Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

'Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen'

15. April 2020 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Notlösung der Fernsehmessen kann kein Ersatz sein für uns körperliche Gegenwart vor dem Angesicht Gottes . Ein Ostergruß von Kardinal Gerhard Ludwig Müller


Rom (kath.net/LifesiteNews
Liebe Schwestern und Brüder!
Keiner von uns hat je ein vergleichbare Situation erlebt. Wegen der schrecklichen Corona-Epidemie ist das öffentliche Leben drastisch eingeschränkt. Aber wir können an den Sonntagen und auch jetzt in der Karwoche und an Ostern nicht mehr in der Kirche die Liturgie mitfeiern. Zwar behelfen wir uns mit Übertagungen von hl. Messen im Fernsehen.

Aber diese Notlösung kann kein Ersatz sein für uns körperliche Gegenwart vor dem Angesicht Gottes inmitten der besinnlichen aber auch freudigen Gemeinde, die in den Osterjubel der Erlösten einstimmt. Die leibliche Mitfeier der Liturgie entspricht unser sozialen Natur.

Und darum begegnet uns Gott nicht in abstrakten Gedanken, sondern sichtbar in der Welt und besonders in Jesus, der von sich sagte: "Wer mich sieht, sieht den Vater (Joh 14, 9). Der auferstandene Herr bleibt inmitten der Gläubigen gegenwärtig in dem hörbaren Wort der Predigt, den sichtbaren Zeichen der Sakramente und der erlebbaren Gemeinschaft der Kirche. Die Worte der Heiligen Schrift zeigen uns in den Zeiten des hygienischen Berührungsverbotes und der Vorschriften, weiten Abstand zu halten, was uns fehlt und was wir bald als überwunden erhoffen.

In der Urkirche war klar, was aus der Menschwerdung Gottes und der leiblichen Nähe Jesu folgte. So sagen überliefern uns die Jünger Jesu: "Was wir von Anfang an war , was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände umfasst haben vom Wort des Lebens (=Christus, das Wort, das Fleisch geworden ist) das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus. Dies schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen ist." (1 Joh 1, 1-4). Viele unserer Mitchristen in der Vergangenheit und Gegenwart hatten und haben nicht ( etwa: in Zeiten der Verfolgung oder anderer ungünstiger Umstände) nicht die Möglichkeit, am Leben der Gemeinden und an der Feier der Liturgie in körperlicher Präsenz teilzunehmen. Gott hat ihnen natürlich nicht die Gnade entzogen, die sie in geistiger Kommunion von ihm in reichem Maße empfangen.

Wir können jetzt zu Hause auch in der Heiligen Schrift lesen, miteinander beten, innerlich die Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erneuern, unser Verhältnis zu unsern Familienangehörigen und Freunden überdenken und womöglich auf eine bessere Basis stellen, wir können eine innere Umkehr vollziehen, unser Sünden bereuen und den Vorsatz fassen, bei nächster Gelegenheit zu beichten. Wir müssen in uns die Sehnsucht lebendig erhalten, bald wieder in der Kirche die Hl. Messe mitzufeiern und die Sakramente zu empfangen.

Ich möchte Sie alle unbekannterweise mit in mein Gebet einschließen. Wir bilden ja ein weltweite Gebetsgemeinschaft, weil wir zur "Kirche des lebendigen Gottes" (1 Tim 3, 15) gehören.
Unsere Situation ist geistlich ein wenig vergleichbar mit den Jüngern, die am Ostersonntag ängstlich noch hinter verschlossenen Türen versammelt waren Doch so wie damals tritt er in die Mitte seiner Gläubigen heute und sagt zu jedem einzelnen und zu uns allen: "Der Friede sei mit euch." Dann zeigt uns der gekreuzigte und auferstandene Herr seine durchbohrten Hände und seine von der Lanze aufgestochene Seite.

Und das möge auch heute in unseren Herzen dieselbe Reaktion auslösen wie damals bei den Jüngern, die Jesus selbst von ihren Unsicherheiten und Zweifeln befreite: "Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen." (Joh 20, 20).

Ich wünsche uns allen die Freude des Auferstandenen.

Gesegnete und Frohe Ostern!
Ihr Gerhard Cardinal Müller, Rom



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ostern

  1. Osterglaube und Osterpraxis als tragende und heilende Wirklichkeit unseres Seins
  2. Orthodoxe Christen feiern am kommenden Sonntag Ostern
  3. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  4. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  5. Neue Perspektive auf die Auferstehung einnehmen
  6. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  7. Patriarch Bartholomaios: Ostern immer gemeinsam feiern
  8. Ukrainischer Bischof: "Gott ist unsere einzige Zuflucht"
  9. Der auferstandene Christus: der endgültige Wendepunkt der menschlichen Geschichte
  10. Großerzbischof: "Auch in der Ukraine ist Christus auferstanden"






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz