Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

'Homo-Ehe': EGMR bestätigt indirekt österreichische Rechtslage

17. Juni 2016 in Familie, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Straßburger Richter bekräftigen ihre ständige Rechtsprechung: Recht von Homosexuellen auf Privat- und Familienleben ist durch Eingetragene Partnerschaft gesichert


Wien (kath.net/KAP) Dass gleichgeschlechtlichen Paaren eine Zivilehe verweigert wird, verletzt laut dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) nicht ihre Grundrechte. Mit einem einstimmigen Urteil zu einem Fall aus Frankreich haben die Straßburger Richter jetzt ihre ständige Rechtsprechung in diesem Bereich erneut bestätigt. Demnach sind die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare ausreichend berücksichtigt, wenn ihnen in Form eines eigenen Rechtsinstituts grundsätzlich die Möglichkeit eingeräumt wird, eine der Zivilehe nachempfundene Lebensgemeinschaft einzugehen.

Der EGMR bestätige damit auch die in Österreich geltende Rechtslage mit der Eingetragenen Partnerschaft, hob das Wiener kirchliche "Institut für Ehe und Familie" (IEF) in einer Pressemitteilung am Mittwoch hervor. Kein Staat sei verpflichtet, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. "Dieses Urteil ist keineswegs unerwartet", kommentierte die IEF-Referentin für Bioethik und Lebensschutz, Stephanie Merckens, das neue Urteil vor dem Hintergrund der bisherigen Spruchpraxis der EGMR-Richter. Es sei zulässig und keinesfalls diskriminierend, unterschiedliche Lebensgemeinschaften unterschiedlich zu regeln.


Auf Österreich angewendet bedeutet das Urteil, dass das in der heimischen Rechtsordnung vorgesehene Institut der Zivilehe weiterhin der Verbindung von Mann und Frau vorbehalten bleiben könne. "Dies widerspricht nicht den Grundrechten, wie gerne behauptet wird", sagte Merckens. Durch die Möglichkeit der Eingetragenen Partnerschaft sehe die heimische Rechtslage ein ausreichend äquivalentes Rechtsinstitut für die auf Dauer ausgelegte Lebensgemeinschaft gleichgeschlechtlicher Paare vor.

Die neuerliche Bestätigung der ständigen Rechtsprechung des EGMR, dem auch der Verfassungsgerichtshof in Wien folgt, entziehe auch der derzeit in Österreich laufenden Petition "Ehe gleich" zur Änderung der Zivilehe die rechtliche Argumentation, sieht Merckens eine weitere unmittelbare Folge des aktuellen Urteils für Österreich. Die Verbindung von Mann und Frau sei "mit ihrer Potenzialität zur Lebensweitergabe die Keimzelle einer Gesellschaft", fügte sie hinzu. "Es ist daher gerechtfertigt, für diese mit der Ehe ein anderes Rechtsinstitut vorzusehen als für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften."

Dem aktuellen EGMR-Urteil in der Rechtssache Chapin und Chapentier gegen Frankreich war ein mehr als zehnjähriger Rechtsstreit vorausgegangen. Zwei Franzosen hatten dabei das Recht auf Eintragung ihrer Verheiratung in das offizielle französische Personalregister verlangt. Seit 2013 gilt in Frankreich ein Gesetz, das die Zivilehe für gleichgeschechtliche Paare öffnet.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz