Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Die Kirche muss sich von Moralismus und Ideologie befreien

19. April 2013 in Aktuelles, 50 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus-Perle des Tages: Die Ideologen enden dabei, talentlose Intellektuelle zu werden, Moralisten ohne Güte. Die Reinheit des Herzens ist einfach und führt auf den Weg der Umkehr. Aufruf zum Gebet für die Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Wort Gottes muss demütig angenommen werden, denn es ist ein Wort der Liebe. Nur so kann es in die Herzen der Menschen eintreten und ihr Leben ändern. Mit diesen Worten wandte sich Papst Franziskus in seiner Predigt zur heiligen Messe am Freitag der dritten Osterwoche an die versammelte Gemeinde im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“. An der Eucharistiefeier nahmen einige Angestellte der vatikanischen Druckerei und der Zeitung „L’Osservatore Romano“ teil.

Die Bekehrung des Apostels Paulus und die Rede Jesu in der Synagoge von Kafarnaum standen ausgehend von den Lesungen des Tages (Apg 9,1-20; Joh 6,52-59) im Mittelpunkt der kurzen Predigt des Papstes, die sich auf das Sprechen Jesu konzentrierte: Jesus spreche zu Saulus, der ihn verfolge, er spreche zu Hananias, der aufgerufen werde, Saulus aufzunehmen, und er spreche auch zu den Gesetzeslehrern. Ihnen sage er: „Wer mein Fleisch nicht isst und mein Blut nicht trinkt, der wird nicht gerettet werden“.


Die Stimme Jesu „geht durch unseren Geist und gelangt zum Herzen. Denn Jesus sucht unsere Umkehr“. Paulus und Hananias erwiderten erstaunt, doch offenen Herzens. Sie „antworten wie die Großen der Heilsgeschichte, wie Jeremia, Jesaja. Auch Mose hat seine Schwierigkeiten gehabt: ‚Herr, ich verstehe es aber nicht, zu reden, wie soll ich zu den Ägyptern gehen und ihnen das sagen?’ Und Maria: ‚Herr, aber ich bin doch nicht verheiratet!’ Dies ist die Antwort der Demut, die Antwort dessen, der das Wort Gottes mit dem Herzen annimmt. Die Gesetzeslehrer dagegen antworten allein mit dem Kopf. Sie wissen nicht, dass das Wort Gottes zum Herzen geht, sie wissen nichts von Umkehr“.

Wer aber sind jene, die allein mit dem Kopf antworten? Franziskus betonte: „Das sind die großen Ideologen. Das Wort Jesu geht zum Herzen, weil es Wort der Liebe ist, das schöne Wort, das Liebe bringt, das uns lieben lässt. Die Ideologen ‚schneiden die Straße ab’, auch die Straße der Schönheit. Und sie diskutierten scharf unter sich: ‚Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?’ All das: ein Problem des Verstandes! Und wenn die Ideologie in die Kirche einzieht, wenn die Ideologie in das Verständnis des Evangeliums eintritt, versteht man nichts“.

Es handle sich dabei um jene Menschen, die den „Weg der Pflicht“ einschlagen: „das ist der Moralismus von den Leuten, die den Anspruch erheben, das Evangelium nur in dem zu verwirklichen, was sie mit dem Kopf verstehen“. Somit befänden sie sich nicht „auf dem Weg der Umkehr, auf jenem Weg, zu dem Jesus einlädt“.

Mehr noch: „Auf dem Weg der Pflicht laden sie alles auf den Schultern der Gläubigen ab. Die Ideologien verfälschen das Evangelium. Jede ideologische Interpretation, von welcher Seite sich auch kommen mag, ist eine Verfälschung des Evangeliums. Und diese Ideologen – wir haben es in der Geschichte der Kirche gesehen – enden dann dabei, talentlose Intellektuelle zu werden, Moralisten ohne Güte. Und von der Schönheit reden wir mal gar nicht, denn von ihr verstehen sie nichts“.

Die Straße der Liebe dagegen, „die Straße des Evangeliums ist einfach: es ist jene Straße, die die Heiligen verstanden haben“.

„Die Heiligen bringen die Kirche voran!“, so Franziskus zum Schlusse seiner Predigt: „Die Straße der Umkehr, die Straße der Demut, der Liebe, des Herzens, die Straße der Schönheit... Wir wollen heute zum Herrn für die Kirche beten: der Herr befreie sie von jeglicher ideologischer Interpretation und öffne das Herz der Kirche, unserer Mutter Kirche, für das einfache Evangelium, für jenes reine Evangelium, das zu uns von Liebe spricht, das Liebe bringt und so schön ist! Und es macht uns auch schön, uns, mit der Schönheit der Heiligkeit. Wir wollen heute für die Kirche beten!“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  13. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz