Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Diplomat Eduard Habsburg: Papst versteht ungarische Migrationspolitik

23. Juni 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Budapests Botschafter beim Heiligen Stuhl im Kathpress-Interview: Franziskus verurteile das Errichten von Mauen und Zäunen, fordere aber auch, "dass Migranten und Flüchtlinge die Werte des Aufnahmelandes respektieren sollen"


Rom (kath.net/KAP) Die Auffassungen Ungarns und des Papstes zum Umgang mit Flüchtlingen liegen nach Aussage von Budapests Botschafter beim Heiligen Stuhl, Eduard Habsburg, nicht so weit auseinander wie oft dargestellt. Er sehe bei Franziskus "Aussagen, die ein bisschen querstehen zu Elementen der ungarischen Migrationspolitik. Und ich sehe Aussagen, die sehr auf Ungarns Linie sind", sagte Habsburg am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Kathpress. Insgesamt sei beim Papst "durchaus Verständnis sichtbar für verschiedene Ansätze in der Migrationspolitik".

 

Zwar verurteile Franziskus das Errichten von Mauen und Zäunen, aber er fordere auch, "dass Migranten und Flüchtlinge die Werte des Aufnahmelandes respektieren sollen". Vor Botschaftern habe Papst gesagt, "ein Land müsse gut überlegen, ob es Migranten aufnehmen kann, ob dies von der Kultur her überhaupt möglich ist", erinnerte Habsburg: "Die Visegrad-Staaten haben so gut wie keine muslimischen Bevölkerungsteile. Wie gut also kann man dort große Mengen muslimischer Migranten aufnehmen und integrieren?", sagte der Botschafter. Er verwies auf Ungarns Engagement in Staaten des Nahen Ostens oder in Nigeria, "damit Menschen ihr Land gar nicht erst verlassen müssen".


 

Hoffen auf Papstbesuch

 

Nächstes Jahr findet in Budapest der internationale Eucharistische Weltkongress (NEK) der katholischen Kirche statt. Das Großevent musste wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf September 2021 verschoben werden - und vor Ort gibt es nach wie vor große Hoffnung, dass Papst Franziskus aus diesem Anlass nach Ungarn reisen wird, wie Botschafter Habsburg im Kathpress-Interview verdeutlichte. "Wir sind voller Hoffnung, dass er kommt, und glauben, entsprechende Signale gesehen zu haben", sagte der Diplomat. Es gelte aber abzuwarten, bis der Vatikan dazu etwas sagt.

 

Papst polarisiert

 

Habsburg ist seit 2015 Botschafter Ungarns beim Heiligen Stuhl. Zuvor war er u.a. von 2009 bis 2014 Mediensprecher des damaligen St. Pöltner Bischofs Klaus Küng. Anders als die meisten Vatikan-Diplomaten ist er auf der Social-Media-Plattform Twitter sehr aktiv.

"Ein Papst wie Franziskus, der klare politische Positionen vertritt, wird immer polarisieren. Trifft das auf eine stark polarisierte Social-Media-Welt, haben Sie einen Riesen-Streit", ordnete Habsburg im Kathpress-Interview die in Sozialen Medien teils heftig geführten Auseinandersetzungen um Papst Franziskus und seine Art, die Kirche zu leiten, ein. Franziskus habe "sich entschieden, klare Positionen zu vertreten", so Habsburg. "Das spaltet, polarisiert. Aber deswegen nimmt er sich nicht zurück. Das ist gut so", sagte er.

 

Die meisten Menschen seien sich noch gar nicht klar darüber, wie sehr ihr Denken und ihre Meinung von den Social Media beeinflusst werden, gab der Diplomat zu bedenken. Plattformen wie Twitter hätten die Tendenz, schnell in unterschiedliche Lager zu spalten, "eine ganz gefährliche Angelegenheit", warnte Habsburg. Er selbst "ertappe" sich jeden Morgen dabei, als erstes Twitter anzumachen, so der Botschafter: "Nach fünf Minuten bin ich taub, weil ich etwa den katholischen Diskussionen in Amerika folge, die derzeit stark den Diskurs prägen. Die amerikanische katholische Twitter-Welt von Progressiveren hin zu Konservativen ist laut, präsent - und prügelt sich."

 

Papst Franziskus mit Studenten aus Ländern der Christenverfolgung, mit ungarischer Flagge + dem ungarischen Botschafter am Hl. Stuhl, Eduard Habsburg

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Botschafter Habsburg (c) Eduard Habsburg

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ungarn

  1. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  2. Papst Leo XIV. empfing Ungarns Ministerpräsident Orban
  3. Kardinal Erdö: Das Leben nicht von Spaltung und Hass prägen lassen
  4. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  5. Ungarn: Bischof für Kultur der Lebensbejahung statt Sterbehilfe
  6. Kein Segen für Paare in einer nichtehelichen Partnerschaft oder gleichgeschlechtlichen Beziehung
  7. Ungarischer Ministerpräsident Viktor Orban übernimmt die Kriegslügen von Putin
  8. Die Realität aufzeigen
  9. Erdö vor Papstbesuch: Budapest eine Brücke zwischen Ost und West
  10. Bischof Veres: Kirche auch in Ungarn in radikalem Wandel







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz