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Slowakei: Bischöfe rufen zur Teilnahme an Lebensmarsch auf

5. September 2013 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Pro-Life-Marsch am 22. September in Kosice richtet sich auch gegen Zulassung eingetragener homosexueller Partnerschaften


Pressburg (kath.net/KAP/red) Die Vorbereitungen für den ersten "Nationalen Marsch für das Leben" in der Slowakischen Republik am 22. September laufen auf Hochtouren. Spektakuläre Aktionen, aber auch unerwartete Schwierigkeiten haben der Großveranstaltung schon im Vorfeld landesweite Publizität verschafft. Die Abhaltung in Kosice (Kaschau) - eine der Kulturhauptstädte Europas 2013 - hat die Intention, Aufmerksamkeit über die Slowakei hinaus zu wecken. Der Lebensmarsch wurde von der Slowakischen Bischofskonferenz gemeinsam mit dem slowakischen "Lebensforum" (Forum zivota) initiiert.

Im Vorfeld gab es Konflikte wegen der Weigerung des privaten Dienstleisters "Wagon Service", Sonderzüge von Bratislava (Pressburg) nach Kosice bereitzustellen. Der Sprecher des Lebensmarsches, Tomas Kovacik, wertete dies als "Leugnung der von der Verfassung garantierten Meinungsfreiheit".


Zwei Monate danach änderte die Gesellschaft ihre Meinung und entschuldigte sich förmlich. Sie stellt als Ausdruck ihres Bedauerns nunmehr einen der Waggons gratis zur Verfügung.

Aufsehen erregte während der alljährlichen Hauptwallfahrt nach Levoca (Leutschau) Anfang Juli auf dem dortigen Marienberg die Anbringung eines 112 Meter langen und drei Meter breiten Transparents mit der Inschrift "Narodni pochod za zivot, Kosice 22.9.13“ [Nationaler Marsch für das Leben, Kosice 22.9.13] als Ankündigung des Lebensmarsches, die von vier Personen mit 33 Litern Farbe gesprayt worden war. Am 24. Juli flog dann der Priester Andrej Legucky mit einem Segelflugzeug und einem sieben Meter langen Transparent die 2,5 Kilometer lange Strecke des Lebensmarsches in Kaschau ab, was ebenfalls großes Aufsehen erregte.

Für Diskussionen sorgte schließlich das terminliche Zusammentreffen des Lebensmarsches in Kosice mit der Regenbogenparade in Pressburg am selben Wochenende.

Widerstand gegen eingetragene Partnerschaft Homosexueller

Die slowakischen Bischöfe hatten im Juni im Blick auf den Lebensmarsch auch eine gegen homosexuelle eingetragene Partnerschaften gerichtete Erklärung veröffentlicht. Die Erklärung hält fest, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau auch heute noch eine grundlegende Institution in der Zivilgesellschaft sei. Versuche der Mensch hingegen, "das biologisch bedingte Geschlecht durch die Möglichkeit einer freien Wahl zu überwinden und auf diese Art die Gleichheit zwischen den Menschen zu gewährleisten", setze "er sich an die Stelle des Schöpfers". Auch in der Slowakei gibt es Bestrebungen, das Institut der Eingetragenen Partnerschaft für Homosexuelle zu öffnen.

Am vergangenen Sonntag, dem 1. September, wurde in den Kirchen der Slowakei ein Hirtenbrief verlesen, in dem die Bischöfe zur Teilnahme am Lebensmarsch aufrufen. Der "große Kampf um das Leben" sei nur dann zu gewinnen, wenn alle zusammenstehen. Man müsse "der Welt zeigen, dass es mehr Menschen gibt, denen am Leben gelegen ist, als solche, die laut schreien, weil sie die Medien und die Macht in ihren Händen halten".

Trailer zum ´Nationalen Marsch für das Leben´ in der Slowakischen Republik am 22.9.13


Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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