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„Aus pastoraler Sicht höchst unverantwortlich!“

28. August 2019 in Interview, 25 Lesermeinungen
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Interview mit Bischof Athanasius Schneider über die vom Vatikan unterstützte Erklärung von Abu Dhabi. Von Diane Montagna/LifeSiteNews


Vatikan (kath.net/LifeSiteNews) LifeSiteNews-Exklusiv-Interview mit Bischof Athanasius Schneider über die vom Vatikan unterstützte Initiative zur Förderung des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“.

LifeSiteNews: Exzellenz, war aus Ihrer Sicht die Klarstellung zum Abu Dhabi-Dokuments durch Papst Franziskus bei der Mittwoch Generalaudienz vom 3. April 2019 ausreichend? Und was denken Sie über seine Bemerkungen?

Bischof Schneider: Bei der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 sagte Papst Franziskus: „Warum lässt Gott viele Religionen zu? Gott wollte das zulassen: Scholastische Theologen sprachen von Gottes zulassendem Willen (voluntas permissiva). Er wollte diese Realität zulassen: Es gibt viele Religionen“.

Der Papst bezog sich hier leider nicht auf den objektiv falschen Satz aus dem Abu Dhabi-Dokument, der besagt: „Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache werden von Gott in seiner Weisheit gewollt.“ Dieser Satz ist in sich selbst falsch und widerspricht der Göttlichen Offenbarung, weil Gott uns geoffenbart hat, dass Er keine verschiedenen Religionen will, sondern nur die eine Religion, die er im ersten Gebot des Dekalogs befohlen hat: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Sklaverei. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein geschnitztes Bild oder eine Abbildung von irgendetwas machen, das sich im Himmel oder auf der Erde oder im Wasser oder unter der Erde befindet. Du sollst dich nicht vor ihnen verneigen und ihnen nicht dienen“ (Ex. 20, 2-5). Unser Herr Jesus Christus bestätigte die beständige Gültigkeit dieses Gebotes und sagte: „Es steht geschrieben:“ Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und Ihm allein dienen“ (Mt. 4,10). Die Worte „Herr“ und „Gott“, ausgedrückt im ersten Gebot, bedeuten die Allerheiligste Dreifaltigkeit, die der eine Herr und der eine Gott ist. Was Gott also positiv will, ist, dass alle Menschen nur Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, den einen Herrn und Gott, verehren und anbeten sollen. Der Katechismus der katholischen Kirche lehrt: „Weil die zehn Gebote die Grundpflichten des Menschen gegenüber Gott und dem Nächsten zum Ausdruck bringen, sind sie ihrem Wesen nach schwerwiegende Verpflichtungen. Sie sind unveränderlich, sie gelten immer und überall. Niemand kann von ihnen dispensieren“ (Nr. 2072).

Die vorgenannten Äußerungen von Papst Franziskus bei der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 sind ein kleiner Schritt in Richtung einer Klärung der falschen Formulierung im Dokument von Abu Dhabi. Dennoch bleiben sie unzureichend, weil sie sich nicht direkt auf das Dokument beziehen und weil der Durchschnittskatholik und fast alle Nichtkatholiken die Bedeutung des theologisch technischen Ausdrucks „zulassender Wille Gottes“ weder kennen noch verstehen.

Aus pastoraler Sicht ist es höchst unverantwortlich, die Gläubigen der gesamten Kirche in der Unsicherheit zu lassen in einer so entscheidenden Frage wie der Gültigkeit des ersten Gebotes des Dekalogs und der göttlichen Verpflichtung aller Menschen, aus freiem Willen an Jesus Christus als den einzigen Retter der Menschheit zu glauben und Ihn anzubeten. Als Gott allen Menschen befahl: „Dies ist Mein geliebter Sohn, an Dem Ich Mein Wohlgefallen habe. Hört auf ihn! „(Mt. 17, 5), und wenn Gott infolgedessen in Seinem Gericht „Vergeltung an denen üben wird, die nicht dem Evangelium unseres Herrn Jesus gehorchen „(2 Thess. 1, 8), wie kann Er dann gleichzeitig die Vielfalt der Religionen positiv wollen? Die geoffenbarten eindeutigen Worte Gottes sind mit der Formulierung im Abu Dhabi-Dokument unvereinbar. Das Gegenteil zu behaupten würde der Quadratur des Kreises gleichen oder die Annahme der Denkweise des Gnostizismus oder Hegelianismus bedeuten.

Man kann die Theorie, dass die Verschiedenartigkeit der Religionen von Gott positiv gewollt sei, nicht dadurch rechtfertigen, dass man hierfür die Wahrheit des Glaubensdepositums vom freien Willen als Geschenk Gottes, des Schöpfers, anführt. Gott hat dem Menschen den freien Willen geschenkt, damit er allein Gott, und zwar den Dreieinigen Gott anbetet. Gott hat dem Menschen den freien Willen nicht dazu gegeben, um Götzen anzubeten oder seinen Menschgewordenen Sohn Jesus Christus zu verleugnen oder zu lästern, Der sagte: „Wer nicht glaubt, wird schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat“ (Joh. 3,18).

LifeSiteNews: Hatten Sie nach Ihrem Austausch mit Papst Franziskus am 1. März während des Ad-limina-Besuchs in Rom weitere Gespräche mit ihm bezüglich Ihrer Bedenken? Wenn ja, war es vor oder nach der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019?


Schneider: Während der Audienz am 1. März 2019 anlässlich des Ad-limina-Besuchs sprach ich in Anwesenheit der Bischöfe unserer Gruppe mit folgenden Worten zu Papst Franziskus:

„Heiligster Vater, in der Gegenwart Gottes flehe ich Sie im Namen Jesu Christi, der uns richten wird, an, dass Sie jene Aussage des interreligiösen Dokuments von Abu Dhabi zurücknehmen, die die Einzigartigkeit des Glaubens an Jesus Christus relativiert. Andernfalls wird die Kirche in unserer Zeit nicht gemäß der Wahrheit des Evangeliums wandeln, wie der Apostel Paulus es Petrus in Antiochia sagte (vgl. Gal. 2,14)“.

Der Heilige Vater antwortete sofort und sagte, man müsse die Redewendung im Abu Dhabi-Dokument über die Verschiedenartigkeit der Religionen im Sinne des „zulassenden Willens Gottes“ erklären. Darauf wand ich ein: „Da diese Redewendung die Gegenstände des weisen Willens Gottes unterschiedslos aufzählt, indem sie sie logisch alle auf die gleiche Stufe stellt, muss dann die Verschiedenheit des männlichen und weiblichen Geschlechts von Gott ebenfalls mit seinem zulassenden Willen gewollt sein, was aber bedeuten würde, dass Er diese Verschiedenheit tolerieren würde, so wie Er die Verschiedenheit der Religionen tolerieren würde“.

Papst Franziskus gab dann zu, dass der Satz missverstanden werden könnte und sagte: „Aber Sie können den Menschen sagen, dass die Verschiedenheit der Religionen dem zulassenden Willen Gottes entspricht.“ Darauf antwortete ich: „Heiliger Vater, sagen Sie das bitte der ganzen Kirche“. Ich habe meine mündliche Bitte beim Papst auch schriftlich hinterlassen.

Papst Franziskus antwortete mir freundlicherweise mit einem Brief vom 5. März 2019, in dem er seine Worte aus der Audienz vom 1. März 2019 wiederholte. Er sagte, dass man den betreffenden Satz verstehen muss, indem man dabei den Grundsatz des zulassenden Willens Gottes anwendet. Er fügte hinzu, dass das Dokument von Abu Dhabi nicht die Absicht habe, den Willen Gottes bei der Erschaffung der Verschiedenheit von in Farbe und Geschlecht, mit der Verschiedenheit der Religionen gleichzusetzen.

Mit einem Brief vom 25. März 2019 beantwortete ich den Brief von Papst Franziskus vom 5. März 2019, indem ich ihm für seine Freundlichkeit dankte, dabei bat ich ihn mit brüderlichem Freimut, dass er entweder persönlich oder durch ein Dikasterium des Heiligen Stuhls eine erklärenden Note veröffentlichen möge, in welcher er den Inhalt dessen wiederholte möge, was er bei der Audienz vom 1. März 2019 und in seinem Brief vom 5. März 2019 sagte. Ich fügte noch hinzu: „Durch die Veröffentlichung solcher Worte wird Eure Heiligkeit die günstige und gesegnete Gelegenheit haben, in einer schwierigen geschichtlichen Zeit der Menschheit und der Kirche, Christus, den Sohn Gottes, zu bekennen“.

Ich muss auch sagen, dass Papst Franziskus mir dann noch eine vom 7. April 2019 datierte Karte geschickt hat. Dieser fügte er eine Kopie seiner Ansprache von der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 bei und unterstrich dabei den Abschnitt über den zulassenden Willen Gottes. Natürlich danke ich dem Heiligen Vater für diese freundliche Aufmerksamkeit.

LifeSiteNews: Das „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ wurde weder offiziell verbessert noch berichtigt, und dennoch wurde ein «Hohes Komitee» zur Verwirklichung der im Dokument enthaltenen Ziele eingesetzt. Am Montag, dem 26. August 2019, veröffentlichte das Presseamt des Heiligen Stuhls eine Erklärung, in der berichtet wurde, dass Papst Franziskus erfreut war, von der Bildung eines „Hohen Komitees“ zur Erreichung der in dem Dokument enthaltenen Ziele zu erfahren. In seiner Erklärung sagte Papst Franziskus: „Obwohl es traurig und schlecht ist, dass in den Nachrichten oft von Hass und Spaltung berichtet wird, wächst dennoch ein verborgenes Meer von Güte, das uns auf Dialog, gegenseitiges Wissen und die Möglichkeit des Aufbaus einer Welt der Brüderlichkeit und des Friedens zusammen mit den Anhängern anderer Religionen und allen Männern und Frauen guten Willens hoffen lässt“. Exzellenz, wie ernst ist dieses Problem?

Schneider: Das Problem ist von äußerster Ernsthaftigkeit, denn unter der rhetorisch schönen und intellektuell verführerischen Formulierung „Menschliche Brüderlichkeit“ fördern heute Kirchenmänner tatsächlich die Vernachlässigung des ersten Gebotes des Dekalogs und den Verrat am Kern des Evangeliums. So edel solche Ziele wie „menschliche Brüderlichkeit“ und „Weltfrieden“ auch sein mögen, sie können nicht auf Kosten der Relativierung der Wahrheit der Einzigartigkeit Jesu Christi und seiner Kirche und der Untergrabung des ersten Gebotes des Dekalogs gefördert werden.

Das Abu Dhabi-Dokument über „die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ und das mit seiner Umsetzung beauftragte „Hohe Komitee“ ähneln einer schön dekorierten Torte, die einen Schadstoff enthält. Fast unbemerkt wird das dann früher oder später das körpereigene Immunsystem schwächen.

Die Einrichtung des oben genannten „Hohen Komitees „, das unter anderem die Umsetzung des angeblich göttlich gewollten Grundsatzes der „Verschiedenheit der Religionen“ auf allen Ebenen zum Auftrag hat, lähmt die kirchliche Mission ad gentes. Es erstickt ihren brennenden Eifer, alle Menschen zu evangelisieren - natürlich mit Liebe und Respekt. Es hinterlässt den Eindruck, als ob die Kirche von heute sagen würde: „Ich schäme mich des Evangeliums“; „Ich schäme mich zu evangelisieren“; „Ich schäme mich, allen, die noch nicht an Christus glauben, das Licht des Evangeliums zu bringen.“ Dies ist das Gegenteil von dem, was der Apostel Paulus zu den Heiden sagte. Stattdessen erklärte er: „Ich schäme mich nicht des Evangeliums“ (Röm. 1,16) und „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!“ (1 Kor. 9,16).

Das Abu Dhabi-Dokument und die Ziele des „Hohen Komitees“ schwächen auch erheblich eine der wesentlichen Eigenschaften und Aufgaben der Kirche, d. h. missionarisch zu sein und sich in erster Linie um die ewige Errettung der Menschen zu kümmern. Es reduziert die Hauptbestrebungen der Menschheit auf die zeitlichen und immanenten Werte von Brüderlichkeit, Frieden und Zusammenleben. In der Tat sind Friedensversuche zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht im Namen Jesu Christi vorgeschlagen werden. Diese Wahrheit erinnert prophetisch an Papst Pius XI., der sagte, dass die Hauptursachen für die Schwierigkeiten, unter denen die Menschheit heute leidet, „in der Tatsache liegen, dass die Mehrheit der Menschen Jesus Christus und sein heiliges Gesetz aus ihrem Leben verbannt hatte; dass Jesus Christus weder in privaten Angelegenheiten noch in der Politik einen Platz hat“. Pius XI. fuhr fort:“ Solange sich Einzelpersonen und Staaten weigern, sich der Herrschaft unseres Erlösers zu unterwerfen, wird es keine wirklich hoffnungsvolle Aussicht auf einen dauerhaften Frieden unter Völkern geben“ (Enzyklika Quas Primas, 1). Derselbe Papst lehrte, dass Katholiken „ein großer Faktor für die Herbeiführung des Weltfriedens werden, weil sie für die Wiederherstellung und Verbreitung des Reiches Christi eintreten“ (Enzyklika Ubi arcano, 58).

Ein Friede, der eine innerweltliche und rein menschliche Realität ist, wird scheitern. Denn nach Pius XI. „nährt sich der Friede Christi nicht von den Dingen der Erde, sondern von denen des Himmels. Es kann auch nicht anders sein, denn Jesus Christus hat der Welt die Existenz geistiger Werte offenbart und für sie die gebührende Wertschätzung erlangt. Er hat gesagt: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und dabei seiner eigenen Seele schadet?“ (Mt. 16,26). Er gab uns auch eine göttliche Lehre über den Mut und die Beständigkeit: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Körper töten, die Seele aber nicht töten können; sondern fürchtet euch vor Dem, Der sowohl die Seele als auch den Körper in die Hölle stürzen kann“ (Mt. 10,28; Luk. 12,14)“ (Enzyklika Ubi arcano, 36).

Gott schuf die Menschen für den Himmel. Gott schuf alle Menschen, um Jesus Christus zu erkennen, übernatürliches Leben in Ihm zu haben und das ewige Leben zu erlangen. Alle Menschen zu Jesus Christus und zum ewigen Leben zu führen, ist daher die wichtigste Sendung der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat uns eine treffende und schöne Erklärung dieser Mission gegeben: „Der Grund dieser missionarischen Tätigkeit ergibt sich aus dem Plan Gottes, der „will, dass alle Menschen heil werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn es ist nur ein Gott und nur ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle hingegeben hat” (1 Tim. 2,4-6), „und in keinem andern ist Heil” (Apg. 4,12). So ist es nötig, dass sich alle zu ihm, der durch die Verkündigung der Kirche erkannt wird, bekehren sowie ihm und seinem Leib, der Kirche, durch die Taufe eingegliedert werden. Christus selbst hat nämlich „mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont und damit zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten” (Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen Gentium, 14). Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne ihre Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es unmöglich ist, ihm zu gefallen (vgl. Hebr. 11,6), so liegt also doch auf der Kirche die Notwendigkeit (vgl. 1 Kor 9,16) und zugleich das heilige Recht der Evangeliumsverkündigung. Deshalb behält heute und immer die missionarische Tätigkeit ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit“ (Ad Gentes, 7).

Ich möchte diese letzten Worte betonen: „Die missionarische Tätigkeit der Kirche von heute behält ihre Notwendigkeit!“

LifeSiteNews: Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Schneider: In seiner Mittwoch-Generalaudienz vom dem 3. April 2019 sagte Papst Franziskus noch Folgendes zur Vielfalt der Religionen: „Es gibt viele Religionen. Einige sind aus der Kultur geboren, aber sie schauen immer in den Himmel; Sie sehen zu Gott. „

Diese Worte widersprechen in gewisser Weise der folgenden lichtvollen und klaren Aussage von Papst Paul VI.: „Unsere christliche Religion stellt tatsächlich eine echte und lebendige Verbindung mit Gott her, was den übrigen Religionen nicht gelingt, auch wenn sie sozusagen ihre Arme zum Himmel ausstrecken“ (Enzyklika Evangelii Nuntiandi, 52). Wie aktuell sind auch die Worte von Papst Leo XIII.: „Die Auffassung, dass alle Religionen gleich sind, hat den Ruin aller Religionsformen und insbesondere der katholischen Religion zur Folge, die, da sie die einzige wahre ist, nicht ohne große Ungerechtigkeit als bloß gleichwertig mit anderen Religionen angesehen werden kann” (Enzyklika Humanum genus, 16).

Treffend sind auch die folgenden Worte von Papst Paul VI.: „Am Ende der großen Versammlung im Oktober hörten Wir zu Unserer Freude und Unserem Trost das klare Wort: „Wir wollen erneut bekräftigen, dass die Aufgabe, allen Menschen die Frohbotschaft zu verkündigen, die wesentliche Sendung der Kirche ist“, eine Aufgabe und Sendung, die die umfassenden und tiefgreifenden Veränderungen der augenblicklichen Gesellschaft nur noch dringender machen. Evangelisieren ist in der Tat die Gnade und eigentliche Berufung der Kirche, ihre tiefste Identität. Sie ist da, um zu evangelisieren, d.h. um zu predigen und zu unterweisen, Mittlerin des Geschenkes der Gnade zu sein, die Sünder mit Gott zu versöhnen, das Opfer Christi in der heiligen Messe immer gegenwärtig zu setzen, welche die Gedächtnisfeier seines Todes und seiner glorreichen Auferstehung ist“ (Enzyklika Evangelii Nuntiandi, 14).

Deshalb lehrt auch der Katechismus der katholischen Kirche: „Das letzte Ziel der Mission ist es, die Menschen an der Gemeinschaft teilhaben zu lassen, die zwischen dem Vater und dem Sohn im Geist der Liebe besteht” (Nr. 850).

Durch eine direkte oder indirekte Anerkennung der Gleichheit aller Religionen mittels der Verbreitung und Umsetzung des Dokuments von Abu Dhabi (vom 4. Februar 2019) ohne seine falsche Behauptung über die Vielfalt der Religionen zu korrigieren, verraten heute Kirchenmänner nicht nur Jesus Christus als den einzigen Retter der Menschheit und die Notwendigkeit seiner Kirche für das ewige Heil, sondern begehen auch eine große Ungerechtigkeit und eine Sünde gegen die Nächstenliebe. Im Jahre 1542 schrieb der heilige Franz Xaver aus Indien an seinen geistlichen Vater, den heiligen Ignatius von Loyola: „Viele Menschen an diesen Orten sind keine Christen, nur weil es niemanden gibt, der sie so macht. Oft habe ich den Wunsch, zu den Universitäten Europas zu reisen, besonders nach Paris, und von überall her wie ein Verrückter zu rufen, um diejenigen, die mehr Wissen als Nächstenliebe haben, mit diesen Worten anzutreiben: „Wie viele Seelen sind aufgrund eurer Trägheit des Himmels beraubt und enden in der Hölle!“.

Mögen diese flammenden Worte des himmlischen Patrons der Missionen und des ersten großen Jesuitenmissionars den Verstand und das Herz aller Katholiken und insbesondere des ersten Jesuitenpapstes berühren, damit er mit evangelischem und apostolischem Mut die m Abu Dhabi-Dokument enthaltene falsche Aussage über die Vielfalt der Religionen widerrufe. Durch eine solche Tat könnte er die Freundschaft und die Wertschätzung der Mächtigen dieser Welt verlieren, aber sicherlich nicht die Freundschaft und die Wertschätzung Jesu Christi, eingedenk Seiner Worten: „Jeden, der mich vor den Menschen bekennen wird, werde Ich auch vor meinem himmlischen Vater bekennen“(Mt. 10,32).

26. August 2019
+ Athanasius Schneider

Athanasius Schneider ist Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana/Kasachstan.


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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 30. August 2019 
 

@Holger R - Korrektur Fehler

Danke, dass Sie den Text nochmals reingestellt haben.
Er klingt so freundlich und positiv und jeder "normale" Mensch wird ihn begrüßen.


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 Einsiedlerin 30. August 2019 
 

@Holger R

Danke, dass die den Text nochmals reingestellt haben.
Er klingt so freundlich und positiv und jeder "normale" Mensch wird in begrüßen. Ich finde den Text eine Katastrophe, weil er auf den Punkt gebracht "blabla" ist! KEIN Moslem auf der ganzen Welt denkt so, wie ihn die naiven Westler lesen. In Wirklichheit manifestieren die islamischen Unterzeichner damit ihren islamischen Auftrag des Djihad: den Islam zu verbreiten auf die ganze Welt. Und die freimaurerischen "Anderen" tun da mit. Man darf nicht vergessen, dass es auch unter gebildeten und reichen Moslems Freimaurer gibt! Die verstehen sich natürlich mit den "Kirchenfreimaurern" bestens.
Für mich ist der ganze Text ein hervorragendes Beispiel der Irreführung der geistlich oberflächlichen Welt.


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 Selene 29. August 2019 
 

Oekumene mit dem Islam

scheint tatsächlich das zu sein, was der Papst und viele westliche Kirchenleute in der rk und der evangelischen Kirche anstreben.

Dabei verkennen sie, dass Allah nicht identisch ist mit dem Gott des AT und des NT.

Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Auf dem Altar der Gleichmacherei wird nicht nur unser Glaube geopfert sondern auch sämtliche Errungenschaften der westliche Welt und Kultur.


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 Holger R 29. August 2019 
 

Die Erklärung ist ein großer Fortschritt für die Verständigung

Ich kann in der Formulierung kein Problem erst recht keine Aufgabe des Katholischen Glaubens sehen. Es ist die Beschreibung eines Zustandes der als Freiheit gedeutet wird und diese Freiheit wird auch von gegenüber eingefordert (was praktisch noch? Nicht gegeben ist). Erstmals wird von einer höchsten islamische Autorität das anerkannt, was das 2. Vatikanum schon vor über 50 Jahren festgestellt hat. Das ist ein großer Fortschritt in Richtung Frieden der Religionen. Ohne Frieden zwischen Islam und Christentum wird es Problem geben.


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 Holger R 29. August 2019 
 

Zusammenhang sehen

„Die Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: ein jeder genießt Bekenntnis-, Gedanken-, Meinungs- und Handlungsfreiheit. Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet. Deshalb wird der Umstand verurteilt, Menschen zu zwingen, eine bestimmte Religion oder eine gewisse Kultur anzunehmen wie auch einen kulturellen Lebensstil aufzuerlegen, den die anderen nicht akzeptieren.“
http://w2.vatican.va/ content/francesco/de/travels/2019/outside/documents/papa-francesco_ 20190204_documento-fratellanza-umana.pdf
Das ist der umstrittene Abschnitt in dem Dokument was auch der höchste Vertreter des sunnitischen Islam unterzeichnet hat. Ich denke es ist wichtig diesen Zusammenhang zu sehen.


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 ottokar 29. August 2019 
 

Diadochus, dann verstehen wir uns also beide nicht. Kommt oft vor im Leben.


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 Diadochus 29. August 2019 
 

@ottokar

Ich weiß nicht, ob Sie Verständnisprobleme haben. Jedenfalls habe ich Verständnisprobleme mit Ihnen. Sie drücken sich sehr umständlich aus, so dass am Ende gar nicht mehr ersichtlich ist, was Sie genau vermitteln wollten.
Gott hat einen Plan, eine Vorsehung. Es geschieht der Wille Gottes. Der Clou ist, dass es am Ende trotzdem so kommt, wie Er es bestimmt hat, ob wir uns nun in unserem freien Willen, den Er uns zulassend gewährt, für das Gute oder das Böse entscheiden. Das ist die Göttliche Vorsehung. Maßstab für unsere Entscheidungen sind die zehn Gebote. Darauf hat Weibischof Schneider ja eindeutig hingewiesen. In diesem Fall betrifft es das erste Gebot des Dekalogs. "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Natürlich erliegen wir keinem Fatalismus. Unglücke wendet Gott auch gütig ab, wenn wir im Vertrauen zur Göttlichen Vorsehung beten. Gott greift ein. Es hängt von unserem freien Willen ab. Wir müssen das Gute nur wollen. Wollen wir nicht, sendet Er auch Strafgerichte.


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 ottokar 29. August 2019 
 

Habe ich Verständnisprobleme?

Nach meinem Glaubensverständnis weiss Gott von allem,was geschieht im Voraus, er weiss wie wir uns entscheiden werden ,ob gut oder böse, aber er lässt uns die vereibarte Freiheit das zu tun ,was wir wollen. Dafür tragen wir ,je nach Glaubensbildung,die volle Verantwortung.Passiert ein schwerer Unfall mit Toten,ein Erdbeben oder ein schrecklicher Krieg,dann fragen wir oft, wie kann Gott das zulassen, warum hat er das nicht verhindert.Das hat zwar mit "zulassen", aber nichts mit "zulassendem Willen" zu tun. Der Wille, den hat der Mensch und Gott lässt ihm die Freiheit das zuzulassen, was der Mensch will, auch wenn dieser Wille Gott nicht gefällt.Andereseits wissen wir garnicht, wie oft Gott in seinem Mitleide schon "dazwischengefunkt" hat und schwerste Lasten, Unfälle, Krieg von uns abgehalten hat, ohne dass wir es bemerkt,verstanden oder gar dafür gedankt hätten. So ist es auch mit den verschiedenen Konfessionen: Gott hat das es den Menschen zugelassen, auch wenn er es nicht wollte.


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 greti 28. August 2019 
 

Islam - externe, aber dennoch katholische Häresie?

Das schreibt Hilaire Belloc.

Und:
"... ich für meinen Teil kann nicht anders als zu glauben, dass das wichtigste unerwartete Ereignis der Zukunft die Rückkehr des Islam sein wird..."


Hat jemand "Die großen Häresien" gelesen?


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 Catherine 28. August 2019 
 

Der Gott der am Sinai gesprochen hat,

ist nicht der Gott des Islam. Im Islam wurde Jesus nicht gekreuzigt, der am Ende der Zeiten zum Islam konvertieren wird! Auch der Abraham der Bibel ist nicht der des Korans, ebenso ist Maria die Schwester Aarons.

Vielleicht kann auch ein Papst umkehren, wenn er im November nach Hiroshima und Nagasaki reist? Vor allem in Nagasaki ist die Erde über 7 Generationen vom Blut der katholischen Märtyrer getränkt. Ausgerechnet über dem katholischen Stadtteil Urakami lag das Epizentrum der von den Amerikanern abgeworfenen Bombe. Auch Spuren von Pater Kolbe und natürlich des Konvertiten, Arztes und Autors Takashi Nagai (1908-1951)findet man dort reichlich.


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 ora et labora 28. August 2019 
 

Wie klar soll Bischof Schneider noch sprechen? PF und den meisten seiner Gefolgsleute mit ihren Irreführungen kann man nicht folgen.


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 Winrod 28. August 2019 
 

Warum nicht vorher?

Warum hat Papst Franziskus nicht vorher bedacht, dass seine Äußerungen missverstanden werden könnten? Hinterher ist es zu spät und die Verwirrung schon eingetreten.
Er muss doch nicht nur an die Theologen denken, sondern an die einfachen und treuen Gläubigen, von denen die Kirche lebt.


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 Diadochus 28. August 2019 
 

Zwischen den Zeilen

kann man da viel herauslesen. Die kühle distanzierte Behandlung von Papst Franziskus gegenüber WB A. Schneider finde ich sehr perfide. Der Papst hat ihn auflaufen lassen. Während des Ad-limina-Besuches vom 1. März 2019 hatte WB Schneider den Papst sogar angefleht, die falsche Aussage im Abu Dhabi-Dokument zu widerrufen und zurückzunehmen. Die verschiedenen Religionen seien zwar zulassender Wille, der Mensch solle aber mit seinem freien Willen den Dreieinigen Gott anbeten. Das sei von "äußerster Ernsthaftigkeit". Papst Franziskus hat sich bis jetzt geweigert, das richtig zu stellen. Mit der Bildung des Hohen Komitees hat der Papst WB Schneider in hohem Maße brüskiert. Wie der hl. Franz Xaver möchte ich dem Papst zurufen: „Wie viele Seelen sind aufgrund eurer Trägheit des Himmels beraubt und enden in der Hölle!“. Dennoch ist WB Schneider loyal, der den Papst ermuntert, durch die Tat des Widerrufs, könne er die Wertschätzung der Welt verlieren, nicht aber die Freundschaft Jesu Christie.


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 Guenter Foit 28. August 2019 
 

Zitat aus Dokument Abu-Dhabi:

"Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, ... entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit ... ableitet. Deshalb wird der Umstand verurteilt, Menschen zu zwingen, eine bestimmte Religion ... anzunehmen .."

Fazit:
Missionierg ist erlaubt unter Wahrung der BekenntnisFREIHEIT des Andersgläubigen und ohne Zwang.
Da werden einige das Bekenntnis des Andersgläubigen als wesentlich ansehen, das er in Freiheit einmal erworben hat und das es (sein Bekenntnis) nunmehr zu wahren gilt, - und daher nicht missionieren, - im Widerspruch zur Schrift.
Andere werden als wesentl die Freiheit ansehen, die ein Andersgläubiger hat, sich jederzeit im Leben umzubekennen, - und beginnen, zu missionieren, - und 'Zoff' ernten.
Verurteilt wurde im Dok. jedoch der Umstand einer Mission unter Todesandrohung.
Bitten wir den Herrn, Schlechtes in Gutes zu wandeln.


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 Eddie 28. August 2019 
 

Theologen werden immer streiten

Es kommt nicht oft vor, dass ich Franziskus recht gebe. Ich würde auch nicht behaupten, dass es 'viele' Religionen gibt. Aber es gibt/gab Religionen, welche Gottkenner hervorbringen/hervorgebracht haben, die Zugang zu absoluter Kraft und absolutem Frieden gefunden haben, und dies eindrücklich im Alltag beweisen/bewiesen haben. Dank diesen Heiligen ist es mir möglich, an die Wirklichkeit Gottes zu glauben. Keine schönen Worte, keine heiligen Bücher und keine Theologien können das. Ohne die Heiligen in unserer Zeit (war Pater Pio wirklich der letzte mit direktem Draht zu Gott?) könnte ich nicht glauben, dass die Worte der Bibel auch heute noch gültig sind. Dass der Katholizismus keine Heiligen mehr hervorbringt – das ist das grösste Problem für mich. Theologie kann richtig oder falsch sein, aber sie ist und bleibt blosses Wissen. In vielen Fällen wertvoll – aber im Vergleich zur Glaubens-PRAXIS nur ein sehr kleiner Teil unseres Weges.


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 Rechner 28. August 2019 
 

Es ist schlimmer und Steigerungen sind nicht ausgeschlossen

"Abu Dhabi" war wahrscheinlich nur der Startschuß für die Neue Ökumene mit dem Islam ( gesprochen Isslamm wie: Iss Lamm statt Schweinegulasch) wie man das auch von der Ökumene mit den Protestanten her schon kennt. Luther, der agile Martin, wurde zur Ehre der Altäre erhoben.
Es würde kaum verwundern, würde alsbald die Richtlinie ergehen anstatt Weißwein grünen Tee als Opfergabe zu nehmen.
Auch das Vaterunser könnte dementsprechend geändert werden etwa in: Fata Morgana in den Lüften...den "hl. Krieg gib uns täglich"... und erlöse uns von dem Guten."

Eine weitere Auswirkung von Abu Dhabi ist die geplante "Amazonas-Synode", wenn tief Heidnisches (vielleicht gar der satanische Voodoo-Kult) als Quelle der Erlösung in Betracht gezogen wird.

Danke Herr Weihbischof Schneider für Ihre Hilfe zur Unterscheidung der Geister.


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 hauch 28. August 2019 
 

@richrose, ich habe nur 633 Seiten? Können Sie das Datum nennen?


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 hape 28. August 2019 

Der rote Faden in der Verkündigung 2

Als hätten die Kirche vor Papst Franziskus den Willen Gottes nicht erkannt oder schlimmer noch, als bedürfe der Wille Gottes einer Vervollkommnung. Diese soll eine neue Gnosis bringen, v.a. die Humanwissenschaften. Das ist aber unglaubwürdig, weil gerade die Humanwissenschaften apriori ohne Gott auskommen. Deshalb bleibt es dabei: katholisch ist nur das, was überall, was immer und was von allen geglaubt worden ist (Kanon d. Hl. Vinzenz v. Lérins).

–––
Ende


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 hape 28. August 2019 

Der rote Faden in der Verkündigung 1

Weihb. Schneider bezieht sich auf die Hl. Schrift, auf die Tradition, auf die Kirchenväter, auf Vorgängerpäpste, auf die großen ökumenischen Konzile (inkl. dem 2. vatikan. Konzil) und auf den KKK, um die Verbindlichkeit der Lehre darzustellen. Es geht ihm um die Frage, ob der von Papst Franziskus gewählte Ökumeneansatz noch in Kontinuität zur Tradition steht. Die Gefahr des Bruches liegt auf der Hand. A. a. Ort kritisierte Gerhard Kardinal Müller vor kurzem die Verantwortlichen der Amazonien-Synode, weil sie sich v.a. selbst zitieren. Das scheint mir nun der rote Faden in der Verkündigung dieses Pontifikates zu sein, dass sowohl in der Ökumene als auch in der Moral die Kontinuität als hochnotpeinlich empfunden und dargestellt wird.

–––
Fortsetzung


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 gebsy 28. August 2019 

Jesu Worte (Lukas 12, 49-53)

über Unfrieden und Spaltung sind die WAHRHEIT, die nicht mit "Brüderlichem Frieden" zugedeckt werden kann, ohne Jesus selbst zum Lügner zu stempeln ...


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 richrose 28. August 2019 
 

Es empfiehlt sich hierzu die Botschaften der Muttergottes an Don Gobbi (Blaues Buch) zu lesen.

Die Botschaften sind kirchlich anerkannt und online abrufbar. Auf den Seiten 896 - 908 wird man über die Entstehung von Islam, Protestantismus und der modernen Apostasie aufgeklärt.
(Stichwortsuche: Don Gobbi, Blaues Buch, die Zahl 666 und die kirchliche Freimaurerei).


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 SalvatoreMio 28. August 2019 
 

Ein großer Dank an kath.net!

Beunruhigt durch so manches, was sich auf dem katholischen Sektor tut, erhalte ich Nachrichten von nah und fern - aber ich stelle fest: kaum nötig, denn kath.net "ist auf Zack"! DANKE VIELMALS!


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 Stanley 28. August 2019 
 

Irreführender, widersprüchlicher Begriff

Der Begriff des "zulassenden Willens" Gottes ist eine gefährliche Irreführung.
Entweder will Gott etwas aktiv oder er will etwas nicht. Dann lässt ER es zu.
Beispiel aus der katholischen Theologie: Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Gott will nicht, dass ein Mensch verloren geht. Trotzdem gehen Menschen verloren. Sie kommen in die Hölle aus eigener Schuld, nicht weil Gott es will. Aber Gott lässt es zu, weil ER den Menschen mit einem freien Willen erschaffen hat. Der freie Willen des Menschen kann sich für oder gegen Gott entscheiden.
Das lässt Gott zu, aber es ist kein "zulassender Wille" Gottes, sondern "Zulassung" Gottes.


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 Zeitzeuge 28. August 2019 
 

Zustimmung erhält der Papst aus der "falschen Ecke",

der Großorient von Spanien in einer Verlautbarung:

"Alle Freimaurer der Welt schließen sich der Forderung des Papstes nach
Brüderlichkeit unter Menschen verschie-
dener Religionen an."

Quelle: infovaticana.com v. 21.1.2019.

2019/01/21/gracias-francisco

Allein den Betern kann es noch gelingen,

Täter werden n i e den Himmel
zwingen!

(R. Schneider)


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 Eliah 28. August 2019 
 

Der Verrat

Der entscheidende Satz in diesem Interview ist für mich dieser: "Durch eine direkte oder indirekte Anerkennung der Gleichheit aller Religionen ... verraten heute Kirchenmänner nicht nur Jesus Christus als den einzigen Retter der Menschheit und die Notwendigkeit seiner Kirche für das ewige Heil, sondern begehen auch eine große Ungerechtigkeit und eine Sünde gegen die Nächstenliebe".


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