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Deutschland: 54 Prozent der Priester beichten höchstens einmal im Jahr

6. Mai 2015 in Deutschland, 36 Lesermeinungen
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Das ergab eine groß angelegte Seelsorgestudie. Ein weiteres Ergebnis: Nur 58 Prozent der Priester nehmen sich ein- oder mehrmals täglich Zeit für ein persönliches Gebet - Am häufigsten nehmen sich die ständigen Diakone Zeit für das tägliche Gebet


München/Berlin (kath.net/jg)
54 Prozent der Priester in Deutschland gehen jährlich nur einmal oder seltener zur Beichte. Das Gleiche gilt für 70 Prozent der ständigen Diakone, 88 Prozent der Gemeindereferenten und 91 Prozent der Pastoralassistenten. Das ergab eine Studie der Forschungsgruppe Seelsorgestudie, die von dieser gemeinsam mit der Hochschule für Philosophie München, der Universität Osnabrück, der Theologischen Fakultät Paderborn, der Universität Freiburg und der Universität Witten/Herdecke durchgeführt wurde. Deren Ergebnisse wurden im April in der Katholischen Akademie Berlin präsentiert.


Im Themenbereich „Persönliche Spiritualität“ wurde neben der Häufigkeit der Beichte auch das persönliche Gebet untersucht. Darunter fallen nicht die Gebete, die eng mit dem Seelsorgeberuf verbunden sind, wie das Stundengebet und die Feier der heiligen Messe. Nur 58 Prozent der Priester beten ein oder mehrmals täglich ein persönliches Gebet. Unter den Pastoralassistenten sind es nur 56 Prozent. Am häufigsten nehmen sich die ständigen Diakone Zeit für das tägliche Gebet. Unter ihnen gaben 66 Prozent an, ein oder mehrmals täglich zu beten.

Die Seelsorgestudie wurde in den Jahren 2012 bis 2014 durchgeführt. Etwa 8.600 Seelsorger nahmen daran teil, darunter waren circa 4.200 Priester. Die Teilnehmer kamen aus 22 der 27 römisch-katholischen Diözesen Deutschlands sowie aus Ordensgemeinschaften. Innerhalb der Seelsorger wurden Priester, ständige Diakone, Gemeindereferenten und Pastoralassistenten unterschieden.


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