Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  9. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  10. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  11. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  12. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Leere der kirchlichen Lehre

Belvedere: Messe im Gedenken an Staatsvertragsunterzeichnung

16. Mai 2019 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Geistlicher Leiter des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs, P. Mikocki, feiert "Messe für das Vaterland" am historischen Ort der Staatsvertragsunterzeichnung - "Wenn Glauben und Politik in rechter Weise zusammenwirken, dann wird es zum Segen für die Menschen"


Wien (kath.net/KAP) "Wenn Glauben und Politik in rechter Weise zusammenwirken, dann wird es zum Segen für die Menschen." Das unterstrich Pater Benno Mikocki vom Rosenkranz-Sühnekreuzzug (RSK) bei der Messe am Mittwoch im Wiener Belvedere. Anlass dafür war der 64. Jahrestag der Unterzeichnung des Staatsvertrags, der Österreich die Freiheit brachte. Sein Zustandekommen könne gleichsam als Paradebeispiel für das segensreiche Zusammenwirken von Glaube und Politik gewertet werden: Auf Initiative von RSK-Gründer Pater Petrus Pavlicek und dem damaligen Außenminister Leopold Figl kam es in Wien 1954 zu öffentlichen Bittprozessionen und Gebetsgottesdiensten mit bis zu 100.000 Gläubigen. Das gemeinsame Gebet von Gläubigen mit Politikern und für Politiker habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Österreich frei wurde.
"Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört" - dieses Wort aus dem Markusevangelium mache klar, dass es zwar eine Trennung zwischen Glaube und Politik gebe, die aber auch ein Zusammenwirken zulasse, so der geistliche Leiter der Gebetsgemeinschaft. Auch könne man sich nicht auf Jesus berufen, wenn man Politik als "schmutziges Geschäft" ablehne. Wenn man die Worte des Herrn ernst nehme, dann sei man als Christ nicht nur gehalten, Steuern zu zahlen, sondern sich auch politisch einzubringen. Gleichzeitig stehe der Christ auch unter dem Anspruch, Gott zu geben, was ihm gebührt.


An der "Messe für das Vaterland" in der Schlosskapelle des Belveder nahmen u.a. der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt und Großneffe des Staatsvertrags-Außenministers, Markus Figl, sowie Verwandte von Bundeskanzler Raab teil. Namens der erschienenen Politiker erinnerte die Nationalratsabgeordnete Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) daran, dass beim Zustandekommen des Staatsvertrags nicht nur Glaube und Politik, sondern auch die unterschiedlichen Parteien zusammengewirkt hätten: "Am Schluss zählt das Gemeinsame über Fraktionsgrenzen hinweg." Die Feier endete mit dem Segen für Österreich und seine Bewohner, gespendet im historischen Marmorsaal.

Die Geschichte des 1947 gegründeten RSK ist eng mit dem Gebet für die Freiheit des nach dem Krieg von den Alliierten besetzten Österreich verbunden. Rasch wuchs die Zahl der Betenden rund um Pater Petrus Pavlicek von ursprünglich 500 auf 500.000 im Jahr 1955 an. Nach 81 Sühneandachten und mehreren Lichterprozessionen mit Zehntausenden durch die Wiener Innenstadt erfüllte sich 1955 das Gebetsanliegen um die Wiedererlangung der vollen Freiheit Österreichs. Im Hinblick auf den österreichischen Staatsvertrag 1955 sagte der damalige Bundeskanzler Julius Raab: "Wenn nicht so viel gebetet worden wäre, nicht so viele Hände in Österreich sich zum Gebet gefaltet hätten, so hätten wir es wohl nicht geschafft."

Nach dem Staatsvertrag textierte P. Pavlicek das von ihm verfasste und für den RSK typische Lied um, wo es seitdem in der zweiten Strophe heißt: "Schutzfrau Öst'reichs, o Maria, unser Fleh'n hast du erhört. Freiheit wieder uns gegeben, Frieden Österreich beschert. Denn, o Mutter..." Mit diesem Lied wurde auch die Gedenkmesse zum Staatsvertrag im Belvedere beschlossen.

P. Mikocki, feiert "Messe für das Vaterland" am Ort der Staatsvertragsunterzeichnung 1955


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: © Paul Wuthe / Kathpress


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Geschichte

  1. Königliche Frauen im Petersdom
  2. Zeitgenossen – Jesus der Galiläer, Seneca der Römer
  3. Liebe.Macht.Erfinderisch.: Enthüllungen
  4. Geköpfte Madonna-Statue im Wallfahrtsort Loretto gefunden
  5. In der Höhle des Geächteten - Hörbuchtipp
  6. Die Byzantiner: Kultur und Alltag im Mittelalter
  7. 1517 - 1717 - 1917
  8. Ein Lied für Nagasaki - Leseprobe 4
  9. Ein Lied für Nagasaki - Leseprobe 3
  10. Ein Lied für Nagasaki - Leseprobe 2






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Primat in Synodalität – Synodalität in Communio
  4. Altabt bei Jugendfestival: Jesus als Vorbild für gelebte Liebe nehmen
  5. Leo XIV.: „Ihre Anwesenheit ist ein leuchtendes Zeugnis für die ungeschuldete Zuwendung Gottes“
  6. Neue Kirche "Heilig Kreuz" in Selfoss eingeweiht: Meilenstein für die katholische Kirche Islands
  7. Papst würdigt „berühmten Hymnus ‚Lead, Kindly Light‘ (Führ, liebes Licht)“ des hl. John Henry Newman
  8. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  9. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  10. Maria, die Mutter des Friedens
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  13. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  14. Vergebung kennt keine Grenze
  15. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz