Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  12. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Der heilige Josef: Hüter des Lebens und der Liebe

28. Dezember 2016 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‘Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.’ (Ps 127,3) - Von Josef Spindelböck


St. Pölten (kath.net/stjosef.at )
Als der machtgierige und blutrünstige König Herodes dem neugeborenen Jesuskind nach dem Leben trachtete, da bewahrte Gott durch das entschiedene und beherzte Handeln des Heiligen Josef das Kind Jesus vor der Ermordung. Auf diese Weise konnte die durch einen Engel dem heiligen Josef aufgetragene Flucht nach Ägypten gelingen: seine jungfräuliche Gemahlin Maria und das Jesuskind waren gerettet!

Kann der heilige Josef als hervorragender Patron des Lebensschutzes gelten? Dies ist jedenfalls zu bejahen! Denn, wie ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Kürze ausgeführt werden kann:

• Als Maria, seine Verlobte, durch das Wirken des Heiligen Geistes als Jungfrau ein Kind empfangen hatte (vgl. Lk 1,26-38), da war Josef von Nazareth bereit, auf Geheiß des Engels, der ihm im Traum erschien, Maria als seine Frau zu sich zu nehmen (vgl. Mt 1,18-25). Auf diese Weise gewährte er sowohl der Mutter als auch dem ungeborenen Kind den notwendigen Schutz. Wenn wir uns einsetzen für das Lebensrecht des ungeborenen Kindes, dann halten wir die gottgeschenkte Würde eines jeden Menschen heilig: denn von der Empfängnis (Befruchtung) bis zum natürlichen Tod hat der Mensch als Person ein Recht auf den unbedingten Schutz seines Lebens.


• Gottes Sohn wollte in der liebevollen Geborgenheit von Ehe und Familie heranwachsen. In Verbundenheit mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, hat der heilige Josef rechtlich die Vaterstelle für das Jesuskind wahrgenommen, das ihrer elterlichen Fürsorge und erzieherischen Formung anvertraut war. Kinder bedürfen auch in unserer Zeit der liebevollen Annahme durch ihre Eltern und des Schutzes und der Geborgenheit in einer auf die Ehe gegründeten Familie! Dies gilt insbesondere angesichts von Situationen der Missachtung der kindlichen Würde in Ausbeutung, Gewalttätigkeit und sexuellem Missbrauch. Der heilige Josef und die Gottesmutter Maria treten bei Gott ein für die Würde und Rechte jedes Menschen, besonders aber der unschuldigen Kinder!

• Josef von Nazareth hat den jungen Jesus eingeführt in die Welt der Arbeit. So hat der Sohn Gottes als Zimmermann gearbeitet, bis die Zeit seines öffentlichen Auftretens gekommen war (vgl. Mk 6,3). Jeder Mensch hat das Recht auf eine ihm gemäße und menschenwürdige Arbeit. Wenn der Mensch seine Arbeit zur Ehre Gottes verrichtet, entfaltet er zugleich seine Talente und trägt bei zum Wohl und Heil seiner Mitmenschen.

Der heilige Josef ist ein machtvoller Fürbitter bei Gott, der die Würde und Rechte der arbeitenden Menschen verteidigt. Die Kirche zeigt in ihrer Soziallehre auf, welche Würde dem arbeitenden Menschen zukommt und wie dessen ihm von Gott gegebene Rechte zu schützen sind; sie erhebt immer wieder auch prophetisch ihre Stimme, wo diese Würde und Rechte missachtet werden.

• Josef von Nazareth war aufmerksam für die Wunder der Schöpfung Gottes. Die Naturverbundenheit, die Jesus Christus auf vielfache Weise in seinem Wirken gezeigt hat, wurde – was seine Menschheit betrifft – in seiner Herkunftsfamilie grundgelegt. Die liebevolle Aufmerksamkeit für Gottes gute Schöpfung ist ein wesentlicher Auftrag für uns Christen; wir sollen dabei nicht nur die unbelebte und belebte Natur schützen, sondern auch den Menschen in seiner ihm von Gott geschenkten Würde und Berufung achten und fördern. Der heilige Josef lehrt uns eine liebevolle Verbundenheit mit Gottes guter Schöpfung im Dienst des Wohles und Heils aller Menschen.

• Der heilige Josef wird verehrt als Patron der Sterbenden. Wie die Überlieferung bekundet, durfte er in Gegenwart Jesu und Marias sterben. So war sein Abschied von dieser Welt ein seliger Hinübergang zu Gott! Die Sorge für Kranke und Sterbende ist ein wichtiges Werk der Barmherzigkeit. Es gilt stets, die Dimension des ewigen Heiles im Blick zu behalten und leidende und kranke Menschen zum Frieden mit Gott hinzuführen. Ein therapeutischer Übereifer, der die medizinischen Möglichkeiten über Gebühr bis zum letzten ausschöpft, ist ebenso abzulehnen wie die bewusst intendierte Lebensverkürzung durch Unterlassung lebensnotwendiger Maßnahmen oder durch Anwendung von Mitteln, die gezielt den Tod herbeiführen (Euthanasie).

Der heilige Josef möge durch seine Fürbitte bei Gott allen helfen, die rechte Sichtweise für die Würde und Rechte des kranken und sterbenden Menschen wieder zu gewinnen: gerade auch im Blick auf die selige Vollendung in der Anschauung Gottes im Himmel und auf die Auferstehung des verklärten Leibes, wenn Christus wiederkommt in Herrlichkeit, um zu richten die Lebenden und die Toten.

Heiliger Josef, bitte für uns! Heilige Familie von Nazareth: Jesus, Maria und Josef, Euch empfehlen wir alle Ehepaare und Familien und besonders die Kinder, die Kranken und die alten Menschen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Hl. Josef

  1. US-Bundesstaat Wisconsin führt Gedenktag für den hl. Joseph den Arbeiter ein
  2. Josef von Nazareth - Der Mann in der zweiten Reihe
  3. Der heilige Josef: Ein weltweites Vorbild
  4. Erfolgreich mit der Josef–Strategie
  5. „Kirche in Not“ unterstützt „Josefsprojekte“ weltweit
  6. Der heilige Josef hat der Kirche und den Menschen viel zu sagen
  7. Der Schutzpatron der Kirche
  8. Josef als Vorbild
  9. Der Patron der Kirche unserer Zeit
  10. Er gab ihm den Namen Jesus







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz