Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  2. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  3. 'Einige sähen mich lieber tot'
  4. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  5. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  6. Vatikan führt "Grünen Pass" gegen Covid-19 ein
  7. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  8. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  9. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  10. Jede Verschlossenheit hält diejenigen auf Distanz, die nicht so denken wie wir
  11. DBK-Kopf Bätzing: „Die Themen, die das aufzeigen, liegen alle auf dem Tisch des Synodalen Weges“
  12. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  13. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  14. Nachdenken, wiederaufbauen, sehen
  15. Erzbistum München: „3-G-Regel“ soll für reguläre Messen die Ausnahme sein

Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise

1. Juni 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ startet ein Nothilfeprogramm für benachteiligte Christen in Pakistan, die aktuell von Hunger bedroht sind.


München-Wien (KIN)
 

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ startet ein Nothilfeprogramm für benachteiligte Christen in Pakistan, die aktuell von Hunger bedroht sind. Es kommt über 5000 Familien in den Diözesen Faisalabad, Islamabad-Rawalpindi und Lahore zugute. Viele von ihnen lebten bereits vor der Corona-Pandemie unterhalb der Armutsgrenze. Durch Schließungen und Schutzmaßnahmen brach für viele Menschen die Lebensgrundlage weg; das soziale Elend für die christliche Minderheit hat sich weiter verschärft.

 

„Christen, die etwa zwei Prozent der Bevölkerung ausmachen, zählen zu den sozial schwächsten in Pakistan“, erklärte Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ International. „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben ihnen auch noch das kleine Stückchen Brot weggenommen, das sie hatten. Wir können sie nicht der grausamen Wahl zwischen Hunger oder Infektion überlassen.“


 

Lebensmittelhilfen, Schutzkleidung und Informationskampagne

 

Die Bischöfe aus den Regionen im Nordosten des Landes haben „Kirche in Not“ ein umfassendes Hilfsprogramm vorgelegt. Es umfasst vorrangig die Versorgung mit Lebensmitteln und einfachen Dingen des täglichen Bedarfs. In Faisalabad startet die Diözese auch eine Informationskampagne. Die Bevölkerung soll über Radio und digitale Medien geschult werden, wie sie sich vor dem Corona-Virus schützen kann. Zudem ist geplant, in den Kirchen Schutzmasken an die Gläubigen zu verteilen. Auch Priester, Katecheten und weitere Mitarbeiter sollen mit Schutzkleidung ausgestattet werden, damit Seelsorge und karitative Arbeit auch unter Pandemie-Bedingungen fortgesetzt werden können.

 

Die ohnehin angespannte Lage für die Christen Pakistans hat sich durch COVID-19 noch weiter verschärft. Viele von ihnen arbeiten als Tagelöhner, Hausangestellte, in der Straßenreinigung und in Küchen, verdingen sich als Straßenverkäufer oder in der Ziegelproduktion. „Alle diese Arbeitsbereiche sind von den Schließungen besonders stark betroffen“, erklärte Heine-Geldern. „Viele christliche Hausangestellte wurden beispielsweise ohne Vorwarnung oder Entschädigung entlassen. Ihre Dienstherren haben befürchtet, die Angestellten könnten das Corona-Virus in ihre Häuser einschleppen.“

 

Christen bei Corona-Hilfen häufig benachteiligt

 

Zu dieser sozialen Benachteiligung kommt noch ein weiterer Punkt: Laut lokalen Ansprechpartnern haben einige pakistanische Hilfsorganisationen und muslimische Geistliche Christen und anderen religiöse Minderheiten von der Verteilung von Hilfsgütern während der Pandemie ausgeschlossen; „Kirche in Not“ hat darüber berichtet. „Religiöse Diskriminierung ist in Pakistan nichts Neues. Besorgniserregend ist allerdings, dass Minderheiten auch während der Krise benachteiligt werden. De Facto sind die religiösen Minderheiten Bürger zweiter Klasse“, sagte Heine-Geldern.

 

Priorität von „Kirche in Not“ sei es, Christen zu helfen, die unter Verfolgung und Diskriminierung leiden. Dies sei in Pakistan offensichtlich der Fall, so der geschäftsführende Präsident. „Kirche in Not“ habe bereits Nothilfe geleistet – zum Beispiel mit Mess-Stipendien, die mittellosen Priestern in Pakistan das Überleben sicherten und die häufig auch den Gemeinden zugutekämen. Aber das reiche nicht aus, so Heine-Geldern: „Wir glauben, dass es gut ist, dieses Zeichen der Solidarität zu setzen, und hoffen, dass andere Organisationen und viele Menschen sich diesen Bemühungen anschließen. Andernfalls sind die Christen in Pakistan in ihrer Existenz bedroht.“


Foto: Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ International. © Wlodzimierz Redzioch


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hilfslegionär 1. Juni 2020 
 

Ein Maß Weizen für einen Denar und drei Maß Gerste für einen Denar.

Aber dem Öl und dem Wein füge keinen Schaden zu!

Maranatha! Komm bald Herr Jesus!

Wählt das Martyrium meine Bürder, wählt das Martyrium!

www.zeit.de/video/2020-05/6160266898001/pakistan-heuschrecken-fressen-felder-kahl


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese
  2. Studentinnen klagen gegen Impfpflicht an US-Universität
  3. Prozess gegen Lockdown: ‚Ein harter Kampf für die Bewahrung der Religionsfreiheit’
  4. Umfrage: 42 Prozent der Österreicher, 49 Prozent der Deutschen fühlen sich nicht frei
  5. Vorwurf: Wer sich nicht gegen Covid impfen lässt, begeht schwere Unterlassungssünde

Pakistan

  1. Pakistan: Angst vor Taliban wächst
  2. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  3. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an
  4. Pakistan: Erneut minderjährige Christin verschleppt
  5. Pakistan: Christ getötet, weil er in einem muslimischen Stadtviertel wohnte

Hunger

  1. Brasilien: Wo der Hunger zum Himmel schreit
  2. Papst an FAO: Jugend in Kampf gegen Hunger einbeziehen







Top-15

meist-gelesen

  1. Kardinal Woelki bleibt Erzbischof von Köln
  2. CSU-Söder garantiert für Bayern eine "freie Entfaltung" und attackiert die Kirchen
  3. 'Sie sind das Werk des Teufels!' - Wen meinte Papst Franziskus?
  4. Sie verlassen die Kirche im besten Alter
  5. 'Einige sähen mich lieber tot'
  6. Elf Bischöfe, DBK und Nuntius unterstützten den Marsch für das Leben, doch dann kommt die Keule!
  7. Bischof Voderholzer erhält für seine Kritik am Synodalen Weg Unterstützung von Kardinal Kasper!
  8. "Infiziert vom Virus der Falschheit?"
  9. Nuntius bei DBK: Es geht um „die kirchliche Gemeinschaft, den katholischen Glaube und Heiligkeit“
  10. Wenn der Bock zum Gärtner wird
  11. „Die Feier des Gottesdienstes ist der zentrale Auftrag der Kirche“
  12. Initiative Dubium und Maria 1.0: „Quo Vadis“ Bischof Georg Bätzing?
  13. Es ist die Zeit, um auszurufen: Wächter (Jerusalems), erhebet euch
  14. Konfession und Wahlverhalten
  15. Impfpflicht für Messbesucher in kanadischer Erzdiözese

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz