Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  11. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  12. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  13. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  14. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

„Seien wir selbstbewusst. Werden wir offensiver!“

6. Februar 2019 in Prolife, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Da hat Anne Will ganz schön hingelangt: Als CDU-Politiker Philipp Amthor über den ‚Lebensschutz‘ sprach, korrigierte sie ihn und sprach von ‚sogenanntem Lebensschutz‘.“ Gastkommentar von Susanne Wenzel


Berlin-Köln (kath.net) Da hat Anne Will in ihrer Talkshow am Sonntagabend ganz schön hingelangt: Als der CDU-Politiker Philipp Amthor über den Einsatz für den „Lebensschutz“ sprach, korrigierte die Moderatorin ihn, um wie sie sagte, „keinen falschen Zungenschlag aufkommen zu lassen“, und sprach von „sogenanntem Lebensschutz“. Einige meiner Mitstreiter fühlen sich dadurch diskreditiert, was offenbar auch die Absicht von Frau Will war und von allen ist, die uns in unserem Einsatz für das Recht auf Leben als „sogenannte Lebensschützer“ oder „selbsternannte Lebensschützer“ bezeichnen. Damit soll eigentlich nur gesagt werden, dass wir keine Legitimation haben, uns für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einzusetzen. Wurde diese Legitimation jemals für Amnesty hinterfragt? Oder für Alice Schwarzer? Auch Frau Will oder Teresa Bücker, die uns am Sonntag einmal mehr eine Lektion über die Diskriminierung von Frauen erteilen wollten, sind nichts weiter als „selbsternannte“ Frauenrechtlerinnen. Und das tatsächlich, denn mich als Frau hat keine von ihnen gefragt, ob ich meine, ich müsste „sexuell befreit“ werden, ob ich irgendeine Diskriminierung verspüre oder sonst irgendwie ausgerechnet von ihnen aus einer Unterdrückung befreit werden möchte. Sie wollen mir nur gerne vorgeben, was ich als Frau zu denken habe. Ich kann durchaus für mich selbst sprechen und meine Interessen vertreten. Der „sogenannte Lebensschützer“ aber spricht für die, die in unserer Gesellschaft nicht für sich sprechen können. Das können wir weiter deklinieren, fest steht aber: Die Legitimationsfrage würden die Damen verlieren.


Nun finde ich den Begriff "Schützer" schon falsch. Wir kämpfen für das Recht auf Leben. Wir setzten uns ein für Menschenrechte. Ich werde hin und wieder angesprochen „Du bist doch auch so ein Lebensschützer.“ Ich antworte dann immer „Nein. Ich umarme keine Bäume und ich trage keine Frösche über die Straße. Ich kämpfe für ein MenschenRECHT. Und zwar für DAS grundlegende Recht, ohne das keines der anderen beansprucht und ausgeübt werden kann: Das Recht auf Leben. Ich bin also ein Menschenrechts-Aktivist oder LebensRECHTLER."

Nun kann man mir entgegenhalten, das sei ja ganz nett, würde aber nichts in der öffentlichen Wahrnehmung ändern oder wir würden nicht die Deutungshoheit über aktuelle Begriffe erlangen. Mag sein. Wird vermutlich auch so sein. Wir können und werden die andere Seite nicht ändern. Und auch den Begriff des Lebensrechtlers kann man diskreditieren. Mir geht es um die Selbstwahrnehmung. Denn sie bestimmt entscheidend unsere Außendarstellung. Und leider stelle ich immer wieder fest, dass angesprochene Lebens-„Schützer“ bei „sogenannt“ oder „selbsternannt“ den Kopf einziehen und sich rechtfertigen oder in eine aussichtslose Diskussion um eben ihre „Legitimation“ begeben.

Ich behaupte aber, wenn wir verinnerlichen und uns ins Bewusstsein rufen, wofür wir tatsächlich kämpfen, können uns diese ständigen Diskreditierungsversuche nicht mehr anfechten. Stellen wir es richtig in Diskussionen, ohne jede weitere Rechtfertigung. Seien wir selbstbewusst. Werden wir offensiver.

Übrigens: auch "selbsternannte" Frauenrechtlerinnen wie Anne Will und Teresa Bücker, die ihre steilen Thesen unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung verbreiten können, haben das grundlegende Recht auf Leben schon in Anspruch genommen. Oder um es mit Ronald Reagan zu sagen: "Abtreibung wird nur von Leuten befürwortet, die selber geboren sind.“

Die Autorin ist die Pressesprecherin der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL)

Archivfoto Marsch für das Leben Berlin


Foto: Marsch für das Leben (c) Andreas Kobs/CDL


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  2. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  3. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  4. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  5. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  6. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  7. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  10. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz