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Sozialethiker Ockenfels kritisiert neue Sinus-Studie

26. Jänner 2013 in Deutschland, 27 Lesermeinungen
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Die «wissenschaftsgläubigen Theologen» würden leichtfertig Begriffe, Kategorien und Methoden übernehmen, mit denen die religiöse Realität kaum erfasst werden könne.


Würzburg (kath.net/KNA) Der Trierer Sozialethiker Wolfgang Ockenfels hat die neue Sinus-Studie über die Lage der katholischen Kirche in Deutschland kritisiert. Die «wissenschaftsgläubigen Theologen» würden leichtfertig Begriffe, Kategorien und Methoden übernehmen, mit denen die religiöse Realität kaum erfasst werden könne, sagte der Dominikanerpater der in Würzburg erscheinenden «Tagespost» (Samstag). Zugleich wies er darauf hin, dass das «Sinus-Milieu-Modell» auch innerhalb der Soziologenzunft umstritten sei.

Die Untersuchung des Marktforschungsinstituts «Sinus» und der kirchlichen Medien-Dienstleistungsgesellschaft (MDG) war am Donnerstag in München vorgestellt worden. Dabei handelt es sich um die erste umfassende Erhebung über die Lage der katholischen Kirche nach der Debatte über die Missbrauchsskandale. Auftraggeber waren mehrere katholische Hilfswerke und Dienststellen, darunter das Militärbischofsamt und das Münchner Ordinariat.


Die Wissenschaftler hatten ermittelt, dass Deutschlands Katholiken überwiegend an ihrer Kirchenzugehörigkeit festhielten, aber in Glauben und Leben oft eigene Wege gingen. «Nicht lebensdienliche Kirchenregeln und Dogmen», die von Laien vor einigen Jahren noch geduldig ertragen oder stillschweigend umgangen worden seien, würden heute offen angesprochen, hieß es. Dazu zählten etwa die «Diskriminierung von Frauen», die Zölibatspflicht der Priester, der Ausschluss bestimmter Personengruppen von den Sakramenten sowie die Sexualmoral. Auch erwarteten die Katholiken mehr Mitsprache.

Nach Ansicht von Ockenfels bestätigten die Ergebnisse vor allem die «massenmedial propagierten Phrasen und ohnehin vorhandenen Vorurteile - und verdoppelten sie noch». Das Geld für solche Studien sollte besser für konstruktive Medienarbeit eingesetzt werden. «Die Kirche scheint vom Pech verfolgt zu sein, sobald sie sich soziologischer Hilfsmittel zur Aufklärung der Glaubenskrise bedient», fügte der Sozialethiker noch hinzu. Damit spielte er offenbar auf die Auseinandersetzung der deutschen Bischöfe mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer an. Der Vertrag mit dessen Kriminologischem Forschungsinstitut Niedersachsen für eine Missbrauchsstudie war im Januar von den Bischöfen wegen mangelnden Vertrauens aufgekündigt worden.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Prof. Pater Ockenfels: (c) Wolfgang Ockenfels


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Lesermeinungen

 behm 2. Februar 2013 
 

Danke Prof. Ockenfels!

Man muß an dem gesunden Menschenverstand derer zweifeln, die einen solchen Unsinn mit viel Geld noch finanzieren. Missionarische Arbeit geht anders!!!


0
 
 Josef Bordat 1. Februar 2013 
 

Mit Humor

Man kann\'s ja auch mal mit Humor nehmen...

jobo72.wordpress.com/2013/01/31/wer-bin-ich-wo-bin-ich/


2
 
 Wiener_Schnitzel 31. Jänner 2013 

100 Leute (fraglich, ob\'s wirklich nur Katholiken waren) nach ihrer Meinung zur rk. Kirche zu frage

und das dann als Studie auszugeben, ist sicherlich sehr hoch gegriffen.
Außerdem sind die Antworten auffallend \"DBK-, insbes. \'Zollitsch\'-gerecht\", d.h. es drängt sich der Verdacht auf, dass der Auftraggeber - die MDG, die seit vielen Jahren jährlich eine Summe atemberaubender Höhe für ihre Beratungsleistungen von der DBK erhalten - die Fragen so gestellt hat, dass das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

Schließlich kennt man sich - DBK und MDG - seit vielen Jahren und man (MDG) kennt die Befindlichkeit des Auftraggebers sehr gut und möchte sicherlich nicht durch so eine \"lapidare \'Studie\'\" einen so zahlungskräftigen (Dauer-)Kunden wie die DBK verprellen oder gar verlieren. Das ist doch verständlich und nachvollziehbar, oder???

Soviel also zum Wahrheitsgehalt und zur Bedeutung dieser sog. Studie.


2
 
  28. Jänner 2013 
 

Erfolgreiche Darstellung eines verbürgerlichtes Christentum

Wollten die Auftraggeber, dies tatsächlich dargestellt wissen ?
Daß diese Lauheit, die mit dieser Verbürgerlichung einhergeht, schlecht ist für den Glauben ist, davon kann sich jeder überzeugen. Leider bleibt damit das wesentliche auf der Strecke und ist dem Seelenheil der Schäfchen nicht zuträglich.

Eine schmerzliche, aber zu erwartende Erkenntnis, zu der man auch für weniger Geld kommen kann.


3
 
 willibald reichert 27. Jänner 2013 
 

Cosinus

Diese Soziologen, Psychologen und sonstige
ogen, die heutzutage immerzu als \"Experten\"
für Problemlösungen angesehen werden, sind
von begründeten Einzelfällen abgesehen, eher ein Zeichen fehlender Verantwortung
und unzureichenden Gottesvertrauens.
Zweitausend Jahre kam die Menschheit
ohne diese Spezies aus, die nach meinem
Dafürhalten eher eine Zeitkrankheit denn
eine unbedingte Notwendigkeit darstellt.


2
 
 Cosinus 27. Jänner 2013 
 

Die Kirche braucht diesem Soziologenschmus nicht auf den Leim zu gehen.


3
 
 M.Schn-Fl 27. Jänner 2013 
 

Katholische Medienarbeit

Prof. Ockenfels: die Ergebnisse bestätigen vor allem die \"massenmedial propagierten Phrasen und ohnehin vorhandenen Vorurteile\" und verdoppelten sie noch.

Die Agenda-Setting-Theorie (USA 1968: die Massenmedien bestimmen die öffentliche Meinung)
ist heute vor allem durch das Internet löchrig geworden. Aber für die katholische Kirche gilt sie nach wie vor .
Sieh hierzu und zur katholischen Medienarbeit: \"Der Journalist ein Hirte, der Leser ( Hörer, Zuschauer) ein Schaf?
auf. blog.forum-deutscher-katholiken.de


2
 
 willibald reichert 26. Jänner 2013 
 

Dottrina

Ich hätte genau so reagiert wie Prof.Ocken-
fels. Im übrigen empfinde ich es höchst be-
fremdend, wenn beispielsweise als Hilfs-
werke firmierende Instutionen wie Misereor
und Misso diese \"Studie\" mitfinanzieren.
Einmal mehr fühle ich mich darin bestätigt, daß ich seit längerem diesen
Vereinen nichts mehr zukommen lasse und
dafür Kirche in Not usw präferiere. Da hat
man noch die Gewähr, daß die Gelder im
Sinne der S p e n d e r verwandt werden.


3
 
 sancta inquisitio 26. Jänner 2013 
 

Glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast

Die Sinusstudie (hier beziehe ich mich auf die zu Österreich) kennt 10 Milieus. Da diese auf eine Ebene projeziert werden, sind nur weniger als die Hälfte (nämlich 20 von 45) der möglichen Schnittmengen realisierbar. Schnittmengen dreier Milieus sind bis auf eine von 120 Möglichkeiten gar nicht erst vorgesehen. Sinusstudien erscheinen ein wenig wie das Goldene Kalb, Astrologie oder Handlesen. Man erfindet etwas Absurdes, gibt diesem sehr schöne Namen und schon kann man vergessen, dass es eigentlich eine absurde Erfindung war, und wunderbar daran glauben. Na, wems gefällt ...


2
 
 Dottrina 26. Jänner 2013 
 

Nun, mich hat niemand

nach meiner Meinung befragt, und meine Meinung wäre mit Sicherheit eine gänzlich andere gewesen als die immer wieder aufgeführten, sattsam bekannten Dauerthemen anzubringen. Meinungsumfragen sind immer mit Vorsicht zu genießen, da sie nicht unbedingt die wirkliche Meinung des gesamten Volkes widerspiegeln.


2
 
 Ad Verbum Tuum 26. Jänner 2013 

Wissenschaftlichkeit II

@Idemar
.. ich wollte mit meinem Kommentar nicht aussagen, dass die Art und Weise wie die aktuell erstellte Studie erbracht wurde, den Ansprüchen der Wissenschaftlichkeit entspricht - dazu fehlten mir die Angaben. Die nur 100 Interviews kam mir verhältmismäßig wenig vor. Die von Ihnen angesprochenen intendierenden Fragen - da kommt es eben auch darauf an, was ich durch die Studie untersuchen will. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
Und da ist nach meinen Erfahrungen im EB Freiburg, die Kirche nicht unschuldig, Man will doch alles Milieus erreichen - vergisst aber mit was (den Inhalt).


2
 
 matthieu 26. Jänner 2013 
 

@idemar Danke

das ist genau, was ich heute nach der Zeitungslektüre auch schreiben wollte. Repräsentativ - bei einer Grundgesamtheit von über 20Mio Katholiken - sind mindestens 1000, besser 2000 Befragte. Und die (eben repräsentativ) auch aus weniger eloquenten Haushalten.
Solche Intensivgespräche mit 10 Befragten (pro Gruppe) sind nur sinnvoll als Vorstudie oder n e b e n einer großen Umfrage


2
 
 Idemar 26. Jänner 2013 
 

Fragwürdiges zur Befragung

@ Ad Verbum tuum
Das Sinus-Institut hat nach der ihm eigenen Milieu-Methode, die mit wenigen Befragungen im Verhältnis zur Gesamtmasse (25 Mill.) auskommt, 100 Katholiken nach vorgegebenen 10 Milieus befragt. Jedem Milieu wurden 10 Katholiken ungefähr gleichen Einkommens zugeordnet, zu Hause besucht und jeweils 2 Stunden nach einem Raster befragt. Die 100 Personen suchte ein Meinungsforschungsinstitut aus. Die unterschwelligen Kriterien der Auswahl, das geht aus den Hinweisen aus der zweistündigen Befragung hervor, mussten neben dem Einkommen Problembewusstsein und Sprachbeherrschung gewesen sein. Diese intellektualistische Voraussetzung musste für alle 10 Milieus gelten. Damit waren Katholiken nicht \"gefragt\", mit denen man nicht zwei Stunden über die Kirche \"reden\" konnte. Dazu kommt der Druck, der naturgemäß auf die Befragten durch die persönliche Befragung ausgeübt wird und der zu Gefälligkeitsantworten führen konnte, intendierende Fragen inbegriffen!


3
 
 M.Schn-Fl 26. Jänner 2013 
 

Korrektur: .....in Trier


2
 
 M.Schn-Fl 26. Jänner 2013 
 

Herzliche Einladung

an alle, die im Südwesten gerne Prof Ockenfels live hören möchten und mit ihm diskutieren möchten.

Am Sonntag den 10.Febr. 2013 spricht Prof. Wolfgang Ockenfels OP um 15:00 Uhr in der Aula der Weissen Väter in der Dietrichstr. 30 in Tirer zum Thema:
\"Ordnung und Moral der Wirtschaft - Wo bleibt der Beitrag der Katholischen Sozialehre?\"

Vorher findet um 14:30 in der Kirche der Weissen Väter (daselbst) eine Eucharistische Andacht statt.

Das hier angesprochene Thema stellt ja sicher auch die Frage nach wirtschaftlicher Ordnung und Moral der Kirche.


2
 
 Ad Verbum Tuum 26. Jänner 2013 

Wissenschaftlichkeit

Ich denke schon, dass ich wissenschaftliche Studien anstellen kann zum Thema Glaube (s.a. Bertelsmann-Stiftung). Das Problem liegt m.E. nicht an der fehlenden Wissenschaftlichkeit, sondern ziemlich sicher an der Formulierung des Auftrags, am Auftragsgeber selbst. Und, an der Interpretation der Ergebnisse. Natürlich muss so eine Studie zum Ergebnis kommen, dass die Kirchenbindung auch der Kirchenmitglieder häufig kaum mehr da ist. Und natürlich stimmt auch, dass viele \"Gläubige\" ein Problem mit den \"Geboten der Kirche\" haben .. (eigentlich mit den Geboten Gottes, die durch die Kirche vermittelt werden). Nur gilt leider bei den Auftraggebern (DBK?), das Axiom, dass das Jetzt Wahrheit ist...


