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R.I.P. Klaus Berger

9. Juni 2020 in Aktuelles, 22 Lesermeinungen
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Der bekannte Neutestamentler Klaus Berger ist gestorben - Papst Benedikt XVI. hatte den Theologen geschätzt.


Heidelberg (kath.net/pl) Der Neutestamentler Klaus Berger ist am Montag, 8.6., im Alter von 79 Jahren verstorben. Das berichtete die „Catholic News Agency“. Der Autor vieler Bücher und Doktorvater von nahezu 70 Doktoranden (von denen kaum welche Lehrmöglichkeiten an deutschsprachigen theologischen Fakultäten erhielten), war langezeit ordentlicher Professor für Neues Testament an der evangelisch-theologischen Fakultät in Heidelberg gewesen, obwohl er seine katholische Konfession dafür, eigener Auskunft zufolge, nicht aufgegeben hatte. Berger war „Familiare“ des Zisterzienserstifts Heiligenkreuz im Wienerwald. Der Familienvater hinterlässt Ehefrau und zwei Kinder.


 

Benedikt XVI. hatte sich in seinen Büchern mehrfach und durchaus mit Zustimmung mit Aussagen Bergers auseinandergesetzt. In „Jesus von Nazareth“ Bd. 2 schreibt Benedikt: „Klaus Berger, Jesus, Pattloch, München 2004 – Auf der Basis gründlicher exegetischer Kenntnis stellt der Verfasser wesentlich Gestalt und Botschaft Jesu im Dialog mit den Fragen der Gegenwart dar.“ Berger vertrat die Frühdatierung des Johannesevangeliums, eine Einschätzung, die eine Mehrzahl der zeitgenössischen Exegeten derzeit nicht teilt, die aber auch von Papst Benedikt in Behutsamkeit vertreten wurde.

 

Klaus Berger hatte 2013 kath.net ein Interview gegeben und darin erzählt, dass er vom damals frisch emeritierten Papst Benedikt XVI. Post zu seinem Buch „Die Bibelfälscher“ erhalten hatte. Wörtlich sagte Berger: „Die erste Reaktion war ein längerer Brief von Benedikt XVI. aus dem Ruhestand. Das hatte ich gar nicht zu hoffen gewagt. Benedikt schrieb, Feindseligkeiten seien zu erwarten.“ LINK zum kath.net-Interview.

 

Klaus Berger: Die Bibelfälscher


 

Foto: (c) youtube/BibelTV

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