
Facebook löscht kritische 'Ehe für alle'-Karikatur7. Juli 2017 in Aktuelles, 19 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die deutsche Zeitung "Junge Freiheit" hat eine kritisch "Ehe für alle"-Karikatur veröffentlicht. Jetzt wird der Chefredakteur der Zeitung temporär gesperrt Facebook droht mit weiteren Schritten
Berlin (kath.net) Facebook hat eine kritische "Ehe für alle"-Karikatur der deutschen Zeitung "Junge Freiheit" (JF) gelöscht und den Chefredakteur der Zeitung, Dieter Stein, für drei Tage gesperrt. Dies teilte die Zeitung auf ihrer Website mit. Laut Facebook habe die Karikatur gegen die "Gemeinschaftsstandards" verstoßen. Gedroht wird auch, dass durch ein nochmaliges Posten der Karikatur es zu einer dauerhafte Sperrung könnte. Die Karikatur wurde von der JF bereits 2015 veröffentlicht. JF-Chefredakteur Dieter Stein kritisiert die Sperre: "Dass eine so harmlose Karikatur auf Facebook nicht veröffentlicht werden darf, zeigt, wie unerwünscht Kritik an der sogenannten Ehe für alle ist. Offenbar darf man diese gesellschaftspolitische Entscheidung ausschließlich gut finden." 
Kritik an der Sperre kommt auch vom bekannten Rechtsanwalt und Publizist Joachim Steinhöfel, der gegenüber der Zeitung meint: "Der Cartoon ist weder rechtswidrig noch ist auch nur ansatzweise erkennbar, dass er die so genannten Facebook-Gemeinschaftsstandards oder die Facebook-Grundsätze, die das Rechtsverhältnis zwischen Facebook und dem Nutzer regeln in irgend einer Weise hätte verletzen können." Steinhöfel, der bereits mehre juristische Schritte gegen Facebook unternommen hatte, bezeichnet die Aktion von Facebook als "eindeutig rechtswidrig". Screenshot der durch Facebook gesperrten Karikatur

Bild (c) Junge Freiheit/Screenshot
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