1
 
 willibald reichert 25. Jänner 2013 
 

Incomodo

Prof.Ockenfels ist uneingeschränkt beizu-
pflichten. Für mich ist das wieder einmal
reiner Aktionismus und zum Fenster herausge-
worfenes Geld der Kirchensteuerzahler. Wenn
die Auftraggeber wirklich dem Glauben dienen wollten, müßten sie mit offenen Augen und Ohren auf die dramatisch sich
verringernde Glaubenssubstanz reagieren
anstatt solche Alibihandlungen zu tätigen.
Ein guter Freund, der sich auf Dekanatsebene engagiert, erzählte gerade, daß ein Pfarrer die Anregung zu
einem Alpha-Glaubenskurs dem Sekten-
beauftragten des Bistums Trier unterbrei-
tete und dieser - man höre und staune -
davon abriet!!! Muß man sich ob eines
solchen Verhaltens noch über irgendetwas
wundern?


4
 
 Paul.P. 25. Jänner 2013 
 

\"massenmedial propagierten Phrasen\"

Eine gute Formulierung. Allerdings werden auch bei anderen Umfragen so windig fundierte Meinungen geäußert. Man will nicht sein Desinteresse offenbaren, und greift deshalb zu aufgeschnappten verbalen Konserven. Wenige Leute sind willens und damit fähig, sich mit einem bestimmten Thema außerhalb ihres unmittelbaren Betroffenseins intensiv zu befassen. Und mit Kirche und Glauben ist es auch nicht anders. Nur tut jede Vereinsführung gut daran, nicht viel auf das Gerede der Desinteressierten zu geben. Sie würde damit nur ihre tragenden Mitglieder und Aktivisten verprellen. Bei Wahlvereinen, wie unsere politischen Parteien ist das natürlich etwas anderes.


2
 
 Maxim 25. Jänner 2013 
 

Umbanda
Man kann in der Tat dieses Vorgehen mancher Ordinariate nicht mehr nachvollziehen. Man kann nicht bei Glatteis ständig an einem Abgrund entlanggehen und sich dann wundern, wenn man eines Tages abstürzt.
Umfragemethode: „Wenn «wissenschaftsgläubigen Theologen leichtfertig Begriffe, Kategorien und Methoden übernehmen, mit denen die religiöse Realität kaum erfasst werden könne“ (Ockenfels), dann kann man wirklich nicht mehr von Pech sprechen!! Aber darf man noch weiterdenken?!
Tilly: Regen sie doch einmal an, die Leute, die gefragt werden, auch einmal nach ihrem Katechismuswissen zu fragen. Scheidungs-, Kirchenbesuchs- und Austrittsdaten sagen doch schon das Entscheidende. Ansonsten sagte doch der Papst, jeder Mensch hat seinen eigenen Weg zu Gott, gerade wenn man sich auch durch die Vorbilder der Heiligen motivieren lässt. Radio \"Horeb\" informiert auch über Heilige.


4
 
 Incomódo 25. Jänner 2013 

Institutswahl allein schon ein Fehlgriff

@Ad Verbum Tuum
ich stimme Ihnen zu. Anzufügen ist, dass diese Auftraggebergruppe, wenn sie schon unbedingt Meinungen zu relevanten Themen haben wollten, ein Institut hätten beauftragen können, in dem es Mitarbeiter gibt, die eine gesitige und seelische Affinität zur katholischen Kirche haben, und nicht Sinus. Ich lasse die Qualität meines Heizofens auch nicht vom Totengräber prüfen.
@Umbanda
Sie haben etwas nicht richtig erfasst: Ockenfels ist es, der kritisiert, es meckern nicht die Auftraggeber! Und Ockenfels kritisiert im Grunde auch nicht das Ergebnis, sondern die Auftraggeber und die Methodik, und das völlig zu recht.


3
 
 Umbanda 25. Jänner 2013 
 

Vom Pech verfolgt?

Wenn man durch eigenes Verschulden von einem Skandal in den nächsten stolpert, wie im Fall der Mißbrauchsstudie, ist das wohl kaum \"Pech\" zu nennen. Und wenn man schon eine Studie in Auftrag gibt, die die aktuelle Lebenswelt deutscher Katholiken erfassen soll, kann man nicht hinterher die Methodik in Frage stellen, wenn einem die Ergebnisse nicht passen.


1
 
 Tilly 25. Jänner 2013 
 

Glaube ist nicht studientauglich

Heute glaubt man alles mit Studien und Statistiken erfassen zu können. Der Glaube ist nicht messbar, und er kann auch keinen Mehrheitsentscheidungen unterworfen werden, sonst wäre er schon mit dem \"Volksentscheid\" für Barabas am Ende gewesen. Im Gegenteil das Neue Testament zeigt uns ja, dass die, die treu zu Christus halten, von der Mehrheit verfolgt werden, weil auch damals der Zeitgeist sich an den Forderungen des Evangeliums rieb. Das ist heute nicht anders und deshalb werden immer starke Kräfte versuchen das Evangelium und die Kirche weich zu spülen und beide den Forderungen der Gesellschaft anzupassen nach dem Motto: Wenn ich mich nicht ändern will, dann muss sich eben die Kirche ändern. Mit dem Geld, das die Kirche für solche Studien ausgibt, könnte wahrlich etwas Sinnvolleres getan werden.


4
 
 carl eugen 25. Jänner 2013 

Teil II.

Liebe deutsche Bischöfe. Erinnert euch an diese Worte Jesu und stützt euch auf diesen Fels, dann wird die deutsche Kirche auch wieder erstarken und Glaubensstark werden! Das ist gewiss!


3
 
 carl eugen 25. Jänner 2013 

Bravo!

Den Aussagen von Pater Ockenfels ist nichts hinzu zufügen. Die deutsche Kirche bedient sich weltlichen Methoden um ihr geistliches Fundament zu erhalten. Lächerlich! Die Kirche versucht, den Gläubigen nach dem Munde zu reden, wird daran aber scheitern! Katholisch kann man nur in Gemeinschaft mit dem Papst sein, und nicht, wenn man ihm andauernd widerspricht! Jesus sagte zu Petrus:\" Du bist der Fels!\"


3
 
 Ad Verbum Tuum 25. Jänner 2013 

Sinus-Studio

Ich habe mich 1,5 Jahren intensiv mit der Sinus-Studie auseinandergesetzt. Für mcih war es sehr lehrreich, da mir dadurch erst bewusst wurde, wie krank unsere heutige Zeit und wie krank unsere deutsche Kirche ist.
Darüberhinaus bleibt m.E. anzumerken
a) bei Umfragen/Analysen bekommt man leicht das Ergebnis, das man haben will. Bei Umfragen vor ca. 1 Jahr in einer Nachbarstadt um die Zufriedenheit mit der Kirche, wurde nicht etwas nach Glaube, Seelsorge etc. gefragt, sondern nach Umgang mit Wiederverheirateten, Zölibat, Diakonissen etc. - was dann herauskommt ist klar.
b) bevor wir in D uns um alle möglichen Milieus kümmern, müssen wir wieder zur Freude am Glauben finden - dann finden wir auch wieder Nachfolger...


3
 
 Kurti 25. Jänner 2013 
 

Offenbar haben diejenigen, die solche \"Studien\"

in Auftrag geben nichts im Kopf und darüber hinaus viel zu viel Geld.
Man weiß es ja ohnehin, was dabei herauskommt.
Die Kirche in der BRD scheint heute nur noch mit unsinnigen Dingen beschäftigt zu sein und nur noch zu verwalten. Treue Glaubensverwalter sehen anders aus.


5
 
 giorgioFM 25. Jänner 2013 
 

man lese GS

Es sieht so aus als wenn 50 Jahre nach dem II. V.C. keiner sich die Mühe macht die Pastoralkonstitution „Gaudium et spes\" zu lesen, geschweige zu studieren.
Leider hat der Säkularisierungsprozess in sinusartiger Weise viele Köpfe der Kirche erfast.


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