Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  3. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  4. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  7. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  11. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  12. Die Stunde der Heuchler
  13. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  14. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  15. Ein einziges Depositum der Wahrheit. Die Einheit von Schrift und Tradition

Indisches Gericht lehnt Bischofs-Freilassung gegen Kaution ab

4. Oktober 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Oberster Gerichtshof von Kerala lehnt Antrag des verhafteten Bischofs Mulakkal ab - Verdacht auf sexuellen Missbrauch einer Ordensfrau – Kardinal Alencherry verweigerte dem Opfer Hilfe: „Nicht zuständig“ - Von Petra Lorleberg


Thiruvananthapuram (kath.net/pl) Der Oberste Gerichtshof des indischen Bundesstaates Kerala lehnte den Antrag des inhaftierten katholischen Bischofs Franco Mulakkal ab, gegen Kaution auf freien Fuß zu kommen. Das berichtete die asiatische katholische Nachrichtenagentur „ucanews“. Gegen den aus dem südindischen Bundesstaat stammenden Bischof von Jalandhar (Provonz Dehli) liegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs einer katholischen Ordensfrau vor, die das Gericht inzwischen offenbar nicht mehr als von vornherein unglaubwürdig abtun möchte. Die Ordensfrau und einige ihrer Unterstützer (darunter Priester) hatte durch eine öffentliche Demonstration für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem zuvor weder staatlicherseits noch kirchlicherseits nennenswerte Reaktionen auf ihre dokumentierten Schilderungen gekommen waren. Vgl. dazu den kath.net-Artikel: „Nicht einmal eine Eingangsbestätigung aus der Nuntiatur“. Der Bischof war vor der Demonstration offenbar weder seitens des Staates noch seitens der Kirche zum Thema kontaktiert worden. Bischof Mulakkal lässt seit Mitte September sein Amt als Ortordinarius ruhen, die Amtsgeschäfte hat er vorübergehend in die Hand eines Priester gelegt. Allerdings hat er keinen Amtsverzicht erklärt. Am 21. September wurde Mulakkal nach Polizeiverhör verhaftet.


„ucanews“ erinnerte auch an ein Telefongespräch zwischen der mutmaßlich zum Opfer sexueller Übergriffe gewordenen Ordensfrau und Kardinal George Alencherry im Juni. Die Ordensfrau hatte das Oberhaupt der Katholiken des syro-malabarischen Ritus um Hilfe gebeten. Alencherry verweigerte seine Hilfe mit dem Hinweis, dass er nicht für Kleriker des lateinischen Ritus zuständig sei. Daraufhin bat ihn die Ordensfrau, ihr zu einem Termin mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz des lateinischen Ritus zu verhelfen, Kardinal Oswald Gracias. Alencherry verweigerte auch dies. Er sagte zu der Ordensfrau: „Gehen Sie selbst nach Mumbai und sprechen Sie ihn direkt an.“ Das Telefongespräch zwischen der Ordensfrau und Großerzbischof Alencherry wurde allerdings aufgenommen und später geleaked. Alencherry war Anfang 2018 nach missglückten Grundstücksspekulationen mit einem Wertverlust von etwa 11 Millionen Euro für das Großerzbistum. Im vergangenen Juni entzog ihm Papst Franziskus durch die Ernennung eines Apostolischen Administrators sede plena die Jurisdiktionsgewalt.

Opfervertreter weisen in Indien sowohl innerkirchlich wie auch hinsichtlich des Staates immer wieder darauf hin, dass die Vorwürfe von Frauen nicht ausreichend ernstgenommen würden.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Maxim 4. Oktober 2018 
 

Adamo

Was soll Ihr Lesebrief? Ist die Schuld bewiesen? Warten wir doch ab. Es gibt auch Beschuldigungen aus Hass.


1
 
 Adamo 4. Oktober 2018 
 

Kaution! - Schreckliche Uneinsichtigkeit für schwere Sünden -

Offenbar meint man in der indischen Kirche, dass man sich mit Geld von schweren Sünden rein waschen kann. Das klingt mir so wie im Mittelalter: "Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt".


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  2. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  3. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  4. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  5. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  6. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  7. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  8. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche
  9. Bistum Basel: Bischof Gmür räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein
  10. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  7. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  8. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  9. Die Stunde der Heuchler
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  12. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  13. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  14. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  15. Goldensteiner Schwestern: Schwere Vorwürfe um Spendengelder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz