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Augsburger Bischof Meier: Jahr ohne Priesterweihen wäre „keine Katastrophe“

15. Juli 2020 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Bischof Meier sagte, die Kirche sei auch in der Vergangenheit, etwa in der Säkularisation, schon mehrfach „angezählt“ worden.


Augsburg (kath.net/mb)

Der neue Augsburger Bischof Bertram Meier sagte im Gespräch mit der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ am Freitag, ein Jahr ohne Priesterweihen in seinem Bistum wäre für ihn „keine Katastrophe“. Er verwies auf Phasen in der Kirchengeschichte, „in denen die Kirche angezählt wurde. Doch Totgesagte leben am längsten.“ Meier erwähnte die Zeit nach der Säkularisation, als unter Napoleon zahlreiche kirchliche Institutionen, gerade Klöster, aufgelöst wurden. „Bereits in den 20er-Jahren des 19. Jahrhunderts setzte eine religiöse Erneuerung ein, die der Kirche in Bayern und weit darüber hinaus neue spirituelle und pastorale Akzente gab“, so der Bischof. „Ein großer Protagonist dieser Kirchenreform war Johann Michael Sailer, der bayerische Kirchenvater. Auch in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts gab es zahlenmäßig kleine Weihejahrgänge. Und noch lebt die Kirche.“ Nichtsdestotrotz räumte Meier ein, er wäre „als Bischof darüber sehr enttäuscht“, sollte er keine Priesterweihen vornehmen können.


 

Der promovierte Dogmatiker, dessen Bischofsweihe wegen der Corona-Krise von März auf Juni verschoben worden war, erklärte: „Berufungen lassen sich nicht machen, aber glaubwürdige Vorbilder und Berufungskümmerer in den Gemeinden können helfen, dass sich junge Menschen für diesen Beruf wieder mehr interessieren.“ Man müsse den Mut haben, gezielt junge Menschen auf eine mögliche Berufung zum Priestertum anzusprechen, ohne aufdringlich zu sein. Abgesehen vom Priestermangel gebe es aber auch einen Gläubigenmangel. „Auch vor Corona mussten die wenigsten Gotteshäuser wegen Überfüllung geschlossen werden“, sagte Meier. „Priester- und Gläubigenmangel sind zwei Seiten einer Medaille. Es geht um die Frage: Wie können wir die Kirche(n) nicht nur strukturell effizient organisieren, sondern geistlich mit Tiefgang erneuern, dass sie für die Menschen lebensrelevant sind?“

 

Meier bezeichnete die „Ansprüche an die Seelsorger und die Belastungsfähigkeit der Priester“ als Anlass zur Sorge. Er betonte, die Priester sollten hauptsächlich Seelsorger sein, „weniger Verwalter und Gemeindemanager. Es wird darauf ankommen, dass sich noch mehr Frauen und Männer aus dem Volk Gottes – sogenannte Laien – hauptberuflich und ehrenamtlich einbringen, um die Priester zu unterstützen, das heißt sie freizusetzen für das, was sie tatsächlich studiert haben und wofür sie ausgebildet sind: Theologie und Seelsorge.“ Viele Pfarrer seien „fachfremd unterwegs“, wenn sie sich mit Dingen außerhalb der Seelsorge befassten. „Letztlich geht es darum, ernst zu machen mit dem, was wir gern vollmundig ‚kooperative Pastoral‘ nennen. Da ist noch Luft nach oben. Die einzelnen Ämter, Dienste und Aufgabenfelder müssen sich noch mehr vernetzen. Falsche Konkurrenzen helfen nicht weiter, sondern schwächen das Anliegen der Evangelisierung.“

 

Archivfoto Bischof Meier (c) Bistum Augsburg


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