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Die Gnade der Beständigkeit in der Nachfolge Christi

12. April 2013 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Franziskus-Pille des Tages: Die Versuchung des Triumphalismus und der wahre Weg des Herrn. Die Normalität des Lebens mit Gott. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Christusnachfolge muss beständig und ohne Triumphalismen geschehen. Dies betonte Papst Franziskus mit seiner heutigen „geistlichen Perle“ bei der heiligen Messe, die er in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ feierte. Anwesend waren das Personal der „Libreria Editrice Vaticana“ zusammen mit deren Leiter, Giuseppe Costa SDB, sowie Mitarbeiter der vatikanischen Apotheke und Parfümerie.

Wenn Gott an das Herz eines Menschen rühre, schenke er eine Gnade, „die ein Leben wert ist“, und vollbringe keinen Zauber, der nur einen Augenblick dauert. Der Papst kehrte erneut auf die aufgeregte Atmosphäre zurück, die unmittelbar nach dem Tod Jesu herrschte, als die Verkündigung der Apostel die Aufmerksamkeit der Pharisäer und Gesetzeslehrer erweckte.


Franziskus nahm die in der Apostelgeschichte zitierten Worte des Pharisäers Gamaliël auf (Apg 5,34-42), der vor dem Hohen Rat gesagt hatte: „Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt“. Denn in der Vergangenheit habe sich die durch falsche Propheten verursachte Unruhe zusammen mit deren Nachfolgern erledigt. Gamaliël rate, abzuwarten und zu sehen, was mit den Nachfolgern des Nazareners geschehen werde.

Dies sei ein auch für unser Leben weiser Rat, so der Papst, „denn die Zeit ist der Bote Gottes: Gott rettet uns in der Zeit, nicht im Augenblick. Manchmal tut er Wunder, doch im normalen Leben rettet er uns in der Zeit“. Er rette uns „in der Geschichte“, „in der persönlichen Geschichte eines jeden einzelnen“. Der Herr „benimmt sich nicht wie eine Fee mit einem Zauberstab, nein!“ Gott schenke im Gegenteil die Gnade und sage wie zu allen, die er geheilt habe: „Steh auf und geh!“: „Das sagt er auch uns: Geh in deinem Leben, gib Zeugnis von allem, was der Herr mit uns tut!“.

Franziskus warnte dann vor einer großen Versuchung, die im christlichen Leben lauere der Versuchung des Triumphalismus, der auch die Apostel ausgesetzt gewesen seien: wie Petrus, als er feierlich erklärt habe, dass er den Herrn nicht verleugnen werde; oder wie das Volk nach der wunderbaren Brotvermehrung.

Der Herr jedoch sei in Demut auf die Welt gekommen: „Er hat dreißig Jahre sein Leben geführt, er ist wie ein normales Kind aufgewachsen, er hat die Prüfung der Arbeit erfahren, auch die Prüfung des Kreuzes. Dann, am Ende, ist er auferstanden“. So lehre der Herr, „dass im Leben nicht alles zauberhaft ist, dass der Triumphalismus nicht christlich ist“.

Das Leben des Christen „besteht aus einer Normalität, die jedoch mit Christus gelebt wird, jeden Tag: Das ist die Gnade, um die wir bitten müssen: die Gnade der Beständigkeit: beharren auf dem Weg des Herrn, bis zum Ende, aller Tage“.

„Der Herr bewahre uns vor triumphalistischen Phantasien“, so der Papst zum Schluss seiner Predigt: „Der Triumphalismus ist nicht christlich, er stammt nicht vom Herrn. Der Weg aller Tage, in der Gegenwart Gottes: das ist der Weg des Herrn!“.


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Lesermeinungen

 Wischy 16. April 2013 
 

Gnade der Beständigkeit

Mir scheint, dass heute viele Menschen die Gnade eines anfänglichen Angerührtseins durch Gott nicht so häufig erfahren. Liegt es daran, dass sie zu betriebsam sind? Würde ein Leben in Zurückgezogenheit hier bessere Chancen eröffnen? Oder müssen sie hineinfinden in ein rechtes Verhältnis zur Welt mit ihren Aufgaben und beruflichen Feldern? Also aus sich herausgehen und mit anderen und für andere Menschen tätig werden und diese Tätigkeit vor Gott tragen und vor ihm im Gebet überdenken? Und darin beständig bleiben, ohne nach tiefen Erfahrungen zu schielen?


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 Adson_von_Melk 15. April 2013 

@nova creatura, denken Sie daran, ins Kloster zu gehen

weil die Welt zu "laut" ist? Weil Sie meinen, dort endlich sei es still und heilig, irgendwie perfekt?

Fliehen Sie! Laufen Sie, was sie können, denn Sie (und das Kloster) sind in Gefahr.

Die Art von Frieden bei und mit Gott, die findet man entweder bei sich oder gar nicht. In keinem Orden, nicht im Zen nicht als Sufi.

Es scheint sogar - ich drücke mich mit der gebotenen Vorsicht aus - man findet ihn am ehesten, wenn man ihn nicht mit Absicht sucht. Wenn man sich selbst vergisst.

Wenn Sie die Stille aber wirklich gefunden haben, ist der Gartenhäcksler auch mit 116dB kein Krisenfall mehr, sondern bloß ein Werkzeug, das man dann und wann benutzt.


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 christit 13. April 2013 
 

@nova creatura

Wir können wohl nur uns selbst immer wieder in die Stille begeben, (die es ja immer irgendwo zu finden gibt ;-) und die Liebe leben, auch für die Lauten. Ich glaube, den Nachfolger Christi können wir nur in uns selbst finden - und beleben, um das Gefundene voller Demut und Dankbarkeit in die Welt zu geben.


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 nova creatura 13. April 2013 
 

einfach leben, in der Nachfolge Christi

Hier an dem Ort, wo ich bin (und auch an früheren) wird beim Essen gerne vorgelesen. Vorallem über die Demut und das einfache, kontemplative Leben. Doch leider passt das Vorgelesenen höchst selten zum Gelebten.

Stille, Kontemplation, Rückzug von der betrieblichen Welt, Überwindung des Egoismus (also Demut), wären angesagt. Doch was tatsächlich geschieht, hat mit Christentum nicht mehr viel zu tun (Gartenhäcksler mit 116 dB!! Amen.).

Ich beginnen zu verstehen, weshalb Pater Gabriel Bunge zu den russisch ortodoxen gewechselt hat. Ob es da wohl noch besser ist? Oder bei den Griechen? Oder im ZEN? Oder bei den Sufis?

Wo sind sie geblieben, die wahren Nachfolger Christi? Oder waren die Mönche auf dem falschen Weg? Und die Wüstenväter?

Sag mir ein gutes Wort!


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 christit 12. April 2013 
 

@vonderwiege

Aber liebe(r) Vonderwiege,
eben jene Triumphalismen sind doch gemeint, von denen Sie sich in Versuchung führen lassen, wenn Sie über die "lauen Deutschsprachigen" schreiben... kein Triumphalismus ist nötig, wenn Sie sich in beständiger Christusnachfolge üben.


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 Vonderwiege 12. April 2013 
 

Ein herzliches Vergeltsgott für diese wirklich wieder allerliebste Pille!

Gratuliere, das Sie es wieder geschafft haben, uns Katholiken solche Zeilen zu schreiben! Danke! Es ist wirklich so, wie unser Heiliger Vater gemäss der Lehre unseres geliebten Papa Emerito schreibt. Die ZEit wirt kommen, wo auch die lauen Deutschsprachigen aufgeweckt werden. Aber es wirt schmerzen!!!


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