Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Managua: Mütter politischer Gefangener aus Kathedrale evakuiert

21. November 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Während Hungerstreik der Frauen hatten Anhänger des sandinistischen Präsidenten Ortega am Montag die Kathedrale in der Hauptstadt Nicaraguas gestürmt und dabei auch einen Priester verprügelt - Weiteres katholisches Gotteshaus von Polizei belagert


Managua (kath.net/KAP) In Nicaragua hat das Rote Kreuz eine Gruppe von Müttern politischer Gefangener aus der Kathedrale in der Hauptstadt Managua evakuiert. Die Mütter hatten am Montag in der Kathedrale mit einem Hungerstreik begonnen, um für die Freilassung ihrer inhaftierten Familienangehörigen zu demonstrieren. In der Folge stürmten Anhänger des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega die Kathedrale, verprügelten einen katholischen Priester sowie eine Ordensfrau und attackierten Gläubige. Vor den Toren platzierte staatliche Sicherheitskräfte hatten nach Angaben der Erzdiözese Managua gar nicht erst versucht, die Ortega-Anhänger aufzuhalten.

Die demonstrierenden Mütter wurden zunächst in einem Nebenraum des Gebäudes in Sicherheit gebracht. Am Dienstagabend (Ortszeit) konnten sie in vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellten Autos und in Begleitung des Rektors der Kathedrale, Luis Herrera, die Kirche verlassen. Kurz darauf übergaben die Regierungstruppen, die die Kontrolle über die Kathedrale übernommen hatten, das Gotteshaus an einen örtlichen Vatikan-Diplomaten und einen Vertreter von Managuas Erzbischof Kardinal Leopoldo Brenes.


Von staatlichen Sicherheitskräften weiterhin belagert ist indes die Kirche San Miguel in der Stadt Masaya. Dort hatten andere Mütter politischer Gefangener bereits Mitte vergangener Woche einen Hungerstreik begonnen. Wie beim Protest in der Kathedrale geht es um die Freilassung von mehr als 130 Anhängern der Opposition, die bei den blutigen Protesten gegen die Regierung im vergangenen Jahr festgenommen worden waren.

Die Repressionen durch die Regierung hätten das Ziel, "die Solidarität zu kriminalisieren", sagte die Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation "Mütter des April", Francy Valdivia, am Dienstag (Ortszeit) dem TV-Sender CNN. Sie bezog sich dabei auch auf die Verhaftung von 13 Helfern, die den Frauen in der Kirche in Masaya Trinkwasser gebracht hatten. Sie müssen sich nun wegen Terrorismus verantworten, was am auch da UN-Menschenrechtsbüro in Genf verurteilte. Die "Mütter des April" sind ein Zusammenschluss von Familienangehörigen getöteter oder verhafteter Regierungsgegner seit dem Ausbruch der Proteste vor anderthalb Jahren.

Nicaragua erlebt seit April 2018 eine Krise mit landesweiten Protesten gegen die linksgerichtete Regierung von Präsident Ortega. Seither kamen rund 350 Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. Nicaraguas Kirche hat die Menschenrechtsverletzungen der Regierung immer wieder in scharfer Form kritisiert und wurde dadurch auch selbst zur Zielscheibe von Ortega-Anhängern.

In regierungsnahen Medien wurde zuletzt auch wieder Stimmung gegen Kardinal Brenes gemacht und berichtet, er wolle aus dem Land fliehen. Brenes sagte daraufhin ein länger geplante Auslandsreise zu einem Treffen des Lateinamerikanischen Bischofsrats CELAM ab. Er habe die Reise abgesagt, "um an der Seite meiner Leute und Priestern zu bleiben", gab der Kardinal und CELAM-Vizepräsident bekannt.

Euronews - Nicaragua: Hungerstreik von Müttern und Belagerung der Kathedrale von Managua durch die Polizei (spanisch)


Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 rolf stagge 21. November 2019 
 

Maria hilf

komme gerade von einer Missionstour in remote Gebiete zurück...heute nachmittag werde ich zur Messe gehen...wo es noch üblich ist , parallel zum Gottesdienst zu beichten.
Wie politisch dürfen, können, sollen Priester in ihren Gotteshäusern sein? Sind die Kardinäle in D ein Vorbild? Lasst uns beten, dass der Nuntius des Vatikan und Kardinal Brenes vermögen, Unruhen vor der nächsten Wahl zu verhindern....diese hatten dem Land grosses Leid beschert und den Verlust von 180.000 Arbeitsplätzen bedeutet


1
 
 dulcedo 21. November 2019 
 

VIVA CHRISTO REY!

Was für mutige Priester und Gläubige!

Wie kann man helfen?
Natürlich durch unser Gebet!

Doch gibt es auch Aufrufe, Petitionen, Hilfsaktionen, die man unterstützen kann?


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nicaragua

  1. Nicaragua: Das Ortega-Regime verbietet Priester- und Diakonenweihen in vier Bistümern
  2. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen
  3. Keine Einladung? Oder eher Schwierigkeiten mit Reiseerlaubnissen vom Staat?
  4. Nicaragua: Priester müssen ihre Predigten von der Polizei kontrollieren lassen
  5. Nicaragua: Rektor des Priesterseminars in Haft
  6. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria
  7. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen
  8. Nicaragua: Regierungskritischer Bischof von Polizei festgenommen
  9. Brandanschlag in Kathedrale: Vatikan fordert von Nicaragua Klärung
  10. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz