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„Lasst einander nicht allein!“

17. März 2020 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Wort der Ermutigung des ernannten Bischofs von Augsburg, Bertram Meier: „Holen wir die Bibel aus dem Regal, die vielleicht schon verstaubt ist, aber gerade jetzt zu neuem Leben erweckt werden will.“


Augsburg (kath.net/pba). In einem Wort der Ermutigung richtet sich der ernannte Bischof Dr. Bertram Meier an das Pilgernde Gottesvolk im Bistum Augsburg. Es gehe darum, mit Blick auf Corona „alles zu tun und auf noch mehr zu verzichten, um unsere Mitmenschen nicht zu gefährden“, richtet er sich an die Gläubigen. In dieser Krise, in der die Verunsicherung auch viele Ängste zu Tage bringe, habe die Kirche jedoch ein Angebot, das ihr keiner nehmen könne: „Die Kirche hat von Jesus Christus selbst Heilmittel in die Wiege gelegt bekommen, die sie auch weiterhin anbieten wird – wenn auch in anderer Form.“ Gerade jetzt in der Vorbereitungszeit auf Ostern sehe er es als ernannter Bischof von Augsburg als seine Plicht, „auf diese Schatztruhe des Heils hinzuweisen“.

Er regt an, in den kommenden Wochen und Monaten wieder mehr in der Heiligen Schrift zu lesen. „Holen wir die Bibel aus dem Regal, die vielleicht schon verstaubt ist, aber gerade jetzt zu neuem Leben erweckt werden will.“ Zudem empfiehlt er, die von verschiedenen Sendern angebotenen Möglichkeiten von Fernseh- und Radiogottesdiensten und sowie Morgenfeiern zu nutzen, auch selbst Online-Gemeinschaften wie etwa bei „Einfach gemeinsam BETEN“ zu gründen oder diese zu festigen.

Er bittet auch ausdrücklich darum, nicht davonzulaufen. „Die Kirche darf nicht fliehen. Wir müssen bei den Menschen sein und bleiben – gerade jetzt, wenn es dem Höhepunkt des Kirchenjahres entgegengeht. „Lasst die Menschen nicht allein!“, ruft Prälat Meier deshalb vor allem den Priestern, Diakonen und SeelsorgerInnen zu. „Ja, das ist heuer eine echte Fastenzeit: österliche Bußzeit im Ernstfall! Suchen wir Wege, um unsere höchste Mission zu erfüllen: mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen und gleichzeitig den Menschen den Himmel offenhalten!“ Deshalb lade er dazu ein, den 27. März, also den Freitag vor dem Passionssonntag, in der ganzen Diözese als Fasten- und Gebetstag zu begehen.

Am bevorstehenden Hochfest des Heiligen Josefs, am 19. März, könnten zudem alle Gläubigen am Abend in ihrer Wohnung den Rosenkranz beten. Die italienische Bischofskonferenz habe angeregt, hierbei als Zeichen der Verbundenheit am Fenster ein weißes Tuch anzubringen oder eine Kerze anzuzünden.

„Wir werden die Corona-Krise meistern“, so der ernannte Bischof, „und sie im Rückspiegel vielleicht als Chance sehen, wieder mehr zum Wesentlichen unseres Glaubens vorzudringen und als Kirche(n) mehr zusammenzurücken – geistlich. Viele brauchen jetzt Trost und Nähe – innerlich.“

Dem Schreiben des ernannten Bischofs ist eine Litanei zum Heiligen Josef beigefügt. Auf der Bistumshomepage werden in Kürze ausführliche Materialien mit spirituellen Angeboten eingestellt. Es wird hierzu einen eigenen Bereich geben. Auf der Homepage finden sich auch Hinweise zu den im Wort erwähnten Fernseh- und Radiogottesdiensten.

Bistum Augsburg - Litanei zum hl. Josef




Foto Bischof des. Meier (c) Bistum Augsburg


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