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Der Advent beginnt

28. November 2003 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Am Sonntag, 30. November, beginnt die Adventzeit. Vier Wochen lang bereiten sich die Christen auf das Fest der Geburt Jesu vor.


Wien (www.kath.net / PEW) Am Sonntag beginnt die Adventzeit, die Vorbereitungszeit der Christen auf das Weihnachtsfest. Der erste Adventsonntag markiert zugleich den Anfang eines neuen Kirchenjahres. Von ihrem Charakter her ist die Adventzeit eine Bußzeit, zugleich aber auch eine Zeit "freudiger Erwartung" im Hinblick auf das Geburtsfest Jesu; der Akzent der Buße und Umkehr drückt sich in den violetten Messgewändern ebenso aus wie in der Unterlassung des "Gloria"-Gesanges in den Messfeiern.

Traditionell sollen in der Adventzeit auch keine Freudenfeste wie etwa Hochzeiten stattfinden. Die christlichen Kirchen haben in den letzten Jahren begonnen, in der Auseinandersetzung mit der Kommerzialisierung den ursprünglichen Charakter der Adventzeit wieder in den Vordergrund zu stellen. Das Wort "Advent" geht auf das lateinische "adventus" zurück, das übersetzt "Ankunft" heißt und auf das Kommen Christi hindeutet. Die Römer bezeichneten den ersten offiziellen Besuch eines Herrschers oder die Thronbesteigung eines Kaisers als "adventus".

In der lateinischen Kirche wurde ab dem 4./5. Jahrhundert das Weihnachtsfest besonders festlich begangen; erste Hinweise auf eine Vorbereitungszeit mit Bußcharakter kommen aus Ravenna, Gallien und Spanien. Der Heilige Perpetuus, Bischof von Tours (gestorben 490), forderte als erster, sich auf Weihnachten ebenso durch eine Bußzeit vorzubereiten wie auf Ostern. Papst Gregor der Große legte die Zahl der Adventsonntage auf vier fest.

Vom 11. Jahrhundert an gewann die Adventliturgie auch außerhalb Roms an Bedeutung. Die heutige Form des Advent wurde erst durch Papst Pius V. im Jahr 1570 allgemein verbindlich. In vielen Kirchen werden an den Werktagen des Advent die so genannten "Rorate"-Messen gefeiert. Der Name leitet sich ab von den ersten Worten des Liedes "Tauet, Himmel, den Gerechten...", auf Lateinisch "Rorate caeli...". Diese Gottesdienste werden meist früh am Morgen gefeiert, der Kirchenraum ist oft nur mit Kerzenlicht erhellt.



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