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Die Kirche muss sich von Moralismus und Ideologie befreien

19. April 2013 in Aktuelles, 50 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Die Ideologen enden dabei, talentlose Intellektuelle zu werden, Moralisten ohne Güte. Die Reinheit des Herzens ist einfach und führt auf den Weg der Umkehr. Aufruf zum Gebet für die Kirche. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Das Wort Gottes muss demütig angenommen werden, denn es ist ein Wort der Liebe. Nur so kann es in die Herzen der Menschen eintreten und ihr Leben ändern. Mit diesen Worten wandte sich Papst Franziskus in seiner Predigt zur heiligen Messe am Freitag der dritten Osterwoche an die versammelte Gemeinde im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“. An der Eucharistiefeier nahmen einige Angestellte der vatikanischen Druckerei und der Zeitung „L’Osservatore Romano“ teil.

Die Bekehrung des Apostels Paulus und die Rede Jesu in der Synagoge von Kafarnaum standen ausgehend von den Lesungen des Tages (Apg 9,1-20; Joh 6,52-59) im Mittelpunkt der kurzen Predigt des Papstes, die sich auf das Sprechen Jesu konzentrierte: Jesus spreche zu Saulus, der ihn verfolge, er spreche zu Hananias, der aufgerufen werde, Saulus aufzunehmen, und er spreche auch zu den Gesetzeslehrern. Ihnen sage er: „Wer mein Fleisch nicht isst und mein Blut nicht trinkt, der wird nicht gerettet werden“.

Die Stimme Jesu „geht durch unseren Geist und gelangt zum Herzen. Denn Jesus sucht unsere Umkehr“. Paulus und Hananias erwiderten erstaunt, doch offenen Herzens. Sie „antworten wie die Großen der Heilsgeschichte, wie Jeremia, Jesaja. Auch Mose hat seine Schwierigkeiten gehabt: ‚Herr, ich verstehe es aber nicht, zu reden, wie soll ich zu den Ägyptern gehen und ihnen das sagen?’ Und Maria: ‚Herr, aber ich bin doch nicht verheiratet!’ Dies ist die Antwort der Demut, die Antwort dessen, der das Wort Gottes mit dem Herzen annimmt. Die Gesetzeslehrer dagegen antworten allein mit dem Kopf. Sie wissen nicht, dass das Wort Gottes zum Herzen geht, sie wissen nichts von Umkehr“.

Wer aber sind jene, die allein mit dem Kopf antworten? Franziskus betonte: „Das sind die großen Ideologen. Das Wort Jesu geht zum Herzen, weil es Wort der Liebe ist, das schöne Wort, das Liebe bringt, das uns lieben lässt. Die Ideologen ‚schneiden die Straße ab’, auch die Straße der Schönheit. Und sie diskutierten scharf unter sich: ‚Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?’ All das: ein Problem des Verstandes! Und wenn die Ideologie in die Kirche einzieht, wenn die Ideologie in das Verständnis des Evangeliums eintritt, versteht man nichts“.

Es handle sich dabei um jene Menschen, die den „Weg der Pflicht“ einschlagen: „das ist der Moralismus von den Leuten, die den Anspruch erheben, das Evangelium nur in dem zu verwirklichen, was sie mit dem Kopf verstehen“. Somit befänden sie sich nicht „auf dem Weg der Umkehr, auf jenem Weg, zu dem Jesus einlädt“.

Mehr noch: „Auf dem Weg der Pflicht laden sie alles auf den Schultern der Gläubigen ab. Die Ideologien verfälschen das Evangelium. Jede ideologische Interpretation, von welcher Seite sich auch kommen mag, ist eine Verfälschung des Evangeliums. Und diese Ideologen – wir haben es in der Geschichte der Kirche gesehen – enden dann dabei, talentlose Intellektuelle zu werden, Moralisten ohne Güte. Und von der Schönheit reden wir mal gar nicht, denn von ihr verstehen sie nichts“.

Die Straße der Liebe dagegen, „die Straße des Evangeliums ist einfach: es ist jene Straße, die die Heiligen verstanden haben“.

„Die Heiligen bringen die Kirche voran!“, so Franziskus zum Schlusse seiner Predigt: „Die Straße der Umkehr, die Straße der Demut, der Liebe, des Herzens, die Straße der Schönheit... Wir wollen heute zum Herrn für die Kirche beten: der Herr befreie sie von jeglicher ideologischer Interpretation und öffne das Herz der Kirche, unserer Mutter Kirche, für das einfache Evangelium, für jenes reine Evangelium, das zu uns von Liebe spricht, das Liebe bringt und so schön ist! Und es macht uns auch schön, uns, mit der Schönheit der Heiligkeit. Wir wollen heute für die Kirche beten!“.


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Lesermeinungen

 Viator Hungaricus 26. April 2013 

@dspecht

Tatsächlich sind beide von Ihnen angeführten Fälle mehr als problematisch. Man soll dabei aber bedenken, daß diese Aussagen nicht vom Hl. Vater stammen, sondern eben von anderen, die sich freilich offenkundig durch ihn ermutigt fühlen, "aus der Deckung zu gehen". Ob zu recht, das wird die Zeit zeigen. Ich kann es mir nicht vorstellen, wenn ich etwa die eindeutigen jüngsten Äußerungen des Hl. Vaters zum Thema Jesus Christus und die Kirche betrachte. Zugegeben: Auch ich wünschte mir an manchen Stellen mehr Eindeutigkeit und Klarheit. Aber der Hl. Vater wird wohl seine Gründe haben. In dem Buch "Mein Leben, mein Weg" betont er immer wieder sinngemäß, daß man Menschen besser überzeugt, indem man das affirmiert, woran man glaubt, als durch Negieren dessen, was man als falsch erkannt hat. Dies scheint er auch jetzt zu praktizieren. Freilich dürfen klare und deutliche Einsprüche gegen Irrlehren und -wege nicht fehlen, und auch dieser Hl. Vater wird sie erheben müssen, früher oder später.


1
 
 dspecht 25. April 2013 
 

@adson_von_melk, @jadwiga @templariusz777, und alle

Lieber Adson, ich muss ihre Interpretation leider teilen - und die von jadwiga, templarius..., wobei ich Ihre Reaktion teile, Adson, und die von jadwiga etc. daher ebenfalls ablehnen muss.

ich gebe gerne zu, dass diese Predigt selbst und allein in der Tat ein solch hartes Urteil, wie sie (und ich) es fällen, nicht rechtfertigt; man könnte mit einer lectio benevolentiae zunächst dem Konsens der übrigen Forumsteilnehmer zustimmen.

Aber wenn man den Kontext der letzten Reden und Taten Franz' dazu nimmt, insbes. auch die Predigt Cantalamessas am Karfreitag, dann bleibt nur die eine Interpretation übrig -- Ihre!

Daher muss ich wie jadwiga und templarius auch den consensus gegen sie hier sprengen.

Lesen sie mal die Karfreitagspredigt - es ist das gleiche in grün, was Marini vor kurzem gesagt hat und worüber sich hier auf kath.net viele empört haben!! Die Karfreitagspredigt hatte zumindest den stillschweigenden consens Franz' - und auch bei Marini ist dies dann wohl kaum anders.


0
 
 gertrud mc 22. April 2013 
 

@Scotus, man muss Sie einfach mögen - und diesen "apostolischen Zwang" haben Sie nicht allein hier, keine Sorge!


2
 
 Scotus 21. April 2013 

Liebe @Alle!

Gleich vorweg: ich möchte mich nicht wichtig machen; dennoch häufen sich meine Kommentare - besonders diesen Artikel betreffend. Keinesfalls aber geht es mir darum, mich wichtig zu machen. Es ist vielmehr ein ganz seltsamer apostolischer Zwang, der mich antreibt, meinen Senf da und dort dazuzugeben.

Und weil ich schon einmal dabei bin, möchte ich mich gleich auch ein für allemal dafür entschuldigen, dass ich es bis dato nicht geschafft habe, auch nur ein einziges Post fehlerfrei zu verfassen. - Verzeiht mir bei dieser Gelegenheit bitte auch meine Schlampigkeit!

Und weil ich in meinem ersten Kommentar einzelne Theologen "Mittäter" nannte, und denen Joseph Ratzinger mit seiner "betenden" Theologie entgegenhielt, kam mir Reinhold Schneiders Gedicht in den Sinn, das ich nun zum Überdruss möglicherweise aller jetzt auch noch in voller Länge posten möchte. Aber in erster Linie natürlich deswegen, weil es auch zum Thema passt.


1
 
 Scotus 21. April 2013 

Allein den Betern

Allein den Betern kann es noch gelingen
Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten
Und diese Welt den richtenden Gewalten
Durch ein geheiligt Leben abzuringen.

Denn Täter werden nie den Himmel zwingen:
Was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
Was sie erneuern, über Nacht veralten,
Und was sie stiften, Not und Unheil bringen.

Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert,
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,

Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen, die kein Aug’ entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Leben füllen.

(Reinhold Schneider)


2
 
 Scotus 21. April 2013 

Sie haben Recht @gertrud mc

Die Dummen passen nicht dazu.

P.S. Hab erst neulich wieder den Aufsatz von Dietrich Bonhoeffer "Von der Dummheit"
http://www.cleansed.de/dummheit.php
durchgelesen: Die Dummen gehören definitiv nicht dazu.


3
 
 Philalethes 21. April 2013 
 

Philalethes

@Mysterium ineffabile 19.4.2013
Auch Sie haben den Hl.Vater falsch verstanden. Mit den Ideologen meint er diejenigen, die das Evangelium lediglich in ihrem Kopf haben, aber nicht in ihrem Herzen. Sie machen aus ihnen diejenigen, die dem moralischen Anspruch des Evangeliums nicht folgen. Das ist zwar ein sehr wichtiges, aber ein anderes Thema! – Wenn Sie mit diesem Irrtum auch noch leichtfertig über „Küng und Konsorten“ urteilen, dann haben Sie außerdem das Evangelium falsch verstanden. Dort steht: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ (Math.7,1).


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 Philalethes 21. April 2013 
 

Philalethes @ Mysterium ineffabile, 19.4.2013


0
 
 templariusz777 20. April 2013 
 

@Scotus

Ich möchte die Intention Papst Franziskus wie folgt zusammenfassen: "Weniger reden, mehr machen!"
Ich sehe das gemäß nach LK 6,9. Die Neo-Pharisäer sind dermaßen von der Richtigkeit ihrer "theologischen Vernunft" überzeugt, dass sie das Grundlegende vergessen: Sich vom Hl. Geist führen zu lassen, wenn es auch bedeutet, gegen "Gesetze" zu verstoßen. Denn das Gute und Richtige ist nie gesetzt, sondern nur geboten.
Dass Papst Franziskus diese neo-pharisäische Lehre und Handlungsweise bloßstellt, ist nur richtig.


4
 
 Scotus 20. April 2013 

Wir brauchen uns alle gegenseitig.

Danke, liebe @gertrud mc.!

Und ich möchte es wagen, ihren letzten Satz zu Ende zu führen: [...] und von einfachen und leidenden Menschen dürfen wir in besonderer Weise lernen, was die Vernünftigkeit der Liebe bedeutet.

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies nicht den Experten und Bescheidwissern dieser Welt offenbart hast, nicht den Zynikern und Schriftgelehrten, sondern den Kindern, den Unmündigen und Dummen, einfach so.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.


1
 
 Scotus 20. April 2013 

Amor intellectus est.

sagt Wilhelm von Saint-Thierry.

Die Liebe selbst ist Vernunft.


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 Sterblicher 20. April 2013 
 

@alle

Es gibt nur ganz wenige Foren, wo man so offen und fruchtbar diskutieren kann. Dieses hier ist mit Abstand das beste Forum des Internets. Dank auch an die Moderatoren, die sich fast rund um die Uhr die Mühe machen, "Ausrutscher" (auch mal aus meiner Feder) rauszufiltern.
Ich meine festzustellen, dass die Diskussionskultur während der letzten Jahre noch besser geworden ist, dem neuen, versöhnlichen Geist der katholischen Kirche entsprechend. Unter diesem großen Dach können sich wieder alle beheimatet fühlen, was für Erfahrungen ihr Leben auch immer geprägt haben.
Vielen Dank für diesen bereichernden Austausch!


3
 
 jadwiga 20. April 2013 

@Albertus Magnus,

danke, Sie haben mir geholfen das noch besser zu verstehen.

Man kann das aber auch andersrum argumentieren:Es gibt keine theologische Vernunft, wenn der Glaube fehlt. Dementschprechend ein gut ausgebildeter Theologe ohne Glaube ist für die Kirche ein Geisterfahrer.


6
 
 Scotus 20. April 2013 

Glaube und Vernunft gehören unbedingt zusammen

Die Vernunftkritik von Papst Franziskus bezieht sich nicht auf das, was landläufig als das Gegenteil vom Glauben verstanden wird. Wenn also unsere lieben atheistischen Freunde behaupten, gläubige Menschen würden nur glauben, weil sie nicht denken wollen, irren so gewaltig wie ein Gläubiger, der meint, die Vernunft sei eine Gefahr für unseren Glauben.
Sie gehören zusammen, wie @Marienzweig schon sagte: unbedingt!

Benedikt sagte einmal: "Wenn die Vernunft aus Sorge um ihre vermeintliche Reinheit taub wird für die große Botschaft, die ihr aus dem christlichen Glauben und seiner Weisheit zukommt, dann verdorrt sie wie ein Baum, dessen Wurzeln nicht mehr zu den Wassern hinunterreichen, die ihm Leben geben."

P.S. Die Kritik von Papst Franziskus richtet sich also wesentlich gegen Küng, Zulehner und andere Mittäter, keinesfalls aber gegen die echte Theologie - die betende und kniende - eines Joseph Ratzinger.


3
 
 Sterblicher 20. April 2013 
 

Wie vernünftig ist die Welt ...

... nach fast 250 Jahren Vernunftprinzip? Allein mit der Gnade und Liebe Gottes wird es fruchtbar. Ohne diesen Geist wird es zum Fluch, weil es in irdische Machtwillkür und Gewalt mündet. Benedikt hat es immer betont: Der Glaube ist an sich vernünftig, weil er alle Menschen in das göttliche Naturrecht einbindet und damit der Willkür irdischer Mächte entreisst.


4
 
 paxetbonum2 20. April 2013 
 

Moralismus

Welcher lebensfremden übertriebenen sittlichen Forderungen muss sich die Kirche entledigen???


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 Albertus Magnus 20. April 2013 
 

@jadwiga

Genau, der Glaube ist kein Ersatz für die Vernunft, sondern ist in diese eingebettet. Man sollte meiner Meinung nach sehr vorsichtig sein, wenn jemand den Gebrauch der Vernunft ablehnt. Meinst handelt es sich dabei um faule Personen mit einem schwachen Glauben.


5
 
 Sterblicher 20. April 2013 
 

@Familienvater

Das mit dem schlechten Deutsch nehmen Sie bitte zurück! ;-) Ansonsten? Volltreffer, würd' ich sagen!


4
 
 Familienvater 20. April 2013 
 

Papst Franziskus hilft uns, unser Christsein neu zu überdenken

Entschuldigen sie mein deutsch - ich lebe in Prag und meine Muttersprache ist tschechisch. Ich fühle mich vom neuen Papst auch sehr angesprochen und auf gesunde Weise in meinem christlichen Selbstverständnis hinterfragt. Ist es nicht gerade das, was uns der heilige Geist durch Franziskus lehren will: Dass wir uns selbst auf den Prüfstand stellen und uns fragen, ob das, was wir für gut christlich halten, auch wirklich authentischem Christsein entspricht? So verstehe ich auch seine letzte Predigt: Die grosse und durchaus richtige Betonung der Vernunft durch Papst Benedikt klang katholischen Intelektuellen wie Honig. Sie sahen sich bestätigt und neigten vielleicht dazu, sich zu wichtig zu nehmen. Franziskus betont dagegen das Herz und die Einfachheit des Glaubens. Das ist für einen theologisch interessierten Christen (auch ich gehöre dazu) vielleicht weniger attraktiv. Ist nicht gerade das, was wir hören sollen, um nicht einem Intellektualismus und intellektuellem Hochmut zu verfallen?


6
 
 jadwiga 20. April 2013 

Was verstehen, die meisten Mitstreiter hier unter dem Begriff Vernunft?

Ich weiss es nicht, ob Sie jetzt das meinen, was ich unter der theologisch gemeinter Vernunft verstehe?

Beispiel
Gott sagt:"Verkaufe alles, was du hast und gib den Armen"
Meine menschliche Logik sagt mir: "Das kann nicht gut für dich ausgehen"
Wie handle ich?
Wenn ich einen starken Glauben habe, dann erst, meiner Meinung nach, entsteht die theologisch gemeinte Vernunft.Ich tue das, was Gott von mir verlangt.

Wenn ich aber nicht genung gläubig bin, handle ich nur nach menschlicher Logik:Ich behalte mein Eigentum oder gebe nur ein Teil davon weg, weil das für mich vernünftig ist.


2
 
 bücherwurm 20. April 2013 

Theodor69: Im Namen aller User Danke für Ihr Lob!!!

Ich darf dabei daran erinnern, dass das, was Theodor69 lobt, ein Ziel ist, das wir nur erreichen, wenn sich jeder unserer User aktiv darum bemüht.
Die Forumsleitung bittet deshalb in diesem Punkt um die aktive Mithilfe jedes einzelnen Users :)


5
 
 Theodor69 20. April 2013 
 

Finde die Diskussionen im Forum beeinruckend

Mir imponiert sehr, wie in diesem Forum diskutiert wird - große Wertschätzung, hohes Niveau und sachlich. Da kann jemand auch die Rede vom Papst in einer durchaus geeigneten Form hinterfragen und daraus entspinnt sich eine wirklich gute Diskussion! Gratulation an alle!


2
 
 Sterblicher 20. April 2013 
 

Der Kern der christlichen Botschaft ist doch ...

... so erschreckend einfach, dass unser streitlustiger, rechthaberischer Intellekt daran schlicht scheitert. Ungnädiges "Rechthabenwollen" gerät gerade in eine schlechtes Licht. Da nimmt der Papst doch tatsächlich unzähligen Profi- und Hobbytheologen ihr Spielzeug weg! Wer kann darüber schon glücklich sein?


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 Ester 20. April 2013 
 

Der Verstand ist ein Geschenk Gottes

das er oft missbraucht wird, um "tierischer als jedes Tier zu sein" ist das Problem nicht der Verstand!


1
 
 Mark Nie 20. April 2013 
 

Kopf, Herz und Bauch

Kopf, Herz und Bauch

Wir brauchen Kopf und Bauch. Das Zentrum unseres Glaubens ist jedoch das Herz. - Verstand und Gefühl dürfen und müssen sich in der Liebe ergänzen.


0
 
 jadwiga 20. April 2013 

@ Bücherwurm

Ich habe auch nicht gesagt, dass die kindliche Frömigkeit die theologisch-gelehrte Frömigkeit ausschließt. So eine "Zusammensetzung" ist für mich eher eine Seltenheit, eine Rarität, leider, kein Massenmphänomen.
Die Bibel dagegen muss möglichst für viele Seelen verständlich ausgelegt werden.


0
 
 bücherwurm 20. April 2013 

jadwiga und templariusz:

nach dem Lesen Ihrer Beiträge könnte man ja meinen, bei den gelehrten Katholieken wuchere die Häresie, aber bei den kindlich-frommen Katholiken sei die Welt komplett in Ordnung. Ich darf Sie aber informieren, dass es kindlich-fromme Gelehrte geben kann, dass aber andererseits gelegentlich auch bei kindlich-frommen Gläubigen einiges in Glaube und Lehre sehr im Argen liegt!

Vielleicht möchten Sie diese Info mitnehmen: die kindliche Frömmigkeit und die theologisch-gelehrte Frömmigkeit gegeneinander auszuspielen, das ist von der katholischen Lehre und Tradition in keiner Weise gedeckt. Die beiden Formen sollen sich nicht bekämpfen, sondern ergänzen - im Idealfall sogar in jedem Gläubigen selbst. Wer also kindlich-schlicht glauben kann, der strebe nach der gediegenen Hausmannskost der katholischen Gelehrsamkeit, wer sich leichter intellektuell annähert, der öffne sich auch dem kindlich-frommen Glauben.


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 jadwiga 20. April 2013 

Ich "bewundere" es immer wie die Theologen und Ideologen mit großem Eifer tiefgehenden Analysen der Bibel vollziehen. Ich sage es ehrlich, dass das, meiner Meinung nach, für einen durchschnittlichen Christen unbrauchbar ist.

Der schnellste Weg, meiner Auffassung nach, Gottes "Anliegen" zu entziffern ist die Einfacheit des Geistes. Diese Methode kann jeder beherrschen indem er wie ein Kind vertraut, dass der Gott ihn unheimlich liebt. Das ist alles, was man benötigt um das Evangelium zu verstehen.


3
 
 jadwiga 20. April 2013 

@templariusz777,

Ich bin ganz Ihrer Meinung. Leider bei der "Stimmabgabe" ist etwas schief gelaufen! Sorry!!!


2
 
 templariusz777 20. April 2013 
 

@Adson_von_Melk

Anders als die andere lese ich eine konkrete "Vernunftfeindlichkeit" heraus und anderes als Sie befürworte ich diese.
Theologen und Ideologen fahren die Kirche an die Wand und bringen die Gläubigen in ihrem Seelenheil nicht weiter. Es sind die einfachen Heiligen, welche die Segnungen des Hl. Geistes empfangen und aus einer inneren und tiefen Motivation, ja, etwas das sie vorantreibt, leben und handeln. Sie sind klare Vorbilder, denen wir nacheifern sollten.


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 myschkin 19. April 2013 
 

Sehr beeindruckende Debatte

Ich habe die hier laufende Debatte mit großen Interesse verfolgt. Und ich möchte die Kommentatorinnen und Kommentatoren für ihr Engagement sehr loben. So wie hier sollte das Gespräch über den Glauben immer laufen: beherzt, nachdenklich und freundlich. Dann haben auch diejenigen etwas davon, die nur mitlesen. Ein Zweites gefällt mir an der Debatte: Es zeigt sich, dass wir alle in einer Lernphase sind, in der es darum geht, sich auf Papst Franziskus einzustellen, und sich umzugewöhnen. Das heißt ja nicht, dass die Verehrung für die vorausgegangenen Päpste kleiner wird. Wir sollten aber auch offen dafür sein für die Aspekte unseres Christseins, die der neue Papst uns auf seine Art nahebringen will. Er wird uns damit sicher nicht von Papst Benedikts Mahnung zu einer mit der Vernunft im Einklang stehenden Glaubenskultur abbringen wollen.


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 Aventin 19. April 2013 
 

Also, wenn ich hier so lese, was

Papst Franziskus jeden Tag so predigt, dann verstehe ich nicht, worauf sich die Hoffnung der deutschsprachigen Progressiven gründet, er sei einer der Ihren. Das Einzige, was dafür spricht, ist seine offenbar weniger ausgeprägte Wertschätzung für die Liturgie. In dem, was er predigt, sehe ich keine Differenz zu Benedikt. Er predigt halt in einer einfacheren direkteren Sprache. Wie sehen das andere Forumsteilnehmer?


7
 
 Adson_von_Melk 19. April 2013 

S.g. Forum vielen Dank für die Antworten

Ich habe tatsächlich gemeint, aus der Predigt eine Geringschätzung der Vernunft als solcher hören zu müssen. Es ist aber offenbar Konsens, dass das ein Irrtum von mir war.

Was mich sehr erleichtert, denn die Vernunft und die durch sie aufscheinende Wahrheit sind die einzige und daher unverzichtbare Brücke zwischen Glaube und Unglaube, oft genug auch zwischen dem Glauben des einen und dem Glauben des anderen.

Wenn die Kirche sich "katholisch" nennt, müssen viele verschiedene Charismen und Sensibilitäten Platz haben. Aber genau dann kann keine davon selbst den Rahmen setzen, das kann nur die Vernunft.

Ich möchte mich übrigens noch für die guten Worte von @Marienzweig, @Viator, @Mysterium bedanken, die mich heute Abend sehr gefreut haben :-)

Hier eine Vertonung des Carmen von Alanus ab Insulis
http://www.youtube.com/watch?v=kFQv0v5euJI

Der Schluss des vollen Textes lautet:

Mentis rector et auriga
mentem rege, fluxus riga,
ne fluant in devia.


4
 
 Mysterium Ineffabile 19. April 2013 

@adson_von_Melk

Mein lieber Adson, Sie wissen, wie sehr ich Sie schätze. Aber diesmal haben Sie den Heiligen Vater missverstanden.

Wie oft haben wir hier über die sich selbst als solche betitelnden "Intellektuellen" gesprochen! Benedikt XVI. hätte das Wort "verkopft" nicht benutzt. Er hat es anders gesagt, und deshalb seinen großartigen Vorschlag zu Vernunft und Glaube gemacht, den weder die Kirche noch die Welt angenommen haben.

Es geht dem Heiligen Vater um die Ideologen à la Küng und Konsorten, um jene, der nur im Kompromiss mit sich selbst leben, um jene, die sich als die "Gescheiten" präsentieren und nur im Schein leben. Gerade mit seiner Aussage verlangt er höchste Anstrengung. Der Vernunft. Die er "Umkehr" nennt.

Denken Sie doch daran, wie Sie mit William zur Abtei gelangt waren. Wie Sie das Kirchenportal bewunderten. Omnis mundi creatura, quasi liber et pictura, nobis est et speculum.


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 Marienzweig 19. April 2013 

@Don Quichotte!

Petrus reagiert auf Jesu Ankündigung von Leiden sehr menschlich.
"Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!" (Mt 16, 21-23)
Kann man -unserem menschlichen Empfinden entsprechend- Petrus verübeln, dass er das Leiden seines geliebten Freundes abwehren und verhindern möchte?
Es ist eine nachvollziehbare Gefühlsäußerung des Jüngers.

Jesus hatte Petrus gegenüber einen großen Erkenntnisvorsprung.
Er wusste, wofür er leiden sollte und dass es einen Sinn haben würde.
Petrus war dieser Sinn, nämlich Gottes Erlösungswillen, zu jenem Zeitpunkt noch verborgen.
Auch wir wollen ja Leid für uns oder unsere Lieben wegschieben.


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 Sterblicher 19. April 2013 
 

Jetzt nimmt uns dieser Papst auch noch unseren Streitinhalt!

Traditionalisten gegen Progressisten. Kreationisten gegen Evolutionisten. Wir schleudern uns die Argumente um die Ohren. Der Gewinner kommt in den Himmel. Oder doch nicht?


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 Don Quichotte 19. April 2013 

Auch der Apostel Petrus war ein Ideologe....

Dazu fällt mir spontan die Reaktion des Petrus auf die Leidensankündigung Jesu ein: Nein! Das darf nicht geschehen!
Das paßt nicht ins Weltbild des Petrus - aber auch nicht zu seinem Gottesbild ...

Immer wenn ich bei dieser Bibelstelle ankomme, frage ich mich, ob Jesus wirklich den Petrus so schroff zurechtgewiesen hat ... aber vielleicht war auch eine Art Schocktherapie erforderlich? Jedenfalls hat Petrus damals sein (unreflektiertes?) Weltbild verloren.


4
 
 EinChrist 19. April 2013 
 

Etwas unsicher:

Der Aussage:

"Wir wollen heute zum Herrn für die Kirche beten: der Herr befreie sie von jeglicher ideologischer Interpretation und öffne das Herz der Kirche, unserer Mutter Kirche, für das einfache Evangelium, für jenes reine Evangelium, das zu uns von Liebe spricht, das Liebe bringt und so schön ist!"

kann ich voll und ganz zustimmen.

Trotzdem eine kritische Anfrage: was ist das "reine" Evangelium? Ist nicht jeder Blick auf das Evangelium schon irgendwie "ideologisch" geprägt? Wie kann ich mich davon frei machen, und welches Evangelium bleibt davon dann übrig? Das der katholischen Kirche? Oder der evangelischen Gemeinschaft?

Welche Rolle spielt das Lehramt in der deutlichen Auslegung des Evangeliums?!

Nichts gegen den Papst, einfach nur Anfragen meinerseits, auch an uns alle.

Sehr schön:

"Die Heiligen bringen die Kirche voran! Die Straße der Umkehr, die Straße der Demut, der Liebe, des Herzens, die Straße der Schönheit"


5
 
 Viator Hungaricus 19. April 2013 

Lieber Adson_von_Melk,

Es ist beruhigend zu sehen, daß es dem Hl. Vater gelingt, selbst Sie einmal aus der Ruhe zu bringen, so geht es mir zur Zeit freilich auch häufig. Allerdings nicht in diesem Fall, denn er redet ja hier keineswegs einer fides sine ratione das Wort, sondern warnt vor einer ratio sine fide bzw. sine caritate. Eine ratio ohne Liebe degeneriert zur Ideologie - das ist genau das, was uns Benedikt XVI. ein Leben lang gelehrt hat. Und wen stellt Franziskus uns nun ebenso als Vorbild vor Augen? Keine gefühlsduselnden Gutmenschen, keinen lutherischen Fideismus, sondern die Heiligen. Wenn ich höre: "Demut, Liebe, Schönheit", so kommt mir nicht zuletzt der Hl. Thomas von Aquin in den Sinn, seine tiefe intellektuelle Demut und Liebe. Mich freut hingegen an dieser Predigt, daß der Hl. Vater endlich einmal über die Schönheit spricht, von der bisher in seinen Ansprachen und Predigten weniger die Rede war und hoffe, daß auch die Schönheit des Gottesdienstes mitgemeint ist.


5
 
 antony 19. April 2013 

@ Adson - auch der Heilige Paulus schreibt...

... "Und wenn ich ... alle Geheimnisse und alle Erkenntnisse weiß... aber keine Liebe habe, so bin ich nichts."

Damit schätzt er nicht die Erkenntnis gering, sondern nur die lieblose Erkenntnis.


11
 
 Marienzweig 19. April 2013 

Lieber @Adson von Melk!

Auch ich wäre aufgestanden, aber nicht, um mit Ihnen von dannen zu gehen, sondern um Sie zurückzuholen.
Ich hätte Sie nicht gehenlassen wollen!

In dieser Predigt haben Sie etwas vernommen, womit Sie Ihre Schwierigkeiten haben.
So erging es mir auch schon: Sich reiben an Aussagen von Papst Franziskus.

Fühlen Sie sich doch bitte nicht ausgeschlossen oder missverstanden!
Vernunft ist nie falsch!
Liebe und Demut auch nicht!
Es passt zusammen! Garantiert!


9
 
 christit 19. April 2013 
 

@Adson_von_Melk

Ich glaube, es könnte Egoismus sein, sich mit der viel besungenen Vernunft über das Gesagte stellen zu wollen. Damit sage ich nicht, ausdrücklich nicht, dass ich Sie als egoistisch oder als hochmütig empfinde. Aber die Gefahr ist groß, Vernunft und Intellekt als Mittel zu benutzen, sich über andere stellen zu wollen, nicht mehr mit dem Herzen in die Welt zu schauen. Und das ist leider an der christlichen Lehre vorbei Das weiß ich von mir selbst. Und ich muss mich immer wieder selbst befragen, ob ich mehr im Mitgefühl bin, oder ob ich andeute, mich mithilfe der Vernunft klammheimlich abzusetzen. Vielleicht gilt das auch für Sie? Der Heilige Vater wurde vom Heiligen Geist an eben diese Stelle gesetzt, da steht es uns nicht zu, ihm in seiner Predigt soetwas wie kleine Versäumnisse in den Textstellen zugestehen zu wollen...

Zuhören, glauben, umsetzen.


2
 
 Theodor69 19. April 2013 
 

Die Frage ist eher: Wie setze ich meinen Verstand ein?

1 Kor 13,2: Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.


2
 
 Gandalf 19. April 2013 

@Adson_von_Melk: Vernunftfeindlich? Das lese ich aber nicht in der Predigt ;-)


9
 
 Albertus Magnus 19. April 2013 
 

@Adson_von_Melk

Vernunftfeindlichkeit kann ich hier nicht erkennen. So weit ich die Predigt verstehe, möchte Franziskus vor "Monokulturen" warnen.


10
 
 medpilger89 19. April 2013 

Schönheit

ist das, was mir aus dem Herzen spricht. Sie ist das, was am Ende einer Entwicklung steht, wenn Glaube begonnen hat. Sie äußert sich im Verhalten der Gläubigen, die Ehrfurcht bezeugen und wieder zu den Sakramenten zurückfinden, wie in Medjugorje in der Pfarrgemeinde St. Jakob. Aber auch in der Architektur einer Kirche, in der Kirchenmusik oder der gesamten Kunst. Unser Kirchengebäude, Baujahr 1969 ähnelt einer Turnhalle, sie ist innen nackt, die Menschen sind traurig und haben keinen Hirten. Aber die meisten glauben, dass sie die moderne katholische Kirche repräsentieren. Sie freuen sich über immer geringer werdende Unterschiede zu den Protestanten. Die Fliehkräfte werden immer größer, je weiter man vom Zentrum entfernt ist,von Rom, und dann reißt die Verbindung auch ganz ab.
Danke lieber Papst Franziskus, es ist schön, vom Schönen wieder zu hören.


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 christit 19. April 2013 
 

Wunderbar...

das sind doch wir alle, die so viel lernen können und müssen. Die Gabe, zu den Menschen zu gehen, (ein Artikel vorher... auch zum Fußball!) um mit dem Herzen zu wirken. Die Gabe hat er, Papst Franziskus, offenen Herzens auf die Menschen zuzugehen, um sie mit Liebe, Bescheidenheit, Freundlichkeit und Freude zu umfangen. Wir alle sind sehr gesegnet, dass wir diese Lehre empfangen dürfen.


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 Adson_von_Melk 19. April 2013 

Wieso diese Vernunftfeindlichkeit?

Ich habe ein Leben lang gewagt, mich meines Verstandes zu bedienen und werde mich deswegen (wie bisher) nicht als Ideologe verunglimpfen lassen. Ich kann diese Aussagen nur als eine durchaus persönliche Kränkung auffassen.

Ich will zugestehen, dass das eine improvisierte Ansprache war, kein Lehrschreiben, auch die Gewichte von 'Sense' und "Sensibility' mögen in Lateinamerika anders liegen als in Europa.
Ich bin zudem nicht für Empfindeleien und das Wort "menschverachtend" (das gegen Papst Benedikt aus viel geringerem Anlass gerichtet wurde) kommt in meinem Wortschatz nicht vor.

Es gibt allerdings Dinge, die ich mir nicht einmal von einem Papst so ohne weiteres sagen lasse: Bei DIESER Predigt wäre ich in sehr starker Versuchung gewesen, aufzustehen und zu gehen.

Willkommen war ich ja offenbar nicht.


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 Karlmaria 19. April 2013 

Und von der Schönheit reden wir mal gar nicht, denn von ihr verstehen sie nichts

Man könnte schon entmutigt sein. Aber dann hätte Satan gewonnen. Also lasst uns nicht entmutigt sein und zusammen mit Seiner Heiligkeit Papst Franziskus weiter beten! Der Papst ist auf unserer Seite. Die ganze Kirche – außer denjenigen auf die das oben gesagte zutrifft - unterstützt uns!


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 kreuz 19. April 2013 

das ist mal wieder eine Perle,

..die mancherorts als bunkerbrechende Granate einschlagen wird.
aber so ist er, der Francesco.

"Es handle sich dabei um jene Menschen, die den „Weg der Pflicht“ einschlagen: „das ist der Moralismus von den Leuten, die den Anspruch erheben, das Evangelium nur in dem zu verwirklichen, was sie mit dem Kopf verstehen“.


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