Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Du bist gut genug

10. Februar 2017 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Denn für Christus sind wir gut genug. Genauso, wie wir sind. „Liebe mich, so wie du bist.“, steht auf meinem Anbetungszettel. Jeden Freitag auf kath.net BeneDicta, diesmal mit Isabella Gräfin von Kageneck


Linz (kath.net)
Kennen Sie diese Leute in Ihrem Umfeld, von denen Sie meinen, sie ständig beeindrucken zu müssen, damit sie Ihnen nicht die Freundschaft oder überhaupt die Beachtung entziehen? Die Gespräche, in denen man sich plötzlich dabei ertappt, sich ganz unterschwellig unzulänglich zu fühlen, weil das Gegenüber bemüht ist, Sie ständig mit Ihren vermeintlichen Schwächen zu konfrontieren. „Du bist nicht klug genug. Du bist nicht fleißig genug. Du bist nicht fromm genug. Du bist nicht attraktiv genug. Du bist jenes nicht und das nicht. Kurzum: Du bist nicht gut genug.“

Welche Überraschung! Dass wir nicht perfekt sind und bereits kurz vor der Heiligsprechung stehen, das ist uns schon bekannt. Um diese Unzulänglichkeit, mit der wir bis zu unserem Tode zu kämpfen haben werden, sollten wir wissen. Problematisch wird es aber dann, wenn diese Erkenntnis zum Bösen verdreht wird, indem wir uns minderwertig, eben einfach nicht gut genug fühlen. Nicht gut genug für Gott, nicht gut genug von Ihm geliebt zu werden. Dies ist deshalb gefährlich, weil dieses Gefühl uns dann sogar von Gottes Liebe trennen kann, ohne dass Er dies beabsichtigt.


Denn für Christus sind wir gut genug. Genauso, wie wir sind. „Liebe mich, so wie du bist.“, steht auf meinem Anbetungszettel. Nicht wie der, der du vielleicht in zehn oder in 20 Jahren bist. Nein, wie der, der du j e t z t bist. Ist das nicht großartig?! Wenn Christus jetzt ja sagt zu uns, dann können auch wir jetzt ja sagen zu uns. Nicht erst, „wenn ich die neue Beförderung im Job habe oder meinen Doktortitel, wenn ich zehn Kilo abgenommen habe oder endlich ein perfekter Christ geworden bin“. Natürlich, dass können alles gute und erstrebenswerte Ziele sein. Aber Christus macht sein Ja zu uns davon nicht abhängig.

Wenn wir dies erst einmal im innersten unserer Seele wirklich begriffen haben, dann verlangt uns fast ganz automatisch danach, auch unser Bestes zu geben. Es ist ein bisschen so, wie in meinem Lieblingsweihnachtsfilm „Der kleine Lord“: Das Enkelkind Ceddie sieht in seinem verbitterten Großvater nur das Beste. Er sieht, in welche Größe sein Großvater hineinwachsen kann und schenkt ihm ohne jeden Vorbehalt seine Liebe. Diese Liebe verwandelt den Großvater, der sich bemüht, diese Liebe nicht zu enttäuschen und sich ihrer würdig zu erweisen.

Ebenso ergeht es uns, wenn wir uns durch die hingebungsvolle Liebe Christi berühren, anstecken und verwandeln lassen. Wir wollen nicht beschämt sein durch unsere eigene Schwachheit, Habgier, durch unseren Egoismus, unseren Hochmut, der uns über den Nächsten erhebt. Wir wollen dieser unglaublichen Liebe entsprechen, die uns völlig unverdient geschenkt worden ist. Dies ist ein so guter Kern, den das Böse selbst durch den Sündenfall nicht zu rauben vermochte. Dieses Streben danach, sich nicht mehr vor Gott verstecken zu müssen und zu wollen.

Wenn wir das nächste Mal denken sollten, Gott könne mich so, wie ich aktuell bin, einfach nicht gebrauchen, dann sollten wir auch einmal in die Bibel schauen: Noah war betrunken. Abraham war zu alt. Isaak war ein Träumer. Jakob war ein Lügner. Gideon hatte Angst. Rahab war eine Prostituierte. Jeremia war zu jung. David hatte eine Affäre. Eliah war ein Selbstmordkandidat. Die Jünger schliefen ein im Gebet. Martha machte sich zu viele Sorgen. Marthas Schwester Maria war zu faul. Maria Magdalena war besessen. Die Samariterfrau schlief ständig mit Anderen. Petrus war zu impulsiv. Markus hatte aufgegeben und Lazarus war tot. Dies sind nur einige Beispiele, die Gott benutzt hat, um zu zeigen: „DU BIST GUT GENUG für mich, trotz all Deiner Fehler. An deinen Schwächen und Unzulänglichkeiten werde ich meine Herrlichkeit offenbar machen.“ Gerade in unserer Gebrochenheit soll seine Fülle sichtbar werden. Tief im Herzen sehnen wir uns danach, Seiner Gnade zu entsprechen. Wenn wir dies erst einmal erreicht haben, dann ist jedes Stolpern, jedes Straucheln ein Sieg über unsere Ängste, Zweifel und Anfechtungen. Deo gratias.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

BeneDicta

  1. Wenn das Nein nicht mehr zählt
  2. Technisch brillant, geistig obdachlos
  3. Beschließen ohne zu entscheiden?
  4. Die große Täuschung
  5. Hoffnung schlägt Optimismus
  6. Kirche zwischen Riss und Rückbindung
  7. Freu dich, Gott liebt dich
  8. 'Sommer ist, was in deinem Kopf passiert'
  9. Denn der Glaube ist kein Leistungssport
  10. Das Glück dieser Welt kauft man nicht mit Geld







Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz