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Papst an die Priester: Bleibt in der Salbung, werdet nicht schmierig!

11. Jänner 2014 in Aktuelles, 34 Lesermeinungen
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Franziskus-Perle des Tages: Die Kraft eines Priesters liegt in seiner Beziehung mit Jesus Christus. Die Beziehung mit Jesus Christus rettet den Priester vor Götzendienst und Weltlichkeit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Priester standen im Mittelpunkt der Predigt von Papst Franziskus zur heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae”. Der Papst ging von der ersten Lesung des Tages aus dem ersten Brief des Apostels Johannes aus (1 Joh 5,5-13): „Dies schreibe ich euch, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt; denn ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes” (V. 13). Franziskus fragte sich, wie es um die Beziehung der Priester mit Jesus stehe, denn: „die Kraft eines Priesters liegt in dieser Beziehung“. „Als die Popularität Jesu wuchs“, so Franziskus, „ging er zum Vater, er zog sich an einsame Orte zurück, um zu beten“. Darin könne ein Massstab „für uns Priester“ erkannt werden: „ob wir zu Jesus gehen oder nicht. Was ist der Platz Jesu Christi in meinem Priesterleben? Handelt es sich um eine lebendige Beziehung, von Jünger zu Meister, von Bruder zu Bruder, von armem Mann zu Gott, oder ist es eine etwas künstliche Beziehung… die nicht von Herzen kommt?“.

„Wir sind durch den Geist vereint“, so der Papst, „und wenn sich ein Priester von Jesus entfernt, kann er die Salbung verlieren. In seinem Leben — nein: da hat er sie im Wesentlichen… aber er verliert sie. Und statt ein Gesalbter zu sein, endet er dabei, schmierig zu werden. Und wie sehr schaden doch der Kirche schmierige Priester! Jene, die ihre Kraft auf die künstlichen Dinge setzen, auf die Eitelkeiten, auf eine Haltung… auf eine gezierte Sprache… Doch wie oft hört man voll Schmerz sagen: ‚Das ist aber ein Schmetterling-Priester‘, weil er immer in den Eitelkeiten herumflattert… So einer hat keine Beziehung mit Jesus Christus! Er hat die Salbung verloren: er ist schmierig“.

Die Priester hätten viele Grenzen: „Wir alle sind Sünder. Doch wenn wir zu Jesus Christus gehen, wenn wir den Herrn im Gebet suchen — im Gebet der Fürsprache, im anbetenden Gebet —, dann sind wir gute Priester, obwohl wir Sünder sind. Wenn wir uns aber von Jesus Christus entfernen, so müssen wir das mit anderen… weltlichen Haltungen kompensieren. Und so kommt es zu all diesen Priestergestalten… auch zum Geschäftemacher-Priester, zum Unternehmer-Priester… Aber: der Priester, der Jesus Christus anbetet, der Priester, der mit Jesus Christus spricht, der Priester, der Jesus Christus sucht und sich von Jesus Christus suchen lässt: das ist der Mittelpunkt unseres Lebens. Wenn dies nicht gegeben ist, so verlieren wir alles. Und was werden wir dann den Leuten geben?“

„Unsere Beziehung mit Jesus Christus, die Beziehung der für sein Volk Gesalbten“, so die Mahnung des Papstes, „muss in uns Priestern jeden Tag ein wenig mehr wachsen!“:

„Es ist schön, auf Priester zu treffen, die ihr Leben gegeben haben, um wirklich Priester zu sein, und zu denen die Leute sagen: ‚Ja doch, er hat so ein Temperament, er hat dies, er hat jenes… aber er ist ein Priester!‘ Und die Leute haben ein Gespür! Wenn dagegen die Leute, um es mit einem Wort zu sagen, Priester sehen, die Götzendiener sind, die statt Jesus die kleinen, ach so kleinen Götzenbilder haben… von denen einige auch dem ‚Gott Narziss‘ ergeben sind… Wenn die Leute solche Priester sehen, sagen sie: ‚So ein Armseliger!‘ Was uns vor der Weltlichkeit und vor dem Götzendienst rettet, der uns schmierig macht, was uns in der Salbung bewahrt, ist die Beziehung mit Jesus Christus. Und heute wünsche ich euch, die ihr so freundlich wart und gekommen seid, um mit mir zu konzelebrieren: auch wenn ihr alles in eurem Leben verliert — doch verliert nie diese Beziehung mit Jesus Christus! Das ist euer Sieg. Und dann: vorwärts damit!“.

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Lesermeinungen

 Schlicht Josef 13. Jänner 2014 
 

Priestermangel.- Priestermängel

Wie sagte doch Prof. Greshake: "Das
Problem der Kirche ist weniger der
Priestermangel als die Priestermängel."


6
 
 Rut2007 13. Jänner 2014 

@frajo

Das ist ein guter Impuls von Ihnen, den ich gerne auch ab jetzt umsetzen werde! Danke!


2
 
 Rut2007 13. Jänner 2014 

@klaffer

Ja. Das habe ich wirklich hier! Und ich bin sehr dankbar. Und die Unterstützung, die Sie ansprechen, leiste ich ganz konkret - soweit mein normaler Alltag das ermöglicht. Und so, wie ein Laie einem Priester halt mit seinen beschränkten Kenntnissen und Fähigkeiten im Hintergrund zur Seite stehen kann.


4
 
 Klaffer 13. Jänner 2014 
 

@Rut2007

Es freut mich, was Sie alles an Ihrem Pfarrer als positiv erleben, dass Sie sehen, wie er sich einsetzt, wie er für die Menschen da ist und ich hoffe, dass Sie und dass auch andere ihm zeigen, wie sehr sie ihn schätzen.
Sie haben wahrlich einen Pfarrer, der die Seelsorge ernst nimmt.


3
 
 Klaffer 13. Jänner 2014 
 

Wie betrifft mich das?

@Flugwolf
Ich denke, Sie haben verstanden, worum es bei den Predigten in erster Linie geht. Sie sind gerichtet an die beim Gottesdienst anwesenden Personen und wenn wir sie lesen, dann sind sie an uns selbst gerichtet. Ich tu mich ehrlich gesagt auch schwer aus obigem Ausschnitt aus der Predigt des Papstes eine Verurteilung oder einen Angriff auf eine bestimmte Gruppe von Priestern herauszulesen, sondern die Frage an jeden einzelnen Priester: Was ist der Platz Jesu Christi in meinem Priesterleben?
Und wenn ich als Laie diesen Text lese, dann gilt diese Frage auch mir selber.


2
 
 willibald reichert 12. Jänner 2014 
 

Suarez

Wie w a h r !!! Ich drücke es einmal so aus: Das Unikat katholische
Kirche wird zumindest in weiten Teilen
so relativiert, daß aus dem Markenartikel
ein Ramschartikel wird. Die Profillosig-
keit wird immer wieder noch einmal
unterboten, sodaß man sich stets von
neuem fragen muß, was denn nunmehr als
nächstes Einknicken vor dem Weltgeist
verheutigt wird.


5
 
 frajo 12. Jänner 2014 

Lieber Faithbook,

mich hatte vor einiger Zeit, nachdem ich über die Predigt eines Priesters geklagt hatte gefragt: Hast Du auch für diesen Priester gebetet? Seitdem habe ich mir angewöhnt, unmittebar vor der Hl. Messe für den Priester zu beten, daß er seinen Körper, seinen Mund, seine Stimme dem Herrn nach dessen Willen zur Verfügung stellt und mir (uns) ein hörendes Herz geben möge. Seither hatte ich nie mehr einen ähnlichen Eindruck wie damals. Ich will das nicht direkt bewerten; eines ist aber sicher, daß jeder Priester ein vielgeliebter Sohn unserer Mutter Maria ist und auch von derem Sohn. lg


8
 
 Suarez 12. Jänner 2014 

Lieber @Waldi,

unsere Kirche wird zunehmend zu einer Sozialindustrie, die mit Mode-Schlagworten "Kunden" zu gewinnen sucht, wobei eine auf Professionalität orientierte Vermarktung des Glaubens dominiert. Man schaue sich nur mal die Web-Seite des Bistum Limburg an. Ehe und Familie werden zunehmend zu einem bloßen Lebensentwurf unter anderen herabgesetzt. Die Berufung des Priesters ist durch den Job ersetzt, mit Beamtenbesoldung versteht sich. Angesichts solcher inneren Widersprüche, muss der Glaube einfach verkümmern und "schmierig" werden.


6
 
 Medugorje :-) 12. Jänner 2014 

Heiligste Dreifaltigkeit :)

Die liebe Heiligsten Dreifaltigkeit sowie unserer liebe Himmlische Mutter sowie unser lieber Heiliger Josef exsistiren:)
Alles was in der Heiligen Schrift steht ist WAHR:)

Den Himmel:)
Das Fegefeuer
Die Hölle
gibt es wirklich...vergesst das NIEMALS

Gottes Segen:)


4
 
 Medugorje :-) 12. Jänner 2014 

Kleiner Nachtrag:)

Er kümmert sich so liebevoll um unser Aller Seelenheil:)Papst Franziskus wünscht sich nichts Sehnlicher als das die Hirten unsere lieben Priester mit Ihren anvertrauten Schafen WACHSAM dem Bräutigam entgegen gehen:)
Liebe Priester Weltweit unser lieber Himmlischer Vater ist Barmherzig und Gütig die Schleusen seiner Barmherzigkeit stehen weit offen für uns Alle:)habt keine Angst Euch JESUS zu nähern in und somit auch ganz neue anzufangen...JESUS OFFENBART SCHWESTER FAUSTINA KOWALSKA:
"Künde der Welt Meine große, unergründliche Barmherzigkeit.
Bereite die Welt vor auf Meine zweite Ankunft.
Bevor ich als Richter komme, öffne Ich noch ganz weit die Tore Meiner Barmherzigkeit.":)

Gottes Segen:)


4
 
 Medugorje :-) 12. Jänner 2014 

Seelenheil:) Nicht nur das eigene sondern auch das meines NÄCHSTEN:)

Eigentlich überlasse ich das schreiben ja sonst sehr gern den Experten;)(oder besser gesagt denen die es meinen zu sein:)
Unser lieber Papst MAHNT zur Wachsamkeit:)Er mahnt aus Liebe und Fürsorge für das Seelenheil jedes Einzelnen von uns:)Da einige Priester es leider nicht ernst nehmen mit Ihrem Seelenheil und dadurch auch das Seelenheil vieler anvertrauter Seelen in Gefahr bringen...das heißt nicht das Sie das absichtlich machen..nein,nein sondern leider oft durch Unwissenheit
besser gesagt durch eigene Lauheit der Seele.HAT unser lieber Papst es zur Chefsache erklärt selbst sich um das Seelenheil unendlich vieler Seelen Weltweit zu kümmern:)

Gottes Segen


3
 
 Faithbook 11. Jänner 2014 

Welches Messbuch?? Papiersammlung?

@Annuntiator Von diesen verwirrten Priestern habe ich auch schon einige erleben müssen. Sie haben Recht damit, dass diese Selbstdarsteller nie das Messbuch unserer heiligen Kirche verwenden. Diese Priester versündigen sich durch ihr Verhalten gegen Jesus und somit gegen die Kirche! Ich gehe noch einen Schritt weiter. Sie üben kraft ihres Amtes eine Macht aus, die nicht gut ist. Wir romtreuen Laien sitzen dann in der Bank und leiden, da der Priester wieder seine Show abzieht während die kostbare Zeit eigentlich für Jesus reserviert ist. Der Höhepunkt der Woche wird quasi gezielt zerstört. Dieses Verhalten ist Gewalt gegen den Organismus.


9
 
 Flugwolf 11. Jänner 2014 
 

Mehrdeutig

Ich muss gestehen, dass es mir öfter schwer fällt, die Worte des Heiligen Vaters zu verstehen. Manchmal erscheinen sie mir fast als Rorschach-Bilder, die sehr vielfältige und mehrdeutige und vielleicht auch gegensätzliche Interpretationen zulassen und sich auch dazu anbieten, sich von verschiedenen Gruppierungen und Sichtweisen vereinnahmen zu lassen, je nachdem, wie es gebraucht wird. So kann dies von den einen als Ermahnung an traditionsverliebte "Goldbrokat- und Spitzenpriester" verstanden werden, von anderen als gegen die sich dem Zeitgeist andienenden Funktionäre gerichtet. In jedem Falle kann die Versuchung hoch sein, die Worte des Heiligen Vaters als auf die jeweils anderen gemünzt zu sehen und sich selbst in seinem Tun bestätigt zu fühlen. Der andere Weg wäre natürlich, sich jeweils zu fragen: "Wie betrifft MICH das, in welcher Weise bin ICH angesprochen, wie lautet die Aufforderung, die MIR gilt?" So gesehen ist die durchgängige Vieldeutigkeit vielleicht Programm und gewollt.


6
 
 pilgrim on the road 11. Jänner 2014 
 

@Mysterium Ineffabile

Meine Aussage war etwas "weiter" gemeint. Ich koennte auch in aehnlicher Weise fragen, wie Jesus bezueglich Johannes des Taeufers gefragt hat:

"Kommt die Priesterweihe vom Himmel oder von der Erde?"

Wer die richtige Antwort kennt, wird sich ueber Fehltritte von Priestern nicht mehr wundern.


2
 
 Annuntiator 11. Jänner 2014 

Welches Meßbuch

@faithbook
Welches Meßbuch?
Die altöligen Priester verwenden kein Meßbuch.
Da müßte es der Papst schon in die Zettelsammlung schreiben.


2
 
 Rut2007 11. Jänner 2014 

Gottlob Priester mit viel Salbung!

Also ich bin dankbar, dass ich es in meiner Gemeinde ganz anders erlebe als @waldi. Wir haben hier einen jungen Pfarrer in seiner ersten Pfarrstelle, der sich aufopferungsvoll einsetzt bis über die Grenze der Belastbarkeit. Er hat keinen Kaplan, Ruheständler, Gemeindereferent, muss sich um alles selbst kümmern. Und er nimmt sich Zeit für die Alten, die Kranken, die Jugend, und versucht auch, mit Hausbesuchen die abseitigen Schäflein (Atheisten) durch sein Gespräch und Vorleben (sic!) für den Herrn zu gewinnen. Der mich im Glauben in eine ganz andere Tiefe und Festigkeit geführt hat, mit allen Konsequenzen. Ein echter Hirt, ein Leuchtturm, an dem man sich orientieren kann. Und der sich auch nicht scheut, unbequem zu werden und Ablehnung zu erfahren, auch wenn es ihn persönlich trifft, was ihn natürlich schmerzt und verletzt... . Das ist einer der Priester, um die wir - menschliche Schwächen hin oder her - so dankbar sein können, was auch Papst Franziskus zum Ausdruck bringt.


13
 
 jadwiga 11. Jänner 2014 

Ja, @Waldi,

solche Worte ohne Kraft, habe ich auch schon gehört.
Die Kraft des Wortes kommt eben von der Vereinigung mit dem Geist Gottes. Je stärker die Beziehung zwischen dem Prediger und Jesus ist, desto mehr geistige Kraft beinhaltet sein Wort.
Wenn also das Herz des Predigers nicht glüht, dann ist seine Mühe umsonst.

Man bedarf keine "gezierte Sprache" um ins Herz eines Menschen einzudringen, einfache Worte können das auch. Im Gegenteil; Je blumiger die Sprache ist, desto mehr Hochmut in ihr steckt und desto mehr verschließen sich auch die Herzen, die durch Liebe geschaffen sind und nur durch Liebe geöffnet werden können.

Nachdem ich die Predigt des Papstes gelesen habe, hat sich auch mein Herz geöffnet:-)

Danke lieber Papst, Gott segne Sie!


4
 
 Waldi 11. Jänner 2014 
 

Lieber @Suarez,

unser Pfarrer, der letztes Jahr sein Priesteramt als Pfarrer revidiert hat und, nach eigenen Worten, in die freie Marktwirtschaft zurückgekehrt ist, hat mich nicht nur nicht gefragt wie es mir geht, er ist buchstäblich von mir davon gelaufen! Das mag daran liegen, dass man die Seelsorge in unserer Pfarrgemeinde kollektiv unter einem fünf- oder sechsköpfigen Seelsorgeteam gleichberechtigt aufgeteilt hat und dadurch die oder der Einzelne nicht mehr über genügend Seelsorgepotential verfügt, also seelsorglich schwächelt"!
Ich sage es klipp und klar: Nur durch christliche Autoren wie Peter Seewald, Paul Badde und Matthias Matussek und Priester wie Prälat Dr. Wilhelm Imkamp konnte ich meinen Glauben festigen, unsere Pfarrgemeinde trägt dazu absolut gar nichts bei!


10
 
 Waldi 11. Jänner 2014 
 

Ich hätte diese Worte...

von Papst Franziskus nie zu formulieren gewagt, wohl auch nicht gekonnt. Aber jetzt, nachdem ich diese Mahnung an die Priester gelesen hatte, wusste ich mit einem Mal: Genau das habe ich immer schon intuitiv bei vielen Messen gefühlt, dass viele Priester nicht mehr gesalbt geblieben, sondern schmierig geworden sind! Von solchen Priestern geht kein Charisma mehr aus und wenn sie predigen, reißt es keinen mehr vom Sitz. Aber viele solcher Priester haben ja das Predigen längst schon den Pastoralassistentinnen, Gemeindereferentinnen und Pastoralreferentinnen überlassen. Wir haben eine ganze Menge von diesen "...tinnen", mehr als wir vertragen und verdauen können! Da geht es immer hoch her - nur die Kirche bleibt gähnend leer! Mit "Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb", kann man keinen echt gläubigen Menschen mehr in die Kirche locken. Da könnten nur noch wortgewaltige Priester wie Pater Werenfried van Straaten das Steuer herum reißen, keine seichten Plappermäuler!


15
 
 Faithbook 11. Jänner 2014 

Das ist ja wieder eine ...

... klare Ansage, die der Heilige Vater jedem Priester in das Messbuch schreibt. Die Priester müssen uns Laien wieder stärker im Sinne der Tradition und des Lehramtes führen. So dienen Sie der Kirche. Aus "pastoralen Gründen" knicken viele Priester ein. Ich kann diesen Ausdruck nicht mehr hören: Aus pastoralen Gründen verzichten wir auf eine der beiden Lesungen, aus pastoralen Gründen wird kein Weihrauch eingesetzt, aus pastoralen Gründen wird der Embolismus nicht gebetet, aus pastoralen Gründen wird der Rosenkranz gekürzt, .... . Priester müssen wieder führen und nicht vom PGR oder sonstigen Räten verführt werden! Wache auf Klerus!


13
 
 roxana 11. Jänner 2014 
 

untuoso

Die italienischen Wörter, die der Papst verwendet hat, sind unto (gesalbt) und untuoso (salbungsvoll, heuchlerisch, scheinheilig).


7
 
 Mysterium Ineffabile 11. Jänner 2014 

@Martyria @pilgrim on the road

Er hat untuoso gesagt, also schön "schmierig". -

@pilgrim on the road_ Nun, es dürfte sich doch wohl aus dem Text klar ergeben, worum es hier geht: nicht um die Gültigkeit der Priesterweihe, die Charakter indelebilis ist, sondern darum, wie man als Handelnder das objektiv Gegebene so verscherzt, dass man den Sinn seines Priesterseins vertut. Es geht um das "opus operans". Von der Salbung zum Schmierigsein aus eigener Schuld, durch die Abkehr vom Herrn, so dass diese neue Schmiere das ursprünglich Salböl verdeckt. Ein hartes Bild, das gebe ich zu, aber der Papst spart ja nicht an harten Bildern.


10
 
 Martyria 11. Jänner 2014 

Es sollte Chrisam heißen,

nicht Charisma - ich muss mich darum kümmern, diese &%§$# Autokorrektur auszuschalten ...


2
 
 Martyria 11. Jänner 2014 

Statt "schmierig"

hätte der Papst auch "ranzig" sagen können. Ich kenne den italienischen Wortlaut nicht, ob er also unto / untoso oder rancido / stantio verwendet hat; aber wenn Öl ranzig wird, bekommt es einen ganz "besonderen" Geschmack - so wie Haltungen und Lebensweisen eben auch. Und was für Speiseöl gilt, gilt auch bei dem ursprünglich wohlriechenden Charisma, das ja aus Olivenöl und Balsamen besteht.


8
 
 Suarez 11. Jänner 2014 

@Mysterium Ineffabile - Der Papst sagt durchaus das Richtige

Nur habe ich meine Zweifel, dass sich auch diejenigen angesprochen fühlen, die gemeint sind, eben die Kirchenfunktionäre, die weiterhin einem Kirchensteuersystem das Wort reden, das dazu führt, dass der Glauben stets weiter profaniert wird.

Leider ist es auch eine belegbare Tatsache, dass die Worte des Papstes in den Medien stets ideologisch interpretiert und vom Sinngehalt umgedeutet werden, darauf hat auch Kurienerzbischof Gänswein hingewiesen.


17
 
 pilgrim on the road 11. Jänner 2014 
 

Priestertum

Es macht mich nachdenklich, dass Priester, welchen der Heilige Geist (die Salbung) durch Handauflegen verliehen wurde, offenbar wieder aus der Salbung herausfallen koennen. Laut dem 1. Johannesbrief sollte dies nicht geschehen. Oder ist dort vielleicht eine andere Salbung gemeint? Eine die direkt von Gott stammt und nicht von Menschen?

1. Johannes 2,27:

Für euch aber gilt: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch und ihr braucht euch von niemand belehren zu lassen. Alles, was seine Salbung euch lehrt, ist wahr und keine Lüge. Bleibt in ihm, wie es euch seine Salbung gelehrt hat.


4
 
 kreuz 11. Jänner 2014 

mal wieder eine Hammer-Predigt,

danke Franziskus

"auch wenn ihr alles in eurem Leben verliert — doch verliert nie diese Beziehung mit Jesus Christus! Das ist euer Sieg. Und dann: vorwärts damit!“."


15
 
 Mysterium Ineffabile 11. Jänner 2014 

@Suarez

Was der Papst "meint", ist, was der Papst hier sagt. Da gibt es wenig zu deuteln. Er will keine "schmierigen" Priester, Priester, die sich an die Welt heranschmieren, und dort ihre jeweiligen Götzendienste leisten. Er will, dass das ganze Priestersein aus der Beziehung mit Christus erwächst und dort seinen Mittelpunkt hat. Er will Seelsorger, keine Funktionäre, keine Business-Priester, in jeder Hinsicht. Genau das hat er gesagt, genau das meint er.


19
 
 Suarez 11. Jänner 2014 

Priester müssen vor allem glaubwürdig bleiben

Wenn aber ein Priester, wie in vielen Gemeinden, ständig darauf schielt, was der PGR will und dafür die Verkündigung auf ein scheinbar "moderates", für alle leicht akzeptables Maß reduziert, so ist er zumindest mir dann nicht weniger suspekt, wie ein Priester, der sich in einer gewissen übertriebenen Eitelkeit gefällt.

Wo sind eigentlich die Seelsorger - ich kenne kaum noch welche - unser Pfarrer hat mich noch nie gefragt, wie es mir geht und ob ich z.B. mit Glaubenszweifeln ringe. Nein, da ich keinem PGR angehöre, ist mein Seelenheil unbedeutend.

Die Qualität eines Priesters bemisst sich aus meiner bescheidenen Sicht auch nicht danach, welchen Beifall er in der Gemeinde für seine Predigten erntet. Es ist wie bei Kindern und Eltern, wo ein mahnendes und ordnendes Wort notwendig, aber nicht immer auf Gefallen trifft. Ich will damit nicht sagen, dass es der Papst so gemeint hat, man könnte aber seine Worte durchaus missverstehen, wenn man es im "Geist" des Vaticanum II will.


20
 
 Christa 11. Jänner 2014 


0
 
 Medugorje :-) 11. Jänner 2014 

"Preiset den Herrn, Halleluja" :)

Von ganzem Herzen Danke lieber Papst für diese klaren Worte:)Ja klarer geht es nicht mehr:)....
Vor Freude könnte ich Platzen :-)
I Love my Church:)

Gottes Segen


4
 
 Christa 11. Jänner 2014 

Sorry - ich habe den Link vergessen:

http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/priester-tochter-zoelibat-100.html


0
 
 Christa 11. Jänner 2014 

Gilt das auch für die "Ungehorsam-Priester"?

"Franziskus-Perle des Tages: Die Kraft eines Priesters liegt in seiner Beziehung mit Jesus Christus."

Gestern abend in der Talk-Show im SWR hat sich ein Priester nun öffentlich unter jubelndem Beifall geoutet, er habe früher seine Tochter aus Karrieregründen verleugnet, sich aber nun zu ihr gestellt. Seine ganze Hoffnung setze er auf Papst Franziskus, der bestimmt den Zölibat lockern würde.

Nun wird das ganze auch noch mit Video bei BR aufgeführt, auch der Bischof stünde wohl hinter ihm, lässt sein Sprecher verkünden.


12
 
 Romika 11. Jänner 2014 
 

Danke

Da danke ich doch Bischof Alermissen für seine klaren Worte, die mir etwas geben.


5
 

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