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Tschechischer Theologe Halik: Beichten hilft

10. August 2012 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Tomas Halik (64), tschechischer Theologe und Psychologe, wünscht sich eine Renaissance der Beichte


Bonn (kath.net/KNA) Tomas Halik (64), tschechischer Theologe und Psychologe, wünscht sich eine Renaissance der Beichte. Das Bußsakrament sei ein guter Weg, um sich mit Sünde und Schuld auseinanderzusetzen, sagte Halik der der "Zeit"-Beilag "Christ & Welt". Dabei gehe es nicht nur um das Gespräch selbst, sondern auch um den dazugehörenden Reflexionsprozess, betonte der katholische Priester. «Man muss die Dinge beim Namen nennen.»


Zugleich bemängelte er, dass in der öffentlichen Sprache die Kategorie der Sünde, etwa beim Umgang mit Korruptionsskandalen, fehle. «Sünde ist etwas Lächerliches geworden», so Halik, der an der Prager Karlsuniversität Soziologie lehrt. «Viele sagen: 'Ich habe Fehler gemacht, aber das ist nicht strafbar'. Sie haben kein Bewusstsein dafür, dass nicht alles, was nicht strafbar ist, moralisch gut ist.»

Halik zählt zu den bekanntesten katholischen Intellektuellen in Mittel- und Osteuropa. Er war ein enger Vertrauter des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel sowie des langjährigen Prager Erzbischofs Frantisek Tomasek. Sein neuestes Buch «Nachtgedanken eines Beichtvaters. Glaube in Zeiten der Ungewissheit» ist im Freiburger Herder Verlag erschienen.


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Lesermeinungen

  13. August 2012 
 

Nachtrag - mein Blogbeitrag zu dem Thema Beichte

http://recognoscere.wordpress.com/2012/08/13/die-gnade-der-beichte/

:) :)

Templarii


0
 
  13. August 2012 
 

Ich ahbe es getan

Und wie ich es getan habe und ich bin froh drum dass ich es endlich geschafft habe. Ein wenig Stolz auch.

Nach 19 Jahren! Nach 10 Jähriger (darin liegender) völliger Antichristlichkeit. Was für eine Erleichterung.

So viel Müll. So viel Ungerechtigkeit meinerseits. So viel Hochmut, so viel Aberglaube, so viel Wut und Hass. Herrlich das Gefühl. Als würde man auf einem Gipfel stehen und alle Wolken teilen sich auf.\" Man sieht das Land und die Seen.\"

Der alte Mann schaute mir ins Auge und freute sich mit mir.. Jetz tmuss ich damit umgehen dass ich eigentlich direkt vor Gott Rechtfertigt bin.. Naja.. Aber ich muss mir selbst gegenüber nicht mehr Nachtragend sein und mich an alles erinnern.. Habe mehr Freiheit im Herzen und mein Verstand funzt besser.

Muss noch dazu was schreiben.

Templarii - recognoscere.wordpress.com


0
 
  12. August 2012 
 

\"Wunderfitzig\",

Lieber @ templer!
Dieses lustige Wort gebrauchen wir hier im Badischen, wenn wir im (positiven Sinne) etwas gerne wissen würden.
Als ich Ihren Kurzkommentar vom 10.8. las, musste ich herzhaft lachen.
Und jetzt bin ich wirklich ein wenig \"wunderfitzig\". Pssst! Haben Sie´s tatsächlich geschafft, Ihren guten Willen in die Tat umzusetzen?
Natürlich brauchen Sie mir nicht zu antworten, lieber @Templer.
Ich benötige auch manchmal mehrere Anläufe, ehrlich!
Nur, es ist dieser verflixte \"Wunderfitz\", der mich zum Schreiben dieser Zeilen veranlasste.
Nix für ungut!


0
 
  12. August 2012 
 

Hingabe und Vertrauen

Das begleitende Bild oben drückt sehr schön und punktgenau den befreienden Sinn der Beichte aus:
Es ist ein sich Anlehnen dürfen in die Arme eines liebenden Vaters im Vertrauen darauf, dass Er es gut mit uns meint und nicht nachtragend ist.
Den häufig gehörten Einwand gegen die Beichte, einem Priester gestehen zu sollen, was ich alles falsch gemacht und wo ich gesündigt habe, möchte ich nicht gelten lassen.
In Gesprächen mit einem Psychologen oder Therapeuten wird auch so manches offenbart und das sogar gegen teures Geld.
Nicht missverstehen: Psychotherapie ist in vielen Fällen sinnvoll und notwendig.
Aber wieviel Ergüsse oft peinlichster Art werden in den TV-Billig-Talk-Runden ausgebreitet?
Sie allerdings schaue ich mir schon lange nicht mehr an.
Die Beichte hat Würde und Ernsthaftigkeit.
Sie ist unsererseits vertrauensvolle Hinwendung zu Gott und ER wendet sich uns zu und befreit uns. Wir dürfen wieder neu beginnen!


0
 
 Josepha-Maria 11. August 2012 
 

Beichten hilft wirklich ...

ich habe bis jetzt erst dreimal in meinem Leben gebeichtet.
Und ich muss sagen es hilft wirklich. Ich bin viel freier aus den Zimmer gegangen (ich bevorzuge ein Beichtgespräch). Das Gefühl, ja ich habe gesündigt, ich habe es erkannt und ich kann ein neues Leben beginnen denn ich erhalte durch den Priester von Jesus die Absolution.
Ich kann weiterleben auch wenn ich gesündigt habe. Ich muss meine Sünden aussprechen. Dadurch werde ich auch bewusst was ich getan habe. Ich empfand es schon als eine Art Therapiestunde.


0
 
  10. August 2012 
 

Ich habs kapiert! Herrgott! Morgen! Ich gehe ja schon morgen! Himmel diese \"Hinweise\" sind langsam auffällig.. :P

Templarii


1
 
 Monika M.R. 10. August 2012 

@Marienzweig

genau so sehe ich das auch!


1
 
  10. August 2012 
 

Beichte heilt.

Es ist nicht immer angenehm und jedesmal muss eine innere Hürde genommen werden.

Nachdem ich Jahrzehnte lang keinen Beichtstuhl oder Beichtraum von innen gesehen hatte, war diese Hürde besonders hoch.
Der erste Schritt ist immer der schwerste!
Wie leicht war mir damals ums Herz, als alles ausgesprochen war.
Der Moment der Lossprechung - man kann es kaum beschreiben.
Auch jetzt, nach relativ regelmäßiger Beichtpraxis ist dies ein wunderbarer Augenblick.
Gott verzeiht!
Wenn es sich im Gespräch so ergibt, erzähle ich auch anderen davon.
Es wäre so schön, wenn viele diese befreiende Erfahrung machen könnten.


2
 
 Fred Frosch 10. August 2012 

Mehr Leute bei der Beichte

Weniger Leute beim Arzt besonders auf der Couch.


1
 

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