden war.

Neben den «Eisheiligen» gibt es noch andere Witterungsereignisse, die im Jahreslauf relativ regelmäßig eintreten: Etwa die Schafskälte um den 10. Juni oder der Siebenschläfertag am 27. Juni. Der Name «Eisheilige» rührt daher, dass häufig Mitte Mai eine Wetterperiode mit Zufuhr arktischer Meeresluft einsetzt, die als kritisch für die Landwirtschaft gilt. An diesen Tagen droht nach den Erfahrungen der Bauern der letzte Frost und damit eine große Gefahr für die Ernte.

Nach Angaben der Wetterforscher sind die Eisheiligen ihrem Ruf in den letzten zwei Jahrzehnten allerdings nicht ganz gerecht geworden: «In den historischen Aufzeichnungen deutet sich an, dass solche späten Kaltluftperioden im 19. und 20. Jahrhundert häufiger und intensiver aufgetreten sind als in den letzten Jahren», erläutert Speicher. Zudem treten die frostgefährdeten Vegetationsperioden in den vergangenen Jahren immer früher ein, so dass sich die «Eisheiligen» nicht mehr so stark auf die Vegetation auswirken.

Als Zäsur zwischen dem «Winterfrost» und den sommerlich warmen Tagen finden die Eisheiligen schon im 15. Jahrhundert im «Heiligen Namenbuch» des Konrad Dankrotzheim Erwähnung: «Pancratius und dann noch wol drie und die jungfrowe Sante Sophhie - darnach let sich der sumer an.» Zahlreiche Bauernregeln befassen sich mit den strengen, frostbringenden Heiligen: «Pankratius hält den Nacken steif, / sein Harnisch klirrt vor Frost und Reif», heißt es beispielsweise ganz martialisch. Und: «Pankrazi, Servazi, Bonifazi / sind drei frostige Bazi, / und am Schluss fehlt nie / die kalte Sophie».

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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