Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise

1. Juni 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ startet ein Nothilfeprogramm für benachteiligte Christen in Pakistan, die aktuell von Hunger bedroht sind.


München-Wien (KIN)
 

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ startet ein Nothilfeprogramm für benachteiligte Christen in Pakistan, die aktuell von Hunger bedroht sind. Es kommt über 5000 Familien in den Diözesen Faisalabad, Islamabad-Rawalpindi und Lahore zugute. Viele von ihnen lebten bereits vor der Corona-Pandemie unterhalb der Armutsgrenze. Durch Schließungen und Schutzmaßnahmen brach für viele Menschen die Lebensgrundlage weg; das soziale Elend für die christliche Minderheit hat sich weiter verschärft.

 

„Christen, die etwa zwei Prozent der Bevölkerung ausmachen, zählen zu den sozial schwächsten in Pakistan“, erklärte Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ International. „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben ihnen auch noch das kleine Stückchen Brot weggenommen, das sie hatten. Wir können sie nicht der grausamen Wahl zwischen Hunger oder Infektion überlassen.“


 

Lebensmittelhilfen, Schutzkleidung und Informationskampagne

 

Die Bischöfe aus den Regionen im Nordosten des Landes haben „Kirche in Not“ ein umfassendes Hilfsprogramm vorgelegt. Es umfasst vorrangig die Versorgung mit Lebensmitteln und einfachen Dingen des täglichen Bedarfs. In Faisalabad startet die Diözese auch eine Informationskampagne. Die Bevölkerung soll über Radio und digitale Medien geschult werden, wie sie sich vor dem Corona-Virus schützen kann. Zudem ist geplant, in den Kirchen Schutzmasken an die Gläubigen zu verteilen. Auch Priester, Katecheten und weitere Mitarbeiter sollen mit Schutzkleidung ausgestattet werden, damit Seelsorge und karitative Arbeit auch unter Pandemie-Bedingungen fortgesetzt werden können.

 

Die ohnehin angespannte Lage für die Christen Pakistans hat sich durch COVID-19 noch weiter verschärft. Viele von ihnen arbeiten als Tagelöhner, Hausangestellte, in der Straßenreinigung und in Küchen, verdingen sich als Straßenverkäufer oder in der Ziegelproduktion. „Alle diese Arbeitsbereiche sind von den Schließungen besonders stark betroffen“, erklärte Heine-Geldern. „Viele christliche Hausangestellte wurden beispielsweise ohne Vorwarnung oder Entschädigung entlassen. Ihre Dienstherren haben befürchtet, die Angestellten könnten das Corona-Virus in ihre Häuser einschleppen.“

 

Christen bei Corona-Hilfen häufig benachteiligt

 

Zu dieser sozialen Benachteiligung kommt noch ein weiterer Punkt: Laut lokalen Ansprechpartnern haben einige pakistanische Hilfsorganisationen und muslimische Geistliche Christen und anderen religiöse Minderheiten von der Verteilung von Hilfsgütern während der Pandemie ausgeschlossen; „Kirche in Not“ hat darüber berichtet. „Religiöse Diskriminierung ist in Pakistan nichts Neues. Besorgniserregend ist allerdings, dass Minderheiten auch während der Krise benachteiligt werden. De Facto sind die religiösen Minderheiten Bürger zweiter Klasse“, sagte Heine-Geldern.

 

Priorität von „Kirche in Not“ sei es, Christen zu helfen, die unter Verfolgung und Diskriminierung leiden. Dies sei in Pakistan offensichtlich der Fall, so der geschäftsführende Präsident. „Kirche in Not“ habe bereits Nothilfe geleistet – zum Beispiel mit Mess-Stipendien, die mittellosen Priestern in Pakistan das Überleben sicherten und die häufig auch den Gemeinden zugutekämen. Aber das reiche nicht aus, so Heine-Geldern: „Wir glauben, dass es gut ist, dieses Zeichen der Solidarität zu setzen, und hoffen, dass andere Organisationen und viele Menschen sich diesen Bemühungen anschließen. Andernfalls sind die Christen in Pakistan in ihrer Existenz bedroht.“


Foto: Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ International. © Wlodzimierz Redzioch


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  4. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  5. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung

Pakistan

  1. Pakistan: Der Imam der Christ wurde
  2. Pakistan: Mehr Blasphemievorwürfe gegen Christen
  3. Pakistan: „Ich saß sieben Jahre unschuldig in der Todeszelle“
  4. Pakistan: Christen nach Taliban-Sieg stärker bedroht
  5. Pakistan: Angst vor Taliban wächst

Hunger

  1. Brasilien: Wo der Hunger zum Himmel schreit
  2. Papst an FAO: Jugend in Kampf gegen Hunger einbeziehen







Top-15

meist-gelesen

  1. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz