Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  2. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  3. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  4. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  5. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  6. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken
  7. Lambrecht fordert: Lebensschutz in der neuen Koalition verbessern, trotz anderslautender SPD-Wünsche
  8. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Die Vernunft des Glaubens – Zum 20. Todestag des heiligen Johannes Paul II.
  11. Hilfe! Mein Kind tut sich so schwer mit dem Lernen!
  12. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  13. Parolin: „Segne uns, Heiliger Vater Johannes Paul II.! Segne diese Kirche des Herrn auf ihrem Weg“
  14. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  15. Lourdes verhüllt Mosaike des mutmaßlichen Missbrauchstäters Pater Marko Rupnik

Schönborn: Tiefe Betroffenheit nach Flugzeug-Absturz

28. März 2015 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal in "Heute"-Kolumne: "Tränen der Trauer" und Anteilnehmen sind einzige angemessene Antwort - Münchner Kardinal Marx: Der Trauer Raum geben.


Wien-München (kath.net/ KAP) "Tränen der Trauer" und Anteilnehmen am Leid so vieler Menschen sind die einzige angemessene Antwort auf Katastrophen wie jene des Flugzeug-Absturzes in Frankreich. Das schreibt Kardinal Christoph Schönborn in seinem Freitag-Kommentar in der Tageszeitung "Heute". Es gehöre "zu den kostbarsten Fähigkeiten, die wir Menschen haben, sich in das Leid des anderen hineindenken zu können. Den Schmerz und die Trauer nachempfinden. Anteil nehmen am Kummer des Nächsten." Der Tod einer ganzen Schulklasse habe viele besonders tief berührt, so Schönborn. Eine seiner Mitarbeiterinnen habe ihm erzählt, "dass eines ihrer Kinder in wenigen Tagen ebenfalls eine Klassenreise per Flug unternimmt".

Weiter schreibt der Kardinal wörtlich: "Immer müssen wir uns sagen: es hätte auch mich oder einen meiner Lieben treffen können! Immer, wenn ich nach einem Flug gelandet bin, spreche ich ein kleines Dankgebet. Und nie versäume ich es, beim Starten ein Kreuzzeichen zu machen und für alle, Piloten und Passagiere, um einen guten Flug zu beten." Jetzt aber bete er mit vielen für die, die so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden, und für ihre Hinterbliebenen. "Und ich wünsche ihnen, dass sich in die Tränen ihrer Trauer ein Lichtstrahl der Hoffnung mischt." Ein Flugbegleiter von "Germanwings" habe für seine toten Kollegen diese Hoffnung so getwittert: "Flugbegleiter sterben nicht. Sie fliegen nur höher hinauf".


Marx: Trauernde können "wirklich mitempfinden"

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Donnerstag dazu aufgerufen, der Trauer einen Raum zu geben. "Die schreckliche Nachricht von dem Unglück bewegt viele Menschen", sagte Marx beim zentralen Bußgottesdienst der Erzdiözese München und Freising in der Jesuitenkirche Sankt Michael in München. "Ein Mensch, der trauert, kann wirklich mitempfinden. Er weiß, dass diese Welt noch nicht am Ziel ist", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Gleichgültigkeit sei kein Weg, der zu Gott führe: "Was ist das, wenn die Nachrichten einfach so vorüberrauschen und wenn wir in persönlichen Begegnungen keine Empfindungen mehr haben?"

Die Seligpreisungen in der Bergpredigt, zu denen auch der Vers "Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden" zählt, seien nicht als Gebote von oben herab, sondern als Verheißungen zu verstehen, so Kardinal Marx. "Sie sind ein Aufruf Jesu, das Leben in diese Richtung zu entfalten. Sie sind Verheißungen, die unser Leben verwandeln und es in eine neue Dimension führen."

Am Dienstagvormittag war die Linienmaschine der Lufthansa-Tochter "Germanwings" auf ihrem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich abgestürzt. Dabei kamen alle 144 Passagiere sowie die sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Laut Ergebnissen der Ermittler soll der Co-Pilot das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht haben. Erschüttert über diese jüngsten Erkenntnisse zum Flugzeugabsturz zeigte sich auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick: "Als wäre alles nicht schon schlimm genug!", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. "Was müssen die Angehörigen leiden?"

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: (C) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Trauer

  1. Fünf Heilmittel gegen Traurigkeit nach Thomas von Aquin
  2. Scharfe Kritik an Totendiamanten durch Berliner Bischöfe
  3. Abschied von meiner Großmutter
  4. Ist die christliche Bestattungskultur bedroht?
  5. Trauergemeinde rammt Kirchentür mit Bagger ein






Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für 2025 und 2026!
  2. EINMALIGE CHANCE! Große Baltikum-Reise mit kath.net - Mit Erzbischof Gänswein!
  3. Eine wichtige BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Teufelsanrufung in der 2. Bundesliga?
  5. Theologieprofessor Bortkiewicz: „Der Arzt beschloss, den Fötus – also mich – in Stücke zu schneiden“
  6. Breite Rezeption für eine vermeintlich gescheiterte Theologie
  7. Ist es ein Wunder durch Kardinal Pell? Kleinkind atmete 52 Minuten lang nicht mehr, überlebte!
  8. ‚Mitarbeiter der Wahrheit‘ – ein neuer Film über Johannes Paul II. und Benedikt XVI.
  9. „Du musst tun, was Priester tun. Du musst die Messe feiern, Beichten hören und Anbetung halten“
  10. Bekommt Deutschland ein Wahrheitsministerium?
  11. Psycho-Tests für Schweizer Priester
  12. Das Wunder des Karol Wojtyła
  13. „Habt keine Angst!“ – Christus macht wirklich frei!
  14. 'Egal was kommt, wir haben Handlungsoptionen!'
  15. 2024 mehr Austritte bei den landeskirchlichen Protestanten als bei den Katholiken

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz