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Koptische Christin in sudanesischer Übergangsregierung

24. August 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Regierender Militärrat und Protestbewegung einigten sich auf christliche Rechtsanwältin Rayaa Nicol Abdel Masih als quasi neutrales elftes Mitglied des "Souveränen Rats", der eine rund dreijährige Übergangsphase hin zur Demokratie leiten soll


Khartum-Rom (kath.net/KAP) Dem elfköpfigen "Souveränen Rat", der als Übergangsregierung im Sudan eine rund dreijährige Übergangsphase hin zur Demokratie leiten soll, gehört auch eine koptische Christin an. Wie das Portal "Vatican News" unter Berufung auf örtliche Kirchenquellen berichtete, einigten sich der militärische Übergangsrat und Vertreter der Zivilregierung auf die Rechtsanwältin Rayaa Nicol Abdel Masih als quasi neutrales elftes Mitglied des Kontrollrates. Diesem gehören ansonsten je fünf von Militär und Zivilvertretern benannte Mitglieder an.


Die Ernennung Abdel Masihs wurde "Vatican News" zufolge von mehreren Seiten vor Ort als "gutes Signal" bewertet. Ein Oppositionsvertreter sprach von einer Entscheidung, "die religiöse Toleranz und Vielfalt im Land ausrückt". Man müsse "vorsichtig optimistisch" sein, hieß es demnach aus religiösen Kreisen im Sudan, die die Beteiligung religiöser und ethnischer Minderheiten lobten. So hätten bei der Zeremonie zur Ratifizierung der neuen Verfassungserklärung sowohl ein muslimischer Scheich wie ein koptischer Priester je ein Gebet gesprochen.

Die nun gebildete Übergangsregierung in Khartum hat eine Zeitspanne von drei Jahren und drei Monaten um das nordostafrikanische Land aus seiner Krise zu führen. Mit der unterzeichneten Verfassungserklärung könnte vier Monate nach dem Sturz von Diktator Omar Al-Baschir die Herrschaft der Militärs im Sudan enden.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 24. August 2019 
 

Ein gutes Zeichen.

Möge es ihr besser ergehen, als dem christlichen Minister und dem muslimischen Gouverneur in Pakistan, die beide sterben mussten, weil sie sich für Asia Bibi eingesetzt hatten. Möge der Herr diese beiden mutigen Männer als Märtyrer in sein Reich aufnehmen.


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