Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  2. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  3. Die adventliche Spalter-Predigt des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart
  4. Erzbistum Hamburg - Kein Platz mehr für Ungeimpfte/Aussätzige?
  5. Lebensschützer Tschugguel gegen Impfpflicht
  6. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  7. Impfaktion IM Paderborner Dom – Hat der Dom keine Ausweichräume?
  8. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  9. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  10. Exorzist Ripperger: Satan wird die Zeit knapp
  11. Kölner Administrator Steinhäuser: Faktisch werde Woelki bei Rückkehr eine „Probezeit“ haben
  12. Jutta Ditfurth: „Bitte aber keine Lebensschützer-Begriffe verwenden, es war ein Fötus, kein Baby“
  13. Das Herz hüten: das bedeutet, wachsam zu sein. Komm, Herr Jesus!
  14. Die 'Tagesschau' bejammert, dass zu wenige Ärzte ungeborene Kinder töten möchten
  15. Die Löwen kommen!

Die Zeit der Barmherzigkeit

6. März 2014 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Bischof von Rom begegnet dem Klerus seines Bistums: die Barmherzigkeit des Priesters. Dem Bußsakrament muss die Priorität zurückerstattet werden. Weder Laxheit noch Rigorismus. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Der Tradition gemäß begegnete der Papst zu Beginn der Fastenzeit dem Klerus seines Bistums. Franziskus konzentrierte seine Ausführungen vor den Weihbischöfen, Priestern und Diakonen in der Audienzaula „Paolo VI“ auf das Thema der „Barmherzigkeit“. Dieses führte der Papst in drei Punkten aus.

1. In der ganzen Kirche ist die Zeit der Barmherzigkeit

Dieser Gedanke entspreche einer Intuition des seligen Papstes Johannes Paul II. In seiner Predigt zur Heiligsprechung von Sr. Faustina Kowalski habe er gesagt: „Was werden die vor uns liegenden Jahre mit sich bringen? Wie wird die Zukunft des Menschen hier auf Erden aussehen? Dies zu wissen ist uns nicht gegeben. Dennoch ist gewiss, dass neben neuen Fortschritten auch schmerzliche Erfahrungen nicht ausbleiben werden. Doch das Licht der göttlichen Barmherzigkeit, das der Herr durch das Charisma von Schwester Faustyna der Welt gleichsam zurückgeben wollte, wird den Weg der Menschen des dritten Jahrtausends erhellen“ (30. April 2000).

Der Papst betonte, dass dies neu bedacht werden müsse: „Heute vergessen wir alles zu schnell, auch das Lehramt der Kirche! Zum Teil ist das unvermeidlich, aber die großen Inhalte, die großen Intuitionen und Gaben, die dem Volk Gottes hinterlassen wurden, dürfen wir nicht vergessen“. Und zu diesen gehöre die Barmherzigkeit. Es sei Aufgabe der Priester, diese Botschaft lebendig zu erhalten, vor allem auch dadurch, dem Bußsakrament die Priorität zurückzuerstatten, und durch die Werke der Barmherzigkeit.


2. Was bedeutet Barmherzigkeit für die Priester?

Der Priester sei dazu berufen, wie Jesus ein bewegtes Herz vor den Schafen zu haben: „Die aseptischen Priester, die Priester ‚aus dem Laboratorium’ helfen der Kirche nicht“. Die Kirche könne heute als ein Feldlazarett betrachtet werden, in dem es darum gehe, die Wunden zu heilen. Aufgabe der Priester sei es, nahe bei den verwundeten Menschen zu sein: „Barmherzigkeit heißt vor allem anderen, die Wunden zu behandeln. Wenn einer verletzt ist, braucht er das sofort, keine Analysen. Später wird es spezielle Kuren geben, aber vorher müssen die offenen Wunden behandelt werden“. Der Papst fragte: „Ihr, liebe Mitbrüder, kenn ihr die Wunden eurer Pfarreimitglieder? Seid ihr ihnen nahe?“

3. Barmherzigkeit: weder Laxheit noch Rigorismus

Franziskus kehrte zum Bußsakrament zurück und erinnerte daran, dass es oft der Fall sei, von einem sehr „strengen“ oder von einem sehr „weiten“ Beichtvater zu hören, was nicht in Ordnung sei. Die Unterschiede zwischen den Beichtvätern dürften nicht die Substanz betreffen, „das heißt die gesunde Morallehre und die Barmherzigkeit. Weder die Laxheit noch der Rigorismus bezeugen Jesus Christus, da sich weder die eine noch der andere um den Menschen annimmt, dem sie begegnen“.

Der Rigorist nagle den Menschen kalt und streng am Gesetz fest. Der Laxe dagegen „ist nur dem Anschein nach barmherzig, doch in Wirklichkeit nimmt er das Problem jenes Gewissens nicht ernst, indem er die Sünde herunterspielt. Die wahre Barmherzigkeit nimmt sich des Menschen an, sie hört ihn aufmerksam an, sie kommt seiner Situation mit Respekt und Wahrheit näher und begleitet ihn auf dem Weg der Aussöhnung“. Der wahrhaft barmherzige Priester verhalte sich wie der barmherzige Samariter, weil sein Herz des Mitleides fähig sei.

Um das begreiflich zu machen, stellte Franziskus einige Fragen:

„Weinst du? Oder haben wir die Tränen verloren?"

Der Papst erinnerte dabei an das "Gebet um die Gnade der Tränen über seine Sünden und der Öffnung für die Barmherzigkeit Gottes" aus dem Missale Romanum von 1962:

"Omnípotens et mitíssime Deus, qui sitienti pópulo fontem viventis aquæ de petra produxísti: educ de cordis nostri durítia lácrimas compunctiónis; ut peccata nostra plángere valeámus, remissionémque eorum, te miseránte, mereámur accípere. Per Dominum nostrum Iesum Christum, Fílium tuum, qui tecum vivit et regnat, in unitate Spíritus Sancti, Deus, per omnia sæcula sæculorum. Amen".

"Hältst du vor dem Tabernakel das Fürbittgebet?

Kämpfst du mit dem Herrn für dein Volk?

Wie beendest du deinen Tag? Mit dem Herrn oder vor dem Fernseher?

Wie ist deine Beziehung mit denen, die dabei helfen, barmherziger zu sein? Kinder, alte Menschen, Kranke. Verstehst du es, sie zu liebkosen?“

Franziskus rief die Priester dazu auf, sich nicht „des Fleisches deines Bruders zu schämen“. Am Ende „werden wir nach dem geurteilt werden, wie wir es verstanden haben, uns ‚jedem Fleisch’ zu nähern, ‚ dem Fleisch des Bruders zum Nächsten zu werden’“. Der barmherzige Samariter öffne sein Herz und lasse sich in seinem Innersten bewegen, „und diese innere Bewegung setzt sich in praktisches Handeln um, in ein konkretes und wirksames Eingreifen, um dem Menschen zu helfen“.

„Am Ende der Zeiten“, so der Papst abschließend, „wird allein der zugelassen werden, das verherrlichte Fleisch Christi zu schauen, der sich des Fleisches seines verletzten und ausgeschlossenen Bruders nicht geschämt haben wird“.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Wiederkunft 7. März 2014 
 

Danke

Sehr gut diese Predigt!


2

0
 
 Annemonika 6. März 2014 

Vieles, was der Bischof von Rom

seinem Klerus sagte, betrifft auch uns Laien. Danke lieber Heiliger Vater.


2

0
 
 pdd 6. März 2014 
 

Stichwort Tve

Ich hoffe dass Tve die innerkirchliche Barmherzigkeit k o n k r e t erfahren wird


1

0
 
 pdd 6. März 2014 
 

Hoffnung


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Zypern und das Mittelmeer, Schnittstelle zwischen Europa und dem Orient. Gott segne Zypern!
  2. Zwei Worte: Geduld und Geschwisterlichkeit
  3. Als Pilger zu den Quellen der Menschheit
  4. Gebet bleibt wichtigstes Kommunikationsmittel
  5. Der notwendige Humanismus – die neue humanistische Perspektive. Quid est homo?
  6. Zwei Worte – zwei Bilder
  7. Die Wunden der Menschheitsfamilie gründlich heilen
  8. Das gegenwärtige Leid und die Hoffnung auf Zukunft
  9. Franziskus signalisiert "Bereitschaft" zu Kanada-Besuch
  10. Papst Franziskus: Kein Leben ist wertlos







Top-15

meist-gelesen

  1. Exorzist Ripperger: Satan wird die Zeit knapp
  2. Erzbischof Gänswein: Benedikt XVI. ist 'aus Überzeugung' geimpft
  3. Betet, betet für Österreich! Jeden Tag einen Rosenkranz!!!
  4. Papst Franziskus nimmt Rücktritt vom Erzbischof von Paris an!
  5. Erzbistum Freiburg: 2G/3G-Gottesdienste nicht möglich wegen „Recht auf freie Religionsausübung“
  6. Die Heerschau der Rosenkranzbeter hat begonnen!
  7. Die adventliche Spalter-Predigt des Bischofs von Rottenburg-Stuttgart
  8. Die Antwort auf die Not unserer Zeit ist JESUS CHRISTUS
  9. Erzbischof Gänswein übt scharfe Kritik am Synodalen Weg in Deutschland
  10. Bitte unterstützen Sie kath.net via AmazonSmile-Programm
  11. Die Löwen kommen!
  12. Lebensschützer Tschugguel gegen Impfpflicht
  13. Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern
  14. Das siebeneinhalbte Sakrament
  15. Erzbistum Hamburg - Kein Platz mehr für Ungeimpfte/Aussätzige?

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz