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Dichtkunst zwischen Himmel und Erde

16. Juni 2016 in Jugend, 3 Lesermeinungen
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Jana Highholder, freievangelische Christin, tritt regelmäßig bei christlichen Veranstaltungen auf und genießt es, ihre Beziehung zu Gott durch Poetry Slam ausdrücken zu können.


Koblenz (kath.net/idea) Seit einigen Jahren ist ein Dichterwettstreit – auf Englisch „Poetry Slam“ – in Deutschland ein richtiger Renner unter jungen Leuten. Dabei tragen Autoren ihre selbst geschriebenen Texte vor. Anschließend kürt das Publikum den Sieger. Eine 18-jährige Christin ist sehr erfolgreich in der Szene: Jana Highholder (Foto). idea-Redakteurin Julia Bernhard stellt sie vor.

Wer der jungen Poetry Slammerin Jana zuhört, wird sofort in ihren Bann gezogen. Wenn die 18-Jährige aus Koblenz ansetzt, um ihre Gedichte vorzutragen, wird es mucksmäuschenstill im Raum. Ihre Texte sind wohl durchdacht und klingen wahnsinnig erwachsen. Sie handeln von der großen Frage nach dem Sinn, von den Problemen, die ihre Generation umgeben – und von Gott, über den sie dichtet: „Mein Leben ist eine Durchreise und ich weiß auf diese Weise, wen ich ehre, wen ich preise für alles, was ich habe, was ich bin, für alles, was ich nicht verdiene und nicht gewinn, für alles, was ich gar nicht haben wollte und was doch das Beste war.“ Seit zweieinhalb Jahren nimmt Jana Highholder an Dichterwettbewerben teil. Inzwischen ist sie die beste weibliche Slammerin in Rheinland-Pfalz.


Das Talent für Gott einsetzen

Als die Abiturientin im Oktober 2014 nachts ihren ersten Text schrieb, war ihr noch gar nicht klar, dass sie dieses Talent auch für Gott einsetzen könnte, erklärt Jana, die eine Freie evangelische Gemeinde in Koblenz besucht. Die ersten Gedichte, mit denen sie wenig später bei Wettbewerben regelmäßig abräumt, handeln nicht von Gott. „Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich immer über das Leben schreibe, aber nicht über den, von dem das Leben kommt.“ Trotzdem habe sie sich lange nicht an einen christlichen Text rangetraut: „Ich dachte, das muss der Text aller Texte werden, der muss von vorne bis hinten stimmen. Als ich ihn endlich fertig hatte, war mir klar, dass ich damit bei einem weltlichen Poetry Slam nicht auftreten kann.“

Den Glauben auf der Bühne bezeugen

Aber irgendwie müssen die Gedanken doch raus in die Welt. Sie schwört sich: Wenn sie den nächsten Wettstreit mit einem weltlichen Text gewinnt, wird sie ihr Gedicht über Gott als Zugabe vortragen: „Genau so habe ich es dann gemacht. Es gab weniger Applaus als bei meinem Gewinnertext. Die Zuhörer waren irgendwie überfordert. Aber ein arabisch aussehender junger Mann kam hinterher auf mich zu und hat mir gratuliert, dass ich eben auf der Bühne einfach so meinen Glauben bezeugt hatte.“ Wenig später luden Bekannte ein Video dieses Gedichts bei YouTube hoch. Insgesamt rund 31.000-mal ist der Film (Video siehe unten) inzwischen angeschaut worden.

Etwas in den Zuhörern bewegen

Seitdem tritt sie regelmäßig auch bei christlichen Veranstaltungen auf und genießt es, ihre Beziehung zu Gott auf diese Art und Weise ausdrücken zu können. „Ich habe ihn nicht um dieses Talent gebeten. Es ist ein großes Geschenk, und ich möchte es mit meinen Auftritten an ihn zurückgeben und etwas in meinen Zuhörern bewegen.“

Superguter Vortrag einer jungen freievangelischen Christin bei einem Poetry Slam: Jana Highholder ´DEIN KIND´


Foto: Sreenshot aus Highholder Video "Dein Kind" (c) Jana Highholder


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