Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  11. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Über 20 Jahre Christen bespitzelt: Wolfgang Schnur gestorben

22. Jänner 2016 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Vertrauensanwalt der Kirche wäre 1990 fast DDR-Ministerpräsident geworden, doch zehn Tage vor der Wahl wurde er als langjähriger Stasi-Mitarbeiter enttarnt.


Wien/Berlin (kath.net/idea) Der Vertrauensanwalt der evangelischen Kirche in der DDR, Wolfgang Schnur, ist tot. Medienberichten zufolge starb er im Alter von 71 Jahren in einem Krankenhaus in Wien. Schnur erlag einem Krebsleiden. Nach der Friedlichen Revolution 1989 war er einer der bekanntesten Politiker und Kirchenmänner in der noch bestehenden DDR. Als Spitzenkandidat der „Allianz für Deutschland“ – dem Wahlbündnis aus Christlich-Demokratischer Union der DDR (CDU), Demokratischem Aufbruch (DA) und Deutscher Sozialer Union (DSU) – wäre er 1990 fast der erste frei gewählte Ministerpräsident der DDR geworden. Doch zehn Tage vor der Wahl wurde er als langjähriger Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit enttarnt. Später kam heraus, dass er bereits 1964 eine Verpflichtungserklärung unterschrieben hatte. 1993 entzog ihm die Berliner Justizverwaltung seine Zulassung als Anwalt. 1996 verurteilte das Berliner Landgericht Schnur wegen Verrats von DDR-Bürgerrechtlern an die Stasi zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung. Danach bestritt er seinen Lebensunterhalt als Berater verschiedener Projekte.


Seine Spitzeleien füllen 41 Ordner mit je 300 Seiten

Als IM „Torsten“ und „Dr. Ralf Schirmer“ hatte Schnur mehr als 20 Jahre lang Bürger bespitzelt und verraten – Freunde und Mandanten, Wehrdienstverweigerer und Würdenträger aus den Reihen von Kirche und Bürgerrechtsbewegung. Seine Mitschriften füllen 41 Ordner mit jeweils mindestens 300 Seiten; zwei weitere Ordner sind verschwunden. In der evangelischen Kirche genoss er höchstes Vertrauen. Zunächst wurde er Mitglied des Konsistoriums der pommerschen Kirche in Greifswald, später gehörte er zeitweise zur Leitung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Er war Vizepräses der Evangelischen Kirche der Union (Region Ost). Außerdem wurde er Sprecher des Evangelischen Jungmännerwerks. Damit konnte er die kirchliche Jugendarbeit ausspionieren. Dort lernte er unter anderem den Begründer der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“, den Dresdner Pfarrer Harald Bretschneider, kennen. Bretschneider war als Landesjugendpfarrer für die Betreuung der sogenannten Bausoldaten und Wehrdienstverweigerer zuständig.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Kommunismus

  1. Der Tod ist ein Kommunist
  2. China: Wie es der regimetreuen und der Untergrund-Kirche zwei Jahre nach dem Abkommen ergeht
  3. Stalin wollte Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl aufnehmen
  4. Mit Marxscher Blindheit geschlagen
  5. Münchner Erzbischof würdigt den Theoretiker des Kommunismus
  6. Prag: Kardinal sieht Überstellung Berans als Demokratie-Mahnung
  7. Das Seufzen der 90 Millionen Toten
  8. „Christenverfolgung von Kaliningrad bis zum Pazifik“
  9. Marx' Gespenster spuken weiter!
  10. 'Bis zum Tod blieb sie ihrem Ruf einer bösen, verstockten Frau treu'







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  12. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz