Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  2. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  5. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  6. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  7. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  8. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  11. R.I.P. Ennio Morricone
  12. Der synodale Weg funktioniert nicht
  13. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  14. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  15. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!

Gottes Gnade ist unentgeltlich!

11. Juni 2019 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Mit Gott ist nicht zu verhandeln. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der zehnten Woche im Jahreskreis, Fest des heiligen Apostels Barnabas, ging Papst Franziskus vom Tagesevangelium über die Sendung der Apostel aus (Mt 10,7-13). Umsonst müsse gegeben werden, was wir umsonst von Gott empfangen hätten. Die Unentgeltlichkeit Gottes und somit unsere Unentgeltlichkeit gegenüber den anderen als Zeugnis und Dienst standen im Mittelpunkt der Betrachtungen des Papstes.

Die Sendung der Apostel – die Sendung eines jeden Christen. Ein Christ könne nicht still bleiben, das christliche Leben „geht immer voran“, rief Franziskus in Erinnerung und bezog sich dabei auf die Worte Jesu: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe! Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“. Das sei die Mission und es handle sich um „ein Leben des Dienstes“:

„Das christliche Leben ist zum Dienst da. Es ist sehr traurig, wenn wir Christen finden, die zu Beginn ihrer Bekehrung oder ihres Bewusstseins, Christen zu sein, offen dafür sind, dem Volk Gottes zu dienen, und dann dabei enden, sich Gottes Volk zu bedienen. Das fügt dem Volk Gottes viel Übles zu. Die Berufung ist: zu ‚dienen’, nicht ‚sich etwas zu bedienen’“.


Das christliche Leben sei dann „ein Leben der Unentgeltlichkeit“. Der Herr gehe zum Kern des Heils: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“. Das Heil „kann nicht gekauft werden“, „es wird uns umsonst gegeben“. Gott rette uns tatsächlich umsonst, er lasse uns nicht bezahlen. Und wie Gott mit uns getan habe, so „müssen wir es mit den anderen tun“. Und genau diese Unentgeltlichkeit Gottes „ist eines der schönsten Dinge“:

„Zu wissen, dass der Herr voller Gaben für uns ist. Er bittet nur um eines: dass sich unser Herz öffnet. Wenn wir ‚Vater unser’ sagen und beten, öffnen wir unsere Herzen, damit diese Unentgeltlichkeit kommt. Es gibt keine Beziehung zu Gott außerhalb der Unentgeltlichkeit. Manchmal, wenn wir etwas Spirituelles oder eine Gnade brauchen, sagen wir: ‚Nun, jetzt werde ich fasten, ich werde eine Buße tun, ich werde eine Novene beten...’. Das ist in Ordnung, aber seien wir vorsichtig: dies bedeutet nicht, die Gnade zu ‚bezahlen’, die Gnade zu ‚kaufen". Das soll dein Herz erweitern, damit die Gnade kommen kann. Die Gnade ist unentgeltlich“.

Alle Güter Gottes seien unentgeltlich, so Franziskus, der davor warnte, dass das Problem darin bestehe, dass „das Herz schrumpft, sich verschließt und nicht in der Lage ist, so viel unentgeltliche Liebe“ zu empfangen. Wir dürften nicht mit Gott verhandeln, „mit Gott verhandelt man nicht“.

Dann sei da die Einladung, umsonst zu geben. Und dies werde vor allem „für uns Hirten der Kirche“ gesagt, „um die Gnade nicht zu verkaufen“. „Es tut sehr weh“, so der Papst, „wenn sich da Hirten finden, die mit der Gnade Gottes Geschäfte machen: ‚Ich werde das tun, aber das kostet so viel, so viel...’“. Die Gnade des Herrn sei dagegen unentgeltlich und „du, du musst sie umsonst geben“:

„In unserem geistlichen Leben besteht immer die Gefahr, dass wir über die Bezahlung stolpern, immer, und dass wir sogar mit dem Herrn sprechen, als wollten wir dem Herrn Bestechungsgeld geben. Nein! So geht das nicht! Es geht nicht so. ‚Herr, wenn du mir das tust, werde ich dir das geben’, nein. Ich mache dieses Versprechen, aber das erweitert mein Herz, um das zu empfangen, was für uns umsonst ist. Diese Beziehung der Unentgeltlichkeit zu Gott wird uns dann helfen, sie mit den anderen zu haben, sowohl im christlichen Zeugnis als auch im christlichen Dienst und im pastoralen Leben derer, die Hirten des Volkes Gottes sind. Unterwegs. Das christliche Leben ist ein Gehen. Verkündigt, dient, nicht ‚sich etwas bedienen’. Dient und gebt umsonst, was ihr umsonst empfangen habt. Möge unser Leben der Heiligkeit diese Erweiterung des Herzens sein, dass die Unentgeltlichkeit Gottes, die Gnaden Gottes, die dort sind, umsonst, die er geben will, unser Herz erreichen können. So sei es“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 11. Juni 2019 

@Adamo - Und warum, glauben Sie, ging Paulus

dann 3 Jahre in die Einsamkeit der "Araba"?!


1

0
 
 Adamo 11. Juni 2019 
 

Mit Gott Geschäfte machen?

Gott vergibt alle Gnaden umsonst und so wie er es will. Denken wir doch an den extremen Christenverfolger Saulus, der jeden Christen in den Kerker brachte.

Was tat Jesus mit ihm? Er machte ihn vor Damaskus vom Christenverfolger zu einem seiner glühendsten Apostel und das ohne Saulus's eigenen Willen, also völlig gratis und ohne Geschäfte-Handel mit Jesus.


3

0
 
 Eliah 11. Juni 2019 
 

Noch ein Knackpunkt

@girsberg74: Es gibt noch einen weiteren Knackpunkt. Gottes Gnade kostet kein Geld (auch in Deutschland nicht - nur die Bischöfe lassen sich ihre "Gnade" steuerlich bezahlen). Gottes Gnade gibt es gleichwohl für niemand ohne Gegenleistung. Man muss sie nämlich annehmen. Wer sie partout ablehnt, dem zwingt Gott sie nicht auf.


7

0
 
 girsberg74 11. Juni 2019 
 

Stimmt nicht ganz!

In Deutschland ist sie entgeldlicht


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus-Perle

  1. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  2. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  3. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  4. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  5. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  6. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  7. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  8. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  9. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit
  10. SANTA MARTA








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  5. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  6. Der synodale Weg funktioniert nicht
  7. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  8. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  9. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  10. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  11. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“
  12. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  13. „Der nächste Papst“: Welchen Herausforderungen muss er sich stellen?
  14. Trondheim bekommt nach elf Jahren wieder eigenen Bischof
  15. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz