Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Wasser predigen, Wein trinken?

24. September 2019 in Kommentar, 20 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kard. Marx: Der Glaube an Gott darf nicht dazu benutzt werden, um sich selber, die eigene Nation oder die eigene Kultur zu erhöhen – Doch passt dies zum von ihm mitverantworteten „deutschkatholischen“ Synodalen Prozess? Kommentar von Petra Lorleberg


München (kath.net/pl) Der DBK-Vorsitzende Reinhard Kardinal Marx (Archivfoto) erläuterte in einem Gottesdienst in München, dass der Glaube an Gott nicht dazu benutzt werden dürfe, um sich selber, die eigene Nation oder die eigene Kultur zu erhöhen. Dies würde zu Abgrenzung, Hass und einem Gegeneinander der Menschen führen. Was zähle, sei das Bewusstsein, dass „jeder Mensch, egal welche Hautfarbe, welche Religion oder welches Geschlecht er hat, Kind Gottes ist“. Er sehe Christen in der Pflicht, sich für die Einheit der Menschen einzusetzen und an der Lösung der gegenwärtigen Probleme in der Welt mitzuwirken. „In einer Welt, die auseinanderbricht und zerreißt, die sich eigentlich danach sehnt, dass das eine Haus dieser Erde und dieser Schöpfung als eine Menschheitsfamilie gesehen wird“, müssten die Christen den Geist des Miteinanders in die Welt tragen, sagte Marx am 22. September im Münchner Liebfrauendom beim „Gottesdienst der Nationen“ gemäß Presseaussendung des Erzbistums München und Freising. Die „Kräfte der einen Menschheitsfamilie“ müssten gestärkt werden und nicht die Kräfte der „Spaltung und Zerrissenheit, der Kriege, des Misstrauens, der Angst und der Aggression“. Christen aller Kulturen, Länder und Sprachen seien aufgerufen, das „Werkzeug zu sein, um die Menschen zueinander zu führen“.


Ob Kardinal Marx dies auch als Kritik an innerkirchlichen Entwicklungen meinte, darf allerdings bezweifelt werden. Marx und eine Mehrheit in der Deutschen Bischofskonferenz fördern derzeit eine Agenda, die innerkirchlich zur Abgrenzung und einem Gegeneinander führen. „Tagesspiegel“-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff hatte in seinem Kommentar auf den Punkt gebracht, was die „deutsche“ Medienwelt im Mainstream vom Synodalen Prozess erhofft. Casdorff hatte die Impulse der „deutschen Katholiken“ gelobt und mit seiner elfmaligen Verwendung des Wortes „deutsch“ deutlichst formuliert, welchen Weg die „deutsche“ Kirche in den Augen vieler fortführen sollte. In diesen Anliegen reise „der deutsche Chefkatholik, Kardinal Reinhard Marx“ jetzt nach Rom, schrieb Casdorff, kath.net hat berichtet.

Wer aber in weltlichen Dingen predigt, was er in kirchlichen Dingen nicht einzuhalten bereit ist, der muss sich vorwerfen lassen, dass er Wasser predigt und Wein trinkt. Dem DBK-Vorsitzenden ist voll darin zuzustimmen, dass nicht die Kräfte der „Spaltung und Zerrissenheit… des Misstrauens, der Angst und der Aggression“ gestärkt werden sollten.

Jedoch, Eminenz, gerade in einer Zeit, in der viele Katholiken den Schrecken eines Schismas befürchten, sollten Sie beachten, dass ein Prediger immer auch für sich selbst predigt. Die einseitigen deutschkatholischen Forderungen verstoßen nachhaltig gegen die Einheit unserer Weltkirche. Genau deshalb haben Sie ja jüngst Post aus dem Vatikan bekommen.

Pressefoto: Reinhard Kardinal Marx



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Marx

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  3. Wenn der Münchner Erzbischof das unselige "Wir schaffen das" von Angela Merkel verteidigt...
  4. Wenn der Erzbischof von München das Trump-Bashing vom Spiegel nachplappert
  5. US-Bischof Strickland: "Marx hat den katholischen Glauben verlassen. Er sollte zurücktreten"!
  6. Kardinal Marx und die Anbiederung an die Münchner Gay-Community
  7. Der Angriff von Marx auf die Lebensform von Jesu
  8. 'Bruder Marx', bleib in München!
  9. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  10. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  2. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  3. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  4. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  5. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  6. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  7. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  11. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  12. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  13. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  14. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  15. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz