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Indien: Vorwurf gegen Mutter Teresa-Schwester fallengelassen

26. Juli 2018 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Doch Verdacht gegen externe Ordensmitarbeiterin verhärtete sich


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Im Zuge der polizeilichen Untersuchungen zu den Kinderhandel-Vorwürfen gegenüber den Missionarinnen der Nächstenliebe in Indien wurde eine verhaftete Ordensfrau jetzt freigelassen. Das berichtete "Vatican News" am Mittwoch. Der Mutter-Teresa-Ordensschwester konnte nichts nachgewiesen werden. Damit bestätigt sich die Zurückweisung der Vorwürfe durch den Orden Mutter Teresas, der in Indien zahlreiche Heime für Waisenkinder und alleinstehende Frauen unterhält. Eine Ordensfrau und zwei externe Mitarbeiterinnen des Ordens hatten sich einer polizeilichen Untersuchung stellen müssen.

Die drei waren wegen des Verdachts auf Kinderhandel festgenommen worden, nachdem ein Kleinkind aus einer Einrichtung der Missionarinnen der Nächstenliebe in Ranchi verkauft worden war. Eigentlich hatte das Kind, das von seiner Mutter zur Adoption freigegeben worden war, einer staatlichen Vermittlungsstelle übergeben werden sollen. Die externe Ordensmitarbeiterin hatte es dagegen gegen eine Geldsumme an ein kinderloses Paar übergeben und den Betrag danach gedrittelt - für sich selbst, die leibliche Mutter und den Wachmann des Krankenhauses. Wie sich jetzt herausstellte, hatte die in diesem Kontext verdächtigte Ordensschwester von diesem illegalen Vorgang nichts gewusst.


Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki, der sich derzeit in Indien aufhält, kommentierte die neue Entwicklung im Interview: "Was wir jetzt mitbekommen haben, ist, dass die Ordensschwester von der Polizei verhört wurde, ihr aber nichts nachgewiesen werden konnte. Sie ist wieder in Freiheit." Die Vorwürfe gegen die anderen Verdächtigten sollen sich derweil erhärtet zu haben. Dazu Woelki: "Es ist wohl so, dass ein Wachmann und eine weitere Frau dort zumindest ein Kind weggegeben und damit tatsächlich wohl auch gehandelt haben. Sie haben wohl auch Geld genommen. Es handelt sich also nicht um die Schwestern, sondern um Angestellte dieser Gemeinschaft. Das ist schlimm genug, aber Gott sei Dank ist keine Ordensschwester verwickelt."

Kinderhandel-Vorwürfe Teil der Stimmungsmache

Woelki sieht in den Kinderhandel-Vorwürfen gegen den Mutter-Teresa-Orden ein "abgekartetes Spiel" der indischen Regierung. Dieser gehe es seit der Machtübernahme 2014 nur darum, aus Indien wieder einen rein hinduistischen Staat zu machen, so der Kölner Erzbischof. Vorwürfe gegen die christliche Minderheit seien ein beliebtes Mittel, um Stimmung zu machen. Indem der weltweit bekannte Name von Mutter Teresa mit Kinderhandel in Zusammenhang gebracht werde, schaffe die Regierungspartei Aufmerksamkeit.

Woelki beendet am Donnerstag einen zweiwöchigen Aufenthalt in Indien. Er folgt einer Einladung des Großerzbischofs der Syro-Malankarischen Kirche, die mit Rom verbunden ist.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

  27. Juli 2018 
 

Undank ist der Welten Lohn!

Ein gefundenes Fressen für die Behörden, wenn man die Mutter-Teresa-Schwestern mit Dreck bewerfen kann.
Die Frage ist nur: Wer war der Whistleblower?


1
 
 Rosenzweig 26. Juli 2018 

DANKE für diese Klarstellung..

-
des vermeintlichen Kinderhandel- Verdacht/ Vorwurfes-
zumal schmerzlich- zu Lasten der weltweit wertgeschätzt."Mutter Theresa Schwestern"!
-
Hl. Mutter Theresa, Dank auch für Dein FÜR-BITT Gebet u.
sei Deinen Schwestern in ihrem selbstlosen Dienen an den Hilflosesten, wie Kindern/ Ärmsten/ Sterbenden u.u. weiterhin vom Himmel aus spürbar nahe!
-
So bittend dankb. verbunden...


4
 
 Adamo 26. Juli 2018 
 

Die Mutter Teresa-Schwestern sollten in ein schlechtes Licht gestellt werden.

Ein Wachmann hat also diesen Kinderhandel betrieben und keine Ordensschwester!


7
 
 doda 26. Juli 2018 

Gut, daß hier die Wahrheit ans Licht kam.

Ich las zu Beginn der Vorwürfe im Internet, ich weiß nicht mehr in welchem Beitrag, daß ein 'Geständnis' der Ordensschwester unter Druck erfolgt sei.


4
 

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