Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  12. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Anglikaner: Beichtgeheimnis bei sexuellem Missbrauch lockern?

7. November 2014 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Debatte in der anglikanischen Kirche in England über eventuelle Lockerung des Beichtgeheimnisses. Wenn sexueller Missbrauch von Kindern eingestanden werde, sollte der Beichtvater die Möglichkeit haben, dies der Polizei zu melden.


London (kath.net/idea) In England ist eine öffentliche Debatte über die Beichte entbrannt. Der anglikanische Erzbischof John Sentamu (York) hat sich dafür ausgesprochen, das Beichtgeheimnis in bestimmten Fällen zu lockern. Wenn sexueller Missbrauch von Kindern eingestanden werde, sollte der Beichtvater die Möglichkeit haben, dies der Polizei zu melden.

Dagegen erhebt der katholische Kirchenhistoriker John Cornwell (Cambridge) Bedenken, wie die Londoner Zeitung „The Times“ berichtet. Denn Täter würden erst gar nicht zur Beichte gehen, wenn sie mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen müssten. Cornwell – selbst Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester – schlägt stattdessen vor, Tätern die Freisprechung von ihren Sünden zu verweigern, wenn sie sich nicht der Polizei stellen wollen. Diese Möglichkeit lässt sich biblisch begründen. In Johannes 20,23 sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Eine ähnliche Aussage findet sich in Matthäus 18,18: „Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.“


Anglikaner verging sich 50 Jahre lang an Kindern

Die Diskussion ist durch den Fall des früheren Bildungsdezernenten der anglikanischen „Kirche von England“ und Dekans der Kathedrale von Manchester, Robert Waddington, neu entbrannt. Der 2007 verstorbene Kirchenmann soll sich 50 Jahre lang an Schülern und Chorknaben in England und Australien vergangen haben. Seine Taten wurden offenbar vom früheren Erzbischof von York, Lord Hope, verschwiegen, wie eine Untersuchung ans Licht brachte. Er legte jetzt seinen Titel als „Ehrenbischof“ nieder. Hopes Nachfolger Sentamu bezeichnete die Tatenlosigkeit der Kirche als eine „Schande“. Lord Hope war von 1995 bis 2005 Erzbischof von York. Im vorigen Jahr beschuldigte ihn die „Times“ der Untätigkeit im Fall Waddington. Dadurch habe er Kinder gefährdet.

Deutschland: Bischöfin trat zurück

In Deutschland ereigneten sich die schwersten Fälle sexuellen Missbrauchs in der evangelischen Kirche in den siebziger bis neunziger Jahren in Ahrensburg bei Hamburg. Der frühere Pfarrer Gert-Dietrich Kohl verging sich an Minderjährigen, darunter auch an seinen Stiefsöhnen. Ein Kollege soll die Taten gedeckt und selbst intime Beziehungen zu Jugendlichen unterhalten haben. Die Vorfälle kamen 2010 ans Licht, doch schon 1999 sollen kirchenleitende Personen informiert gewesen sein. Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen trat im Juli 2010 zurück, weil ihre Glaubwürdigkeit angezweifelt wurde.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Beichte

  1. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  2. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  3. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  4. USA: Nach zehn Jahren Pause kehrt Social-Media-Influencer Willie Prince-Mata zur Beichte zurück
  5. Frankreich: Comeback der Beichte?
  6. Jesus Christus hat das Sakrament der Versöhnung eingesetzt, über das uns alle Sünden vergeben werden
  7. Bischof Schwarz: Sakrament der Versöhnung neu entdecken
  8. Beichtväter sollen die Liebe Gottes vermitteln
  9. Sechs Gründe, den Advent mit einer guten Beichte zu beginnen
  10. So ist Beichte!






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz