Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Missio Österreich: Dramatische Situation im Senegal

15. August 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner: „Die Situation ist dramatisch.“Dürre und Hunger in der Sahel-Zone - Fast eine Million Menschen kämpfen im Senegal gegen den unmittelbaren Tod


Wien (kath.net/MISSIO) Dürre und Hunger in der Sahel-Zone
Fast eine Million Menschen kämpfen im Senegal gegen den unmittelbaren Tod. Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner: „Die Situation ist dramatisch.“ Jedes sechste Kind braucht durch die akute Unterernährung dringend eine Behandlung.

Die Hungersnot in der Sahel-Zone nimmt „dramatische Ausmaße“ an, fast eine Million Menschen kämpfen im Senegal gegen den Tod, berichtet Missio-Projektpartner Alex Tendeng von der lokalen Caritas Saint Louis. „Die meisten Menschen in den kleinen Dörfern leben ausschließlich von der Landwirtschaft. Mittlerweile haben sie nichts mehr. Wenn keine Hilfe kommt, werden sie verhungern“, sagt Tendeng. Die Kirche im Senegal spielt für ihn eine „Schlüsselrolle“ im Kampf gegen den Hunger: „Die Kirche ist für alle da. Sie versucht mit vielen kleinen und großen Hilfsprojekten auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“

Klimawandel macht ohnmächtig

Betroffen von der Lage im Senegal zeigt sich auch Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner, der selbst vor zwei Jahren vor Ort war: „Ich durfte damals viele Kinder und Familien treffen. Mich erschüttert der Gedanke, dass einige jetzt in Todesgefahr sind oder vielleicht nicht mehr leben könnten.“ Angesichts der Klimaerwärmung bezeichnet Wallner die aktuelle Situation als „große Ohnmacht“: „Der Klimawandel scheint stark durch den Lebensstil von uns in den westlichen Ländern verursacht zu sein. Wenn wir nicht schnell konkrete und nachhaltige Lösungen finden, werden Katastrophen wie in der Sahel-Zone bald Alltag.“

Als Hauptproblem im Senegal sieht auch Tendeng die „große Trockenheit“, die durch klimatische Veränderungen stärker geworden ist: „Es ist überhaupt kein Regen gefallen, die Saat ist nicht aufgegangen. Dadurch ist die Nahrungssicherheit verloren gegangen.“ Durch die fehlenden Einnahmequellen aus der Ernte verkaufen tausende Menschen im Senegal ihren wenigen Besitz, den sie haben, so der Missio-Projektpartner: „Menschen schlachten oder verkaufen ihr Vieh, um irgendwie über die Runden zu kommen. Aber das wird sie nicht in die Zukunft bringen.“

Kirche bringt nachhaltige Lösungen

Die lokalen Hilfsorganisationen bemühen sich vor allem um „nachhaltige und langfristige Lösungen“, betont Alex Tendeng: „Wir wollen die Menschen befähigen, auf die sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren. Menschen sollen lernen, warum es Verluste in der Ernte gibt und wie sie darauf reagieren können, was sie besser machen können.“ Zentral dabei ist aus seiner Sicht die Qualität des Saatguts und der Zeitpunkt der Aussaat. Beides müsse sich den neuen Klimabedingungen anpassen. Gerade Familien, die ohnehin sehr geringe Erträge aus der Landwirtschaft haben, brauchen dringend Schulungen, so Tendeng.

Kritisch sieht Alex Tendeng die Prioritätensetzung der Politik im Land: „Die Regierung legt einen großen Schwerpunkt auf Schulbildung und den Bau von neuer Infrastruktur. Das ist eine wichtige Entwicklung, aber ohne Nahrungsmittelsicherheit gibt es für die Menschen keine Perspektive“, so der Missio-Projektpartner. Umso wichtiger ist deshalb für ihn die Kirche im Land, die den Blick für die Nöte der Menschen hat. Vor allem an der Basis, in den Pfarren und Gemeinden, helfen die Christen jenen Menschen, die es am notwendigsten brauchen, schildert er: „Die Menschen organisieren sich in den Pfarrgemeinden und verteilen zum Beispiel Reis. Das sind kleine Schritte, die aber in so einer Situation unglaublich wichtig sind.“

Pater Karl Wallner hat die Kirche bei seinem Besuch im Senegal als „Avantgarde der Nächstenliebe“ erlebt, was auch jetzt sichtbar wird: „Im Senegal gibt es nur 5 Prozent Christen. Diese leben in großem Frieden mit den Muslimen - in der Sprache Wolof gibt es sogar ein Wort dafür: Teranga für gegenseitige Wertschätzung, Achtung und Gastfreundschaft", so der Missio-Nationaldirektor: „Die Kirche im Land wird sehr für die große Selbstlosigkeit und die Betreuung unzähliger Krankenstationen geschätzt." Sie ist für Wallner die „maßgebliche Säule“ der Gesundheitsversorgung im Land.


Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner


Foto Pater Wallner (c) Missio


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Afrika

  1. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  2. 'Wir sind bereit, willens und fähig, unsere große christliche Bevölkerung weltweit zu schützen!'
  3. Papst im Kongo eingetroffen
  4. 20 Tote bei islamistischem Terror-Angriff auf christliches Dorf in Nigeria
  5. Terrorismus breitet sich im Norden Mosambiks aus
  6. Kein Ende im orthodoxen Kirchenstreit um Afrika
  7. Äthiopien: Kämpfe um Tigray eskalieren
  8. Mosambik: Katechet rettet „Schatz“ seiner Pfarrei vor einem Terroranschlag
  9. Afrikanischer Kardinal: Christen sollen gegen ‚Homo-Ehe’ rebellieren
  10. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz