Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  2. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  3. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  4. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  5. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  6. "Religion nicht instrumentalisieren"
  7. Diese Ablehnung aus Rom war deutlich genug
  8. "Aus dem Star, der Himmel und Erde gemacht hat, wird also ein Sternchen. Kyrie eleison!"
  9. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  10. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  11. DBK: Flachsbarths „She decides“-Engagement geht auf ihre Verantwortung als Staatssekretärin zurück
  12. Oster: „Irritierend, dass Sie nicht auf Problematik des ungeschützten jungen Lebens eingehen“!
  13. USA gegen ‚sexuelle und reproduktive Rechte’ in UNO-Resolution zu Covid-19
  14. Woelki: „Ich bin gerne bereit mich auf einen Dialog über Lebenswirklichkeiten einzulassen“, aber…
  15. Bätzing/ DBK-Vollversammlung: „Wenn wir Bischöfe in diesen Tagen auch Kontroversen nicht verbergen“

Keine Mundkommunion: Bischof bittet Ehepaar um Entschuldigung

12. September 2020 in Weltkirche, 81 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aufgrund der Richtlinien zur Bekämpfung der Corona-Pandemie war nur die Handkommunion erlaubt. Der Bischof bestätigte dem Ehepaar: Die Mundkommunion darf nicht verboten werden.


Ciudad Real (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Ein katholisches Ehepaar, dem bei einer Messe in Ciudad Real (Spanien) die Mundkommunion verweigert worden war, erhielt vom Diözesanbischof einen Brief mit der Bitte um Entschuldigung. Der Bischof bestätigte, dass die Mundkommunion nicht verboten werden könne.

 


Der Vorfall liegt einige Wochen zurück. Am 26. Juli wollte das Ehepaar in einer Kirche in Ciudad Real im Rahmen der heiligen Messe die Kommunion auf die Zunge empfangen. Der Priester verweigerte dies mit Hinweis auf die geltenden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Diese besagten, dass die Kommunion nur auf die Hand zu spenden sei.

 

Das Ehepaar wandte sich daraufhin brieflich an Gerardo Melgar, den Bischof der Diözese Ciudad Real. Sie sahen sich in ihrem Recht verletzt, die Mundkommunion zu empfangen. Am 20. August antwortete die Diözese mit einem überaus freundlichen Brief. Der Bischof bitte die beiden um Entschuldigung. Er habe sich mit dem Rektor der Kirche in Verbindung gesetzt, um sicher zu stellen, dass der Vorfall sich nicht wiederhole. Zwar sei wegen der Corona-Pandemie die Handkommunion empfohlen, die Mundkommunion könne jedoch nicht verboten werden, heißt es in dem Brief.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mmh 18. September 2020 
 

Akt des Gehorsams

einen interessanten Artikel zum Thema "Handkommunion als Akt des Gehorsams" veröffentlichte übrigens vor kurzem LifeSiteNews:

www.lifesitenews.com/blogs/is-it-a-virtuous-act-of-obedience-to-receive-communion-in-hand-at-bishops-command?utm_source=top_news...


2

1
 
 guemos 16. September 2020 
 

Daumen

N.b. sind so genannte „likes“ oder „dislikes“ in Internetforen allgemeine Praxis. Wer damit nicht zurechtkommt sollte lieber wieder Leserbriefe an die Kronenzeitung schreiben!


7

3
 
 exnonne 15. September 2020 
 

@Diadochus: "unterste Schublade"

Unterste Schublade ist es auch, denen, die die Handkommunion praktizieren, pauschal mangelnde Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Sakrament zu unterstellen.

Für mich ist die Diskussion hiermit beendet.


3

9
 
 Diadochus 15. September 2020 
 

@exnonne

"Warum dieser "Krieg"?"
Nun, es geht eben um kein profanes Kochrezept, sondern um den Leib des Herrn, um den urgewaltigen Gott. Da darf gerungen werden. Da muss gerungen werden. Das sehe ich nicht als Streit an. Befremdend ist eher, wie dieser Streit geführt wird. Es reicht eben nicht aus, anders Denkende als psychisch angeschlagene FSSPX'ler zu bezeichnen. Das ist unterste Schublade. Wie bereits gesagt, die Mystik der Eucharistie kann nur das Herz begreifen. Es ist bei den meisten Menschen verschlossen. Bei vielen geht es leider nur noch um mit dem Verstand erfassbare Äußerlichkeiten, mehr nicht.


8

2
 
 phillip 15. September 2020 
 

Traurig, dass derjenige, der schreibt, ...

..."Nun, das ist relativ einfach, einen Teil der disliker gehören zu FSSPX, oder sind Sedisvakantisten. Wie in jedem Forum, gibt es natürlich auch psychisch angeschlagene Persönlichkeiten, das ist allgemein bekannt und Fachleute können davon ein Lied singen", keine Anstand und Ahnung von den Geboten, insbesondere von einem "vermessenen Urteil" zeigt.


8

2
 
 guemos 15. September 2020 
 

Ungerhorsam_III

die Handkommunion dagegen eine dem Papst abgetrotzte, aufgrund eines allgemeinen Ungehorsam geduldete Ausnahme, die sofort zu unterbinden sei, wenn sie zum Mangel an Ehrfurcht führen sollte!
Auch Redemptionis Sacramentum unterstreicht dies in Nr. 92
Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.[179]


8

2
 
 guemos 15. September 2020 
 

Ungerhorsam_Ii

Liturgie dies so vorsieht, sei es schließlich, weil das gemeinsame Wohl der Gesamtkirche zu berücksichtigen ist.“
Und weiter unter 13:
„Wenn aber irgendwo der entgegengesetzte Brauch, nämlich, die Heilige Kommunion in die Hand zu legen, schon überhand genommen hat, wird der Apostolische Stuhl, um den Bischofskonferenzen in der Erfüllung ihres pastoralen Amtes zu helfen unter Berücksichtigung der gegenwärtigen erschwerten Lage der Dinge, diesen Bischofskonferenzen die Last und den Auftrag erteilen, die besonderen Umstände – wenn solche vorhanden sind – zu erwägen, jedoch unter der Bedingung, dass jede Gefahr, sei es der Verringerung der Ehrfurcht, sei es des Einreißens falscher Meinungen von der Heiligsten Eucharistie, abgewehrt wird und unter der Bedingung sorgfältiger Beseitigung auch der übrigen Unzukömmlichkeiten.“
Ich weiß nicht, wie es den geschätzten Mitforisten beim Lesen dieser Zeilen geht! Für mich sieht das eher so aus, als wäre die Mundkommunion die ordentliche Form...


8

1
 
 guemos 15. September 2020 
 

Ungehorsam_I

Dass die Spendung der Hl. Kommunion direkt in den Mund der Gläubigen nicht eine 1500 Jahre alte schrullige Marotte der Altliturgiker ist beweist die Instruktion „Memoriale Domino“ aus dem Jahre 1968. Unter Nr. 12 steht zu lesen:
„ Aus diesem Grunde sah der Heilige Vater – unter Beachtung der Bemerkungen und Ratschläge derer, die vom Heiligen Geist als Bischöfe eingesetzt sind, die Kirche zu leiten – unter Beachtung der Bedeutung der Sache und des Gewichtes der vorgebrachten Gründe – es als nicht angebracht an, die herkömmliche Weise der Austeilung der Heiligen Kommunion zu ändern. Aus diesem Grunde ermahnt der Heilige Stuhl die Bischöfe, die Priester und die Gläubigen mit allem Nachdruck, dem geltenden und erneut bestätigten Gesetz (nämlich die Spendung der Kommunion ausschließlich in den Mund! Anm. d. Verf.) mit Eifer zu folgen : sei es, weil diese Entscheidung auf dem Urteil des größten Teiles des Katholischen Episkopates gründet, sei es, weil der gegenwärtige Ritus der...


9

2
 
 laudeturJC 15. September 2020 

Ein Forum lebt

von verschiedenen Meinungen. Wenn man aber „disliker“ u.a. für „psychisch angeschlagen“ hält, ist das eine schwierige Voraussetzung für einen Dialog...


8

2
 
 SCHLEGL 15. September 2020 
 

@ laudeturJC

Also Ihre Methode ist in diesem Forum nicht nur mir wohlbekannt! Zuerst ziehen Sie gegen irgendeine verbindliche Position der Kirche zu Felde, wenn man Sie dann anfragt,haben Sie ja nur eine Frage [email protected] hat Ihnen in Sachen "selektive Wahrnehmung" Ihrerseits treffend geantwortet.
Was die Äußerung zum "weisen Willen Gottes" betrifft, glaube ich mich zu erinnern, dass Rom dies als "die Zulassung Gottes"-welche ja zweifellos vorliegt, interpretiert und erklärt hat.


4

9
 
 laudeturJC 15. September 2020 

Ich habe habe den Kodex

nirgendwo abgelehnt, sondern in einer speziellen Frage frühere Aussagen des Lehramts Interessierten zum Vergleich erwähnt. - Aber apropos Ungehorsam gegen die Kirche: Wen jemand es wagen würde, die Vielfalt der Religionen als weisen Willen Gottes zu bezeichnen - wie dünn ist dann das Eis? So gesehen darf man schon kritisch an gewisse Dinge herangehen.


10

3
 
 SCHLEGL 15. September 2020 
 

@exnonne

Nun, das ist relativ einfach, einen Teil der disliker gehören zu FSSPX, oder sind Sedisvakantisten. Wie in jedem Forum, gibt es natürlich auch psychisch angeschlagene Persönlichkeiten, das ist allgemein bekannt und Fachleute können davon ein Lied singen.


3

10
 
 SCHLEGL 15. September 2020 
 

discipulus

Das bezieht sich auf Kommentare von mir über die Definition des Ehezweck unter dem Bericht über eine Aussage von Papst Franziskus!
Siehe Link unten

www.kath.net/news/72805


3

5
 
 discipulus 15. September 2020 
 

@laudeturJC

Nun, das beste Beispiel für selektive Argumentation liefern in diesem Strang Sie selbst. Die Handkommunion war in der Alten Kirche keineswegs eine rein lokale Praxis, wie von Ihnen unterstellt, die Mundkommunion ist für die Alte Kirche m.W. überhaupt nicht bezeugt (für den Hinweis auf Belege, so es sie gibt, bin ich immer dankbar). Dennoch ist sie eine gute Praxis, etwas anderes hat hier auch niemand behauptet.

Sie hingegen bemühen die kirchliche Tradition dort, wo sie ihnen gefällt, und erklären sie für irrelevant, wo Sie ihnen nicht gefällt. Genau das ist selektiv.

Was das kanonische Eherecht nun mit diesem Thema zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Eine Nebelkerze?


3

6
 
 exnonne 15. September 2020 
 

An die Disliker

Welche Befriedigung ziehen Sie daraus, alle, die es anders machen als Sie, zu verteufeln?


2

8
 
 SCHLEGL 15. September 2020 
 

@laudeturJC

Die Kommunionsspendung, bis ins 5. Jahrhundert ist weder besser, noch schlechter, sie ist ein FAKTUM,das ich NICHT bewertet, sondern berichtet habe!
Darauf habe ich hingewiesen, weil immer wieder der Protestantismus als Ursache der Handkommunion angegeben wird, besonders von Lefebvrianern.
Allerdings bewegen Sie sich bereits auf SEHR DÜNNEM EIS, wenn Sie den vom heiligen Papst Johannes Paul II eingeführten neuen Codex Iuris Canonici in Sachen Ehezwecke ABLEHNEN,ebenso das Konzilsdokument Gaudium et spes
Dies stellt einen aktiven Akt des Ungehorsams gegen das Oberhaupt der katholischen Kirche und die ganze Kirche dar.
Ich glaube es handelt sich bei Ihnen eher um einen Akt, "selektiver Wahrnehmung!"


3

7
 
 exnonne 15. September 2020 
 

@laudeturJC: Warum dieser "Krieg"?

Ehrlich gesagt verstehe ich diesen erbitterten Kampf gegen die Handkommunion nicht. Warum können die Befürworter der knienden Mundkommunion diese nicht einfach praktizieren, ohne den anderen zu unterstellen, es ermangele ihnen an Ehrfurcht vor dem allerheiligsten Sakrament?


2

6
 
 laudeturJC 15. September 2020 

Ein schönes Beispiel für „selektive Argumentation“

Die bis vor einigen Jahrzehnten in der ganzen Kirche gelehrten Ehezwecke sind angeblich „veraltet“, aber eine lokale 1500 Jahre alte Form des Kommunionempfangs ist angeblich gut oder sogar besser...


9

2
 
 SCHLEGL 15. September 2020 
 

@Diadochus

Darf ich Sie ersuchen, mir selbst zu überlassen, wen ich mir als "Vorbild" auswähle!
Sie haben wohl mein Posting NICHT verstanden. Die Assyrische Kirche ist keine orthodoxe (= byzantinische) Kirche,sondern die älteste altorientalische Kirche. Sie hat das Konzil von Ephesos (431)aus sprachlichen Gründen nicht mehr mitgetragen.
Weil diese Kirche wegen der Perser KEINERLEI Kontakte mit dem Westen haben durfte (also mit Konstantinopel und Rom) und nach der Expansion des Islam (nach 632) verfolgt war, haben sich ÄLTESTE LITURGISCHE FORMEN in dieser Kirche erhalten.
JP II.u. Benedikt XVI haben mit Katholikos Mar Dinkha IV. KOMMUNIONGEMEINSCHAFT zwischen Katholiken und Assyrern vereinbart,wenn diese keinen eigenenPriester haben?
Ihr Posting ist daher Angriff auf JP II. und Benedikt XVI.
Als vorbildlich empfehle ich Ihnen das Studium der Enzyklika "Fides et ratio" des hl.JP II.Was glauben Sie, warum die letzten Päpste theologische Gespräche mit den ORIENTALISCHEN Theologen führen?


3

9
 
 laudeturJC 14. September 2020 

Dass etwas im Jahrhundert xyz

auf eine bestimmte Art gemacht wurde, heisst nicht, dass es so richtig oder besser war: Oft setzte es sich mit gutem Grund nicht durch. Die modern(istisch)en Theologen sind Meister der selektiven Argumentation: Je nach Gusto heisst es, etwas müsse weg, da es zu alt ist oder etwas müsse her, weil es älter ist...


11

2
 
 Diadochus 14. September 2020 
 

@SCHLEGL

Ihre Ostkirchenkunde ist leider nicht zielführend. Sie vertieft die bestehenden Gräben. Da bleiben die lateinische und die orthodoxe Kirche lieber getrennt. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Bischof Gerardo Melgar. Das formale Verstandeschristentum hat ausgedient. Es begreift nichts. Den Glauben kann nur verstehen, wer sein Herz für Jesus Christus öffnet. Die hl. Mutter Teresa, wie @Lilia zitierte, hat es verstanden. Sie verstand mit dem Herzen. Sie verstand intuitiv.


9

3
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

@hape

Richtig, die Verehrung des hl. Papstes Joh. Paul II verbindet uns. Ich hatte durch Vermittlung des Sekretärs der Ostkirchenkongregation, Erzb. Marusyn 1997 eine Audienz bei JP II. Ein besonderes Erlebnis,zumal die Mutter des Papstes (Kryptoukrainerin), also griech. kath.war.
Keineswegs ziehe ich die Glaubwürdigkeit von Prof. May, oder Bischof Schneider in Zweifel.
Ich erlaube mir aber aufgrund der komplizierten Geschichte (die Wenigsten wissen, dass die Lateiner bis ins 8.Jh. gesäuertes Brot für die Eucharistie verwendeten), die nicht nur Liturgiewissenschaft, sondern auch Ostkirchenkunde beinhaltet, mit verlinkten Video darauf hinzuweisen, dass im 4.Jh die Kommunion auf die Hand gereicht wurde, was auch Kyrill von Jerusalem(† 386) eindeutig bestätigt!
Schauen Sie sich im Video die Kommunion der Assyrer an, die sind doch nicht ohne Ehrfurcht?
Wegen Corona gibt auch der griech.orth.Erzbischof von Österreich die Kommunion unter Brotgestalt auf die Hand,ohne dass es einen Aufstand gibt.


4

9
 
 SalvatoreMio 14. September 2020 
 

"Kommunionlöffel"

Sehr geehrter Msgr. Schlegl! Herzl. Dank! Ich werde dafür sorgen, dass die 8 Löffel geeignete Empfänger finden.


2

0
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

@SalvatoreMio

Wahrscheinlich handelt es sich um Löffel zur Spendung der heiligen Kommunion unter beiden Gestalten im byzantinischen Ritus. Diese Löffel werden sowohl in der orthodoxen Kirche, als auch in der griechisch katholischen Kirche verwendet. Wenn Sie die Möglichkeit haben diese Löffel einer griechisch katholischen Pfarrgemeinde (wahrscheinlich zumeist Ukrainer) zukommen zu lassen, werden sich die Leute sicher darüber freuen. Gottes Segen!


4

1
 
 hape 14. September 2020 

Lieber @Zeitzeuge,

herzlichen Dank für Ihren Link. Darunter sehr empfehlenswert das Büchlein Dominus est, Es ist der Herr, von Bf. Athanasius Schneider.

Ich bedaure inzwischen zutiefst, dass ich mich zu diesem Thema hier zu Wort gemeldet habe. Meine Ressourcen sind verbraucht. Es wird für mich höchste Zeit, weniger zu kommentieren.

Deswegen möchte ich jetzt auch aufhören.

Im Gebet verbunden, hape.

Laudetur Jesus Christus.


5

1
 
 hape 14. September 2020 

@Msgr. Schlegl: zum Abschluss.

Sie ziehen die Glaubwürdigkeit meiner beiden Zeugen in Zweifel. Das ist Ihre Sache und dazu möchte ich mich nicht weiter äußern. Zur Bf. Schneider sei Ihnen dessen Buch Christus Vincit ans Herz gelegt, das auch seinen biographischen Hintergrund beleuchtet. Ich habe keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Zum hl. JPII hat Ihnen @Lilia schon geantwortet. Ihnen mag seine Heiligkeit als Beleg für Glaubwürdigkeit in der Sache genügen. Ich aber denke mir, dass es doch auch genügend Heilige gibt, die ausschließlich die Mundkommunion praktiziert haben. War das jemals ein Grund, nicht heilig zu werden? Wenn ich mir ferner die lange Liste aller heiligen und unheiligen Päpste anschaue, dann muss ich schon sagen, dass die Heiligen Päpste sicher nicht wegen ihrer Fehlerlosigkeit heilig geworden sind. Vielmehr wurden sie trotz ihrer Fehler heilig gesprochen. Gerade darin sind sie mir Vorbild. Auch der Hl. JPII. Seine Verehrung, werter Msgr. Schlegl. verbindet uns.


7

2
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

@Lilia

Auch ich bin mit der heiligen Kommunion in den Mund aufgewachsen und in meinen Kirchen (2. Bezirk, 18. Bezirk und Stephansdom) war das Verhältnis zwischen Mund-u. Handkommunion immer ungefähr 50 % zu 50 %! Bei der Erstkommunion habe ich ausschließlich dem Mundkommunion praktiziert. Im orientalischen Ritus mit dem Löffel geht das sowieso nicht anders.
Gleichzeitig möchte ich aber NIEMAND, der die Handkommunion empfängt, Ehrfurchtslosigkeit unterstellen.
Wenn jemand mir nur 1 Hand hingehalten hat, habe ich die Person vor der Kommunionspendung aufgefordert, beide Hände übereinander gelegt, hinzuhalten.
Ihre Sache mit Johannes Paul II verstehe ich insofern nicht ganz, weil bei Papstmessen jene Personen, welche die Ehre hatten aus seiner Hand die Kommunion zu empfangen, weder zum Knien, noch zur Mundkommunion aufgefordert worden sind. Benedikt XVI hat dies SEHR WOHL getan,JP II. aber eben nicht!Sie werden dem hl. JP II. doch nicht Angst vor den Leuten unterstellen wollen?


3

9
 
 SalvatoreMio 14. September 2020 
 

Frage an Msgr. Schlegl:

Ich habe für eine bedürftige kath. Kirchengemeinde liturgische Gegenstände erhalten, darunter längere, abgeflachte Löffel mit eingraviertem Kreuz am Stiel. - Sie wissen sicher, welche Konfession sie gebraucht werden und wie? Besten Dank!


1

0
 
 Rolando 14. September 2020 
 

Msgn. Schlegl, Lilia

Kann man sich jetzt darauf verständigen, das es verschiedene Formen der Handkommunion gibt, die Frühere, die das Aufnehmen direkt mit dem Mund aus der Hand, ggf. mit Tuch, kniend, sowie der stehenden Handkommunion ohne Ehrerweisung, ohne Kniebeuge oder Verneigung und das nehmen mit der anderen Hand, auch das Hinhalten von nur einer Hand, was auch oft zu beobachten ist. Erstere ist ok, Zweitere nicht. Die Leute müssten halt aufgeklärt werden.


3

5
 
 Lilia 14. September 2020 
 

"Die Menschen gehen heute zur Hl. Kommunion,

wie man früher das Weihwasser genommen hat. "

Auch dieser Ausspruch stammt von der hl. Mutter Teresa!


10

2
 
 Lilia 14. September 2020 
 

@SCHLEGL

Nur weil Papst Johannes Paul II. die Handkommunion gespendet hat (die zu seiner Zeit schon aus Ungehorsam eingeführt worden war!), heißt das noch lange nicht, dass er diese auch gutgeheißen hat!

Ich hatte einmal das Glück bei diesem großen Papst eine Privataudienz mit anschließender Hl. Messe in der päpstlichen Privatkapelle erleben zu dürfen und kann nur bestätigen, dass unsere Gruppe vor Beginn der Hl. Messe ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, nur die Mundkommunion zu empfangen, da der Hl. Vater das so möchte!
Er war bestimmt kein Freund der Handkommunion - musste später aber gute Miene zum bösen Spiel machen.
Also bitte keine Unterstellungen, um die Heiligkeit dieses großen Mannes irgendwie zu schmälern!

Auch eine hl. Mutter Teresa antwortete auf die Frage was das größte Übel in der kath. Kirche wäre, nicht "die Abtreibung" wie man es von ihr vielleicht erwarten würde.
Diese große Heilige sagte wortwörtlich: "Das größte Übel in der Kirche ist die stehende Handkommunion!"


12

2
 
 exnonne 14. September 2020 
 

@SCHLEGL

Ihre kundigen, sachlichen und unaufgeregten Ausführungen empfinde ich immer als sehr wohltuend - danke!


3

8
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

hape

Bei allem Respekt (ich habe Herrn Prof. May während meiner Studienzeit in einem Vortrag in Wien gehört!), muss doch festgehalten werden, dass der Herr Professor Fachmann für KIRCHENRECHT ist. Liturgiegeschichte umfasst auch die Ostkirchenkunde, also ein Kapitel für sich. Der hochwürdigste Herr Weihbischof von Astana gehört meines Wissens zum "Engelwerk", das wohl auch gewisse Engführungen hat.
Johannes Paul II, immerhin ein Heiliger, hatte mit beiden Formen der Kommunionspendung keine Probleme, das genügt mir.
Die Eucharistie der Orientalen verwendet WEISSBROT (gesäuert), wie übrigens die Lateiner ebenfalls bis ins 8. Jh! Haben Sie das gewusst?
Da Weißbrot im Gegensatz zu den lateinischen Hostien ziemlich stark bröselt, wurde die Eucharistie natürlich auf die rechte Handfläche gelegt und von dort direkt in den Mund gegeben.
Es ist psychologisch offensichtlich das ERGREIFEN, das solche Probleme macht.


2

8
 
 Zeitzeuge 14. September 2020 
 

Lieber hape,

H.H.Prof.Dr. Georg May begeht heute seinen

94. Geburtstag. Er ist immer noch tätig, auch

im Kampf gegen den in die hl. Kirche eingedrungen

Zeit(un)geist, vgl. seine Website

glaubenswahrheit.org

Wenn hier ernsthaft behauptet würde, daß dieser

renomierte Kanonist "Unsinn" schreiben würde,

wäre das für mich ein Grund "das wars hier" zu

sagen!

Natürlich ist mit dem Hinweis auf Calvin die Einführung

des "Abendmahls" auf die Hand gemeint, soviel

Wissen dürfen wir Prof. May schon zutrauen,

meine verlinkten Artikel werden wohl nicht

immer gelesen, daher nochmals der Art.

"Handkommunion" a.d. kathpedia, hier

"Versch. Formen", letzter Absatz mit Fußnote 24!


Die Motive Calvins sind natürlich von der antiken

Kommunionspendung wesensverschieden, nämlich

Unglaube versus eucharistischer Glaube unserer

Vorväter!

Laudetur Jesus Christus!

www.kathpedia.com/index.php?title=Handkommunion#Verschiedene_Formen_der_Kommunionspendung_in_der_Geschichte


10

2
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

@ hape

Bei allem Respekt (ich habe Herrn Prof. May während meiner Studienzeit in einem Vortrag in Wien gehört!), muss doch festgehalten werden, dass der Herr Professor Fachmann für KIRCHENRECHT ist. Liturgiegeschichte umfasst auch die Ostkirchenkunde, also ein Kapitel für sich. Der hochwürdigste Herr Weihbischof von Astana gehört meines Wissens zum "Engelwerk", das wohl auch gewisse Engführungen hat.
Johannes Paul II, immerhin ein Heiliger, hatte mit beiden Formen der Kommunionspendung keine Probleme, das genügt mir.
Die Eucharistie der Orientalen verwendet WEISSBROT (gesäuert), wie übrigens die Lateiner ebenfalls bis ins 8. Jh! Haben Sie das gewusst?
Da Weißbrot im Gegensatz zu den lateinischen Hostien ziemlich stark bröselt, wurde die Eucharistie natürlich auf die rechte Handfläche gelegt und von dort direkt in den Mund gegeben.
Es ist psychologisch offensichtlich das ERGREIFEN, das solche Probleme macht.


2

6
 
 antony 14. September 2020 

@ Rolando: Sicher, Jesus starb am Freitag. Antwort in Joh 19,31

"Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten - dieser Sabbat war nämlich ein großer Feiertag - , baten die Juden Pilatus, man möge ihnen die Beine zerschlagen und sie dann abnehmen."

Das Begräbnis musste deshalb vor der Abenddämmerung abgeschlossen sein, vermutlich geschah die Salbung des Leichnams deshalb nicht mit der üblichen Sorgfalt. Das war der Grund, warum am Sonntag morgen die Frauen erneut kamen, um den Leichnam zu salben (diesmal mit der nötigen Sorgfalt).


3

1
 
 hape 14. September 2020 

@discipulus: Alte Kirche

Ich berufe mich auf Bf. Athanasius Schneider, der in seinem Buch Christus Vincit im Detail erklärt, dass die heutige Form der Handkommunion mit der altkirchlichen Praxis nicht vergleichbar ist. Niemand wäre in der Alten Kirche z.B. auf die Idee gekommen, die konsekrierte Hostie auf die linke Hand zu legen. Sie wurde aus gutem Grund auf die rechte Hand gelegt, und dann mit der Zunge in den Mund gehoben. Freilich ist demgegenüber die Mundkommunion eine liturgische Weiterentwicklung. Aber sie hat sich lange bewährt, während die moderne Handkommunion das Problem des Missbrauchs erst geschaffen hat.

Für mich macht diese Diskussion den innerkatholische Graben sichtbar, und das ist gut so. Denn nur die Wahrheit zwingt zum Bekenntnis und gerade daran mangelt es. Im Zentrum der Diskussion sehe ich nicht mal die methodische Frage von Hand- oder Mundkommunion, sondern die theol. Leugnung der Realpräsenz. An dieser Frage entscheidet sich, ob die liturg. Form mehr oder weniger Ehrfurcht benötigt.


9

2
 
 hape 14. September 2020 

@Msgr. Schlegl

Der "Unsinn" in Bezug auf Calvin stammt nicht von mir, sondern von Prof. Georg May.


5

2
 
 Rolando 14. September 2020 
 

Starb dann Jesus an einem Freitag, er mußte ja vor dem Sabbat wieder vom Kreuz abgenommen sein?


1

1
 
 SCHLEGL 14. September 2020 
 

@hape/@discipulus

@hape:Der Unsinn mit Calvin geistert schon lange durch manche Gehirne.
Discipulus hat zu Recht auf die älteste Praxis der Kirche hingewiesen. Unten finden Sie einen Link zur Eucharistiefeier (Qurbono = Opfer) der ältesten von Konstantinopel und damit aber auch von Rom getrennten orientalische Kirche, nämlich den Assyrern, früher fälschlich Nestorianer genannt. Ab Minute 50,30 ungefähr beginnt die heilige Kommunion,wobei man deutlich sehen kann, dass diese auf die Hand gespendet wird.
Die Assyrer haben vor der islamischen Expansion in ganz Asien missioniert und sind bis ins Reich der Mongolen und nach China gekommen.

www.youtube.com/watch?v=6LILVXtEjfU


2

4
 
 antony 14. September 2020 

Datierung des letzten Abendmahls (Forts.)

Archäologisch gut belegt ist, dass das letzte Abendmahl in einer Essenersiedlung stattfand. Wenn Sie in Jerusalem sind, finden Sie neben dem Abendmahlssaal (der aus der Kreuzfahrerzeit stand, aber wohl auf dem Originalgrundstück steht) die deutsche Benediktinerabtei (Dormitio). Auf deren Grundstück hat Pixner ein Tor der Essenersiedlung entdeckt und ausgegraben. In der Essenersiedlung das Pessach nach dem Tempelkalender zu feiern, wäre angesichts der Feindseligkeit zwischen Essenern und Tempelestablishment ziemlich undenkbar.

Und: Damit wäre erklärt, dass sowohl die Synoptiker als auch Johannes das historisch korrekte Angaben machen und nicht Johannes aus symbolischen Erwägungen schnell mal das Datum fälscht.

Quelle: P. Bargil Pixner OSB: Mit Jesus in Jerusalem. Chorazin Publishing 1996.

Zusammenfassung auch im Link:

www.tagesspiegel.de/kultur/wann-jesus-sterben-musste-der-neueste-forschungsstand/136854.html


1

0
 
 Rolando 14. September 2020 
 

discipulus

Da stimme ich Ihnen zu, das Problem ist die mangelnde Ehrerbietung bei der Handkommunion, wie es in Redemtions Sacramentum erwähnt wird. So akkurat wie die Coronamaßnahmen umgesetzt werden, sollte auch Redemtionis Sacramentum umgesetzt werden.


8

1
 
 antony 14. September 2020 

discipulus: Zur Datierung des letzten Abendmahls (irgendwie ging meine Fortsetzung nicht online)

Ich setze das jetzt mal fort, dann wird es verständlicher.

Jesus hat sich natürlich nicht zur Essenerbewegung gezählt, da stimme ich Ihnen zu. Pixner geht von familiären Kontakten aus, die es Jesus ermöglicht haben, in der Essenersiedlung das Abendmahl nach dem Essenerkalender zu feiern, da er wusste, dass er nach dem Tempelkalender keine Zeit mehr dazu haben wird.

Pixner zitiert frühchristliche Quellen (2./3. Jhdt.), die das letzte Abendmahl an einem Dienstag erwähnen. Die kirchliche Tradition, mittwochs (und freitags) zu fasten, geht auf die Überlieferung zurück, dass Jesus an einem Mittwoch gefangen genommen wurde. Das hieße dannn: Abendmahl am Dienstag abend.

Es ist auch unwahrscheinlich, dass vier Prozesse (Kaiaphas, Pilatus, Herodes, noch einmal Pilatus) in einer Nacht durchgezogen wurden.


1

1
 
 discipulus 14. September 2020 
 

Alte Kirche

Als jemand, der außerhalb der Coronazeiten stets Mundkommunion praktiziert, muß ich Ihnen widersprechen, werter @hape. Die Handkommunion war in der Alten Kirche die völlig selbstverständliche Form des Kommunionempfangs. Sie ist mithin mitnichten eine calvinistische Erfindung, soviel Ehre wollen wir den Häretikern nicht erweisen. Der werte @SCHLEGL hat schon mehrfach auf die altkirchliche Tradition verwiesen. Ein Beleg für eine altkirchliche Praxis der Mundkommuion gibt es m.W. dagegen nicht, jedenfalls habe ich noch keinen gesehen, auch nicht in den vielen Debatten hier.

Warum kann man sich bei diesem Thema nicht einmal von ideologischen Grabenkämpfen lösen und anerkennen, daß es zwei Formen des Kommunionempfangs gibt, die beide eine ehrwürdige Tradition besitzen und die beide Ausdruck von Ehrfurcht sein können?


2

2
 
 discipulus 14. September 2020 
 

Chronologie bei Johannes

Nun kann aber das Paschamahl bei den Synoptikern ebensogut Theologoumenon sein wie das Paschalamm bei Johannes, werter Herr Schlegl. Läßt man beide theologische Figuren einmal beiseite, spricht die historische Logik doch eher für die Chronologie bei Johannes. Zudem zeichnet sich das Johannesevangelium auch ansonsten durch eine Detailkenntnis zu lokalen Gegebenheiten in Jerusalem aus, die den Synoptikern fehlt. Ob man es deshalb, wie Klaus Berger, als ältestes Evangelium betrachten muß, sei dahingestellt. Aber zumindest geht es auf eine sehr alte Überlieferungsschicht zurück, die der Chronologie zusätzliche Glaubwürdigkeit verleiht.


0

1
 
 discipulus 14. September 2020 
 

@Antony

Nun ja, das ist in der Exegese aber eine völlige Einzelmeinung. M.E. auch zurecht, denn es spricht nun überhaupt nichts dafür, daß Jesus sich an den essenischen Kalender hätte halten sollen. In den Evangelien gibt es keine Hinweise darauf, daß Jesus sich zur essenischen Bewegung gezählt hat.

Wenn Er, der sich auch als den Herrn über den Sabbat betrachtet, angesichts der bevorstehenden Ereignisse das Passchamahl vorzieht, benötigt Er dafür wohl kaum den Kalender einer Splittergruppe als Begründung. Allerdings spricht ein "Vorziehen" nun völlig gegen das jüdische (und übrigens auch das christliche) Festverständnis.

Auch im Hinblick darauf scheint mir die Darstellung bei Johannes einfach am plausibelsten.


0

1
 
 hape 14. September 2020 

Calvin: zu kurz gekommen.

Was in dieser Diskussion zu kurz gekommen ist, ist die historische Tatsache, dass die Handkommunion calvinistischen Ursprungs ist. Sie kam dann auch über die calvinistischen Niederlande an den Niederrhein, die geographische Näher spricht für sich. Aber das nur am Rande. Entscheidend ist, dass die Handkommunion die calvinistische Häresie repräsentiert. Sie wurde eigens von den Calvinisten erfunden, um die Differenz zum Hl. Messopfer der Katholiken liturgisch darzustellen. Wo das Abendmahl nur symbolischen Charakter hat, braucht es natürlich auch keine Ehrfurcht. Der Mangel an Ehrfurcht wird von der Handkommunion in geradezu subversiver Art und Weise in die katholische Kirche hinein diffundiert, wie heute allenthalben zu sehen ist. Die Handkommunion ist ihrem Wesen nach also eine Fundamentalkritik am Hl. Messopfer, dem Herz der Eucharistie, von der das 2VK lehrt, sie sei Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens. Die Handkommunion ist Teil der katholischen Selbstprotestantisierung.


7

2
 
 Rolando 14. September 2020 
 

SalvatoreMio

Zur Vogelfütterung :-)
Als Jugendlicher habe ich oft Vögel aufgezogen, Amseln, Singdrosseln, Eichelhäher, es war immer schöner, sie zu füttern, als wenn sie später selber fraßen. Da ich mich als ein Kind Gottes verstehe, lass ich mich gerne „füttern“. Es ist besser als zu nehmen. Es nur jetzt schwierig, man muß halt gucken, wo Priester bereit sind, mit Klugheit die Mundkommunion auszuteilen. Wie gesagt, provozieren und kritisieren möchte ich nicht, da nehm ich halt an, ggf. kniend, in die Hand, aufnehmend mit dem Mund.


3

1
 
 hape 13. September 2020 

Der Offenbarungseid von Kardinal Döpfner

Ich zitiere aus der Rezension von Thomas May zum Buch
"Das Lamm in Menschenhand" von Wilhelm Schallinger. Die Rezension wurde freundlicher Weise von kath.net am 6. März 2018 veröffentlicht. Thomas May ist katholischer Religionspädagoge und lebt in Sendenhorst (Münsterland). Dieser Beitrag erschien erstmals in der Zeitschrift "Theologisches" (Nr. 1; 2/2018)

"Geradezu einen Offenbarungseid leistet der Münchner Kardinal Döpfner: Der mit ihm befreundete Universitätsprofessor Richard Egenter [katholischer Moraltheologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1945-1968; T. M.] bezeugt seine Äußerung: "Zwei Jahre habe ich um die Handkommunion gekämpft. Ich würde es nicht mehr tun, weil ich die Folgen sehe. Aber nun weiß ich keinen Weg, das wieder rückgängig zu machen!"

Das Lamm in Menschenhand
Geleitwort: Bischof Dr. Athanasius Schnei¬der
Von Wilhelm Schallinger.
Patrimonium Verlag 2016, 2. Auflage 2017
135 Seiten, kartoniert,
ISBN: 978-3864170690
Preis: 14,80 €

kath.net/news/62929


9

1
 
 antony 13. September 2020 

@discipulus, SCHLEGL: Die scheinbar unterschiedlichen Datumsangaben zum letzten Abendmahl lassen sic

Der in Jerusalem tätige, mittlerweile verstorbene Archäologe P. Bargil Pixner OSB hat das Problem recht überzeugend gelöst. In Israel existierten damals zwei Festkalender: Der Tempelkalender und der Kalender der Essener.

Der Ort, an dem Jesus der Überlieferung nach das letzte Abendmahl gefeiert hat, liegt im ehem. Essenerviertel von Jerusalem. Bargil Pixner nennt einige Indizien, dass die Familie Jesu Kontakt zu essenischen Kreisen hatte, auch wenn Jesus deren Denken fern stand. Im Jahr 30 fiel das essenische Sedermahl auf den Dienstagabend, das nach der Zählung des Tempels, wie in der Bibel berichtet, auf den Vorabend des Schabbat.

Pixner geht nun davon aus, dass Jesus in Anbetracht der nahenden Kreuzigung das Pessach nach dem essenischen Kalender gefeiert hat. Ein Indiz ist, dass die Jünger einem Mann folgen sollen, der einen Wasserkrug trägt (Mk 14,13). Das war üblicherweise die Aufgabe von Frauen, die sich bei den Essenern aber an Festtagen getrennt aufhielten.


3

0
 
 SalvatoreMio 13. September 2020 
 

"Macht den Schnabel auf" -

diese Worte klingen frech, aber ich nehme den Verfasser in Schutz! Immerhin gibt es die Handkommunion schon ca. 50 Jahre. Die meisten Katholiken sind also so aufgewachsen. - Als ich konvertierte, gab es nur Mundkommunion. Ich kam mir vor wie ein Vogel, der gefüttert wird, nahm es aber gerne so hin, weil ich die kath. Kirche als die Eigentliche erkannte. HEUTE würde ich doch wieder Mundkommunion befürworten, da die Empfänger eher merken würden, WAS sie da empfangen. Die Praxis von Jahrzehnten hat gezeigt, dass die Handkommunion nicht wenige zur Ehrfurchtslosigkeit verführt


5

1
 
 Diadochus 13. September 2020 
 

Rechtfertigung

Der Priester Andreas Fischer in der Pfarrei St. Oswald in der Diözese Graz-Seckau darf ungestraft folgende Wandlungsworte sprechen: Mein Blut, meine Energie, eingesetzt für euch!" Hier kann tatsächlich auf die Mundkommunion verzichtet werden, denn hier findet keine Konsekration mehr statt, vielmehr ein Gräuel. Mit der Einführung der Handkommunion ist praktisch keine eucharistische Frömmigkeit mehr vorhanden, so auch bei vielen Priestern, nicht nur in St. Oswald. Sie wurde, wie die Kommunionbänke, gewaltsam ausgetrieben. Es ist absurd, hier noch von einer inneren Haltung sprechen zu wollen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Es fehlt das Herz, die Liebe zum Herrn. Der Verstand begreift das nicht. Der Verstand begreift vieles nicht. Ich danke Gerardo Melgar, dem Bischof der Diözese Ciudad Real, dafür, dass er hier gegengesteuert hat. Die Entschuldigung rechne ich ihm hoch an. Er hörte auf sein Herz.


10

3
 
 Rolando 13. September 2020 
 

Meine Gedanken dazu

Trotz der mit Nachdruck eingeführten Handkommunion ist sie von der Kirche akzeptiert und als eine gültige Form anerkannt. Ich schreibe das als Empfänger der Mundkommunion. Das Problem ist, daß die Bedingungen, die in Redemtionis Sacramentum zum Empfang der Handkommunion beschrieben sind, nicht eingehalten werden, die Ehrerweisung, Kniebeuge oder Verneigung, nichts ist davon zu sehen. Das war die Sorge das Papstes. Durch diese Ehrfurchtslosigkeit sank die Fähigkeit des Erkennens der Herrn in der Hl. Hostie auf ein sehr niedriges Niveau. Ich praktiziere Mundkommunion wo es geht, es gibt viele Priester die dies tun, obwohl auf Diözesanebene es nicht erwünscht, ja nicht gestattet ist. Ich provoziere keinen Priester, wenn er keine Mundkomm. austeilt, dann mache ich kniende Handkomm. auf der rechten, von der linken gestützten Hand und nehme den Herrn mit dem Mund auf, fahre mit der Zunge über die Hand, Partikelverlust ist somit ausgeschlossen. Wichtig ist sowieso die Herzenshaltung.


6

3
 
 Lilia 13. September 2020 
 

Die Bischöfe erlauben eher das Malträtieren des Herrn im Hl. Sakrament,

als dass sie sich dem Diktat des Staates widersetzen würden. So weit sind wir gekommen!
Aber was will man von (vom Staat) bezahlten Knechten auch anderes erwarten?!


10

3
 
 laudeturJC 13. September 2020 

Lieber Zeitzeuge

Bleiben Sie bei dem, was Sie als richtig erkannten. Die Vertreter der Handkommunion argumentieren immer mit der (subjektiven) Würdigkeit des Empfangs, aber das ist nicht der Punkt, sondern der mögliche Partikelverlust. Auch der zelebrierende Priester macht ja Handkommunion, aber er achtet auf den möglichen Partikelverlust, zumindest im traditionellen Ritus. Diese Achtsamkeit ist eine logische, ja zwingende Folge des Glaubens an die Gegenwart des Herrn in den eucharistischen Gestalten...Einen gesegneten Sonntag ALLEN hier im Forum!


14

2
 
 Zeitzeuge 13. September 2020 
 

Ergänzend und für mich abschliessend zum Thema "Empfang der hl. Kommunion"

füge ich im Link den Art. "Mundkommunion"

aus der kathpedia mit reichlich weiterführenden

Literaturangaben bei.

Die Art und Weise, wie die Handkommunion nach

dem Konzil dem Papst förmlich abgetrotzt wurde

sowie der Abriss sehr vieler Kommunionbänke,

in meinem weiteren Umfeld werden nur noch zwei

von den wenigen verbliebenen genutzt, zeugt

nun einmal nicht davon, daß die Betreiber der

Handkommunion aus echter eucharistischer Frömmig-

keit gehandelt haben.

Das Thema ist für mich abgeschlossen, mit

Menschen, die aufgrund ihrer Wortwahl sich

als Polemiker artikulieren, diskutiere ich

nicht!

www.kathpedia.com/index.php?title=Mundkommunion


10

2
 
 Chris2 12. September 2020 
 

München und die Mundkommunion

Im Erzbistum München und Freising die Mundkommunion nach wie vor "verboten". Jedenfalls heißt es bis heute bei den Corona-regeln: Mundkommunion ist nicht möglich [Das Wörtchen "nicht" ist als einziges auf der ganzen Seite unterstrichen]. Mal sehen, wie lange der "Gottesdienstbesucher*in" (O-Ton) noch so gegängelt werden wird. Interessante Alternative, aus der Not heraus geboren: Kniende Handkommunion...


4

1
 
 laudeturJC 12. September 2020 

Chronologie

Die Erklärung der (vermeintlichen) Diskrepanz des Termins des Letzten Mahles durch Benedikt XVI. in „Jesus v. Nazareth“ erscheint sehr überzeugend: Jesus feierte mit den Jüngern SEIN eigenes Pascha (II, S. 126ff) - damit das letzte Opfer des Alten und des erste und vollkommene Opfer des Neuen Bundes, sein Kreuzestod, mit der Schlachtung der Lämmer zusammenfällt... manchmal stelle ich mir vor, wie der Herr vielleicht dies und anderes den Emmausjüngern auf dem Weg erklärte, dass ihnen davon „das Herz brannte“.


6

2
 
 Zeitzeuge 12. September 2020 
 

Berichtigung und Ergänzung:

Einer meiner Sätze war leider unvollständig, daher
folgende Berichtigung bzw. Ergänzung:

Allein die Tatsache, daß z.B. in meiner Heimat
nach dem Konzil fast alle Kommunionbänke abgerissen wurden, die ganz wenigen verbliebenen werden
kaum noch genutzt, was auch teilwweise mit der Art und Weise
der Austeilung der hl. Kommunion vor der Kommunionbank verunmöglicht wird,zeugen nicht gerade von
großer Frömmigkeit oder Rücksichtnahme der
Protektoren der Handkommunion.

Damit jetzt niemand falsche Schlüsse zieht:

Ich habe hier bereits geschrieben, daß ich die
Handkommunion nicht per se als Sakrileg betrachte und mir im Einzelfall kein Urteil über die Intention des Spenders und Empfängers anmaße!

Im Link der Art. "Handkommunion" mit interessanten
Details:

Allen wünsche ich einen gesegneten, besinnlichen
Sonntag!

www.kathpedia.com/index.php?title=Handkommunion


6

2
 
 Numen 12. September 2020 
 

@AngelView Ergänzung

Ist schon sehr interessant, wie manipulativ Sie hier agieren, wenn Sie mir unterstellen, ich würde die Redaktion angreifen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Redaktion sieht sich einer Masse von unseriösen Nutzern entgegen. Was soll sie machen? Sie kann nicht jeden Beitrag bis ins letzte überprüfen. Jedenfalls bin ich ein großer Unterstützer der kath.net-Redaktion, denn sie leistet große Arbeit für die Neuevangelisation!!


10

0
 
 Numen 12. September 2020 
 

@AngelView

In Bezug auf die hl. EUCHARISTIE von "Schnabel auf" und "gefüttert werden" zu sprechen, ist kein Argument, sondern da geht es nur noch um Beleidigung, wie ich sagte, vor allen Dingen ist es eine Beleidigung des Allerheiligsten. Von wohlwollenden Diskutanten sind hier ansonsten schon alle Argumente zum Kommunionempfang auf das intensivste ausgetauscht worden.


10

0
 
 Seeker2000 12. September 2020 
 

@Zeitzeuge

Der angefügte Link ist ok, beschreibt aber nur die Situation ab Mitte des 20. Jhd. Interessant wäre die Frage der Kommunionspendung und des Kommunionempfangs in der Entwicklung ab dem 1. Jahrhundert bis heute. Haben Sie dazu auch einen Link?

Übrigens ist die Frage ob Mund- oder Handkommunion doch keine Frage der Körperhaltung (Stehen/Knien) und des Kirchenmobiliars (Kommunionbank). Ich kenne aus eigener Erfahrung genügend Gemeinden, die Mundkommunion im Stehen praktizieren oder sich der Gläubige "halb hinkniet" vor dem Priester, genauso aber auch Handkommuion mit Kommunionbank stehend oder kniend.
Ich bleibe dabei: die Disposition/innere Haltung zählt!


3

10
 
 SCHLEGL 12. September 2020 
 

@discipulus

Ja, die Chronologie zwischen den Synoptikern und Johannes differiert um einen ganzen Tag! Bei Johannes stirbt Jesus genau in der Stunde, in der die Passahlämmer im Tempelvorhof geschlachtet werden. Das will unterstützen, dass er das Lamm Gottes ist. Es wurde auch die Möglichkeit ventiliert, dass Jesus aus diesem Grund das Passahmahl OHNE Lamm gefeiert hat. Papst Benedikt hat in seinem Buch aber auch die Theologen und Fachleute extra aufgefordert, seine Position kritisch zu hinterfragen. Viele Fachleute sehen in der Anordnung bei Johannes ein Theologoumenon, das Jesus als "Lamm Gottes" darstellen will. Johannes schildert überhaupt keinen Einsetzungsbericht, dafür aber die Fußwaschung. Weil er sehr spät schreibt, haben die Christen schon jahrzehntelang Eucharistie gefeiert. Abgesehen davon leben die Leser/Zuhörer des Johannes in Kleinasien und haben wohl keine direkten Zugang mehr zum jüdischen Brauchtum.


5

1
 
 Numen 12. September 2020 
 

Werter @Zeitzeuge,

vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung. Den verlinkten Artikel von Prof. May hatte ich schon gelesen und stimmemvollständig überein. Leider ist das Forum im Moment offenbar überlagert von Trollen, die per se alles disliken, was "konservativ" ist. Möglicherweise könnte die Redaktion das Anmeldeverfahren dahingehend ändern, dass man bei der Anmeldung Echtnamen und Echtaddresse überprüfbar hinterlegen muss. Das könnte abschreckende Wirkung auf diejenigen haben, die hier nur belästigen wollen bzw. sich einen Spaß machen über Menschen, die einen fairen Austausch wünschen. Grundsätzlich halte ich "dislikes" durchaus für sinnvoll, denn sie können die eigene Position noch einmal hinterfragen. Voraussetzung ist aber ein faires Miteinander!


8

0
 
 Seeker2000 12. September 2020 
 

@ alle "Daumen runter"-Drücker

Ich respektiere Ihre Ansicht, dass Sie meine Ansicht nicht teilen - müssen Sie auch nicht - , aber könnten Sie Ihre Ansicht vielleicht auch in Worte fassen und meine Ansicht sachlich widerlegen. Dann können wir uns gerne "unterhalten".
Nur "Daumen runter" finde ich in dieser doch ernsten Thematik ein bisschen zu einfach.


5

5
 
 Jose Sanchez del Rio 12. September 2020 

Lieber Zeitzeuge

vielen Dank für Ihre Informationen.


4

0
 
 Zeitzeuge 12. September 2020 
 

Danke, Numen, für Ihre Wortmeldung!

Bemerkungen wie das "Schnabelzitat" zeugen

von theologischer Ungebildetheit und sind

beleidigend!

Zur Weiterbildung für ernsthaft interessierte

Foristen füge ich nochmals die eingehende

Studie von H.H. Prof.Dr. Georg May über

Ursprung und Durchsetzung der "Handkommunion"

im Link bei.

Allein die Tatsache, daß z.B. in meiner Heimat

fast alle Kommunionbänke abgerissen wurden,

die wenigen verbliebenen werden kaum noch genutzt

was auch durch die Art und Weise der Austeilung

der hl. Kommunion erschwert wird!

Als echter Zeitzeuge kann ich behaupten, daß

die eucharistische Frömmigkeit in den vergangenen

50 Jahren stetig abgenommen hat, viele Menschen

knieen sich z.B. auch bei der Fronleichnams-

prozession nicht mehr vor dem Allerheiligsten,

unwürdiger Empfang der hl. Kommunion dürfte

leider oft vorkommen.

OREMUS!

kaskoh.de/Handkommunion_-_Prof._May.pdf


14

2
 
 AngelView 12. September 2020 
 

Recht auf abweichende Meinung

@Numen:
Ihr Kommentar zu Seeker2000 zeigt, dass Sie sich persönlich angesprochen fühlen. Könnten Sie uns bitte dann als offensichtlicher Verfechter der Mundkommunion, die von Seeker gestellten Fragen beantworten. Wäre doch mal interessant auch Argumente zu lesen, nicht nur emotionale Kritik und Beschipfung.
Man kann ja anderer Meinung sein, aber man sollte wenigstens auch die andere Meinung gelten lassen oder zumindest dann sachlich daruf antworten und nicht auch noch die Redation angreifen.


5

12
 
 Stefan Fleischer 12. September 2020 

Likesund - Dislikes

Wenn die Propheten des alten Bundes auf solche Likes und Dislikes geachtet hätten, oder unser Herr, oder auch der Völkeraposteln Paulus, dann gäbe es kath.net heute wohl kaum. Also was soll's. Zählen wir doch einfach beide zusammen. Dann haben wir einen Anhaltspunkt wie viele sich von unseren Beiträgen - so oder so - angesprochen fühlten. Und dann nehmen wir 2.Tim 4,2 dazu: "Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung."
Und nun bin ich gespannt auf die Summe bei diesem Beitrag.


8

3
 
 Seeker2000 12. September 2020 
 

@serafina und @Numen

@serafina: Sie bestätigen mit eigenen Worten und dem Zitat "...geben werde", was ich geschrieben habe. "Geben" ist ein klassisches Verb, das voraussetzt, das jemand etwas nimmt, also mit der Hand greift, es in die Hand nimmt. Sie gehen mit einem heutigen Verständnis ran, dass da ein weiches Brötchen in eine Flüssigkeit getunkt wird, bis man es nicht mehr vernünftig greifen kann. Das ist für diese Situation unwahrscheinlich.

@Numen: Es liegt mir fern jegliche Art von Kommunionempfang zu verunglimpfen. Es geht mir aber um den Inhalt und nicht primär um die Form. Was ich jedoch frage, worauf die Leute, die einzig Mundkommunion gelten lassen wollen, hier theologisch die Herleitung stützen. Ich werfe auch die Frage auf, woraus "ein Recht" auf Mundkommunion abgeleitet wird.
Mündige Menschen können mit Würde u Respekt etwas in die Hand nehmen u müssen nicht gefüttert werden. Wo u wen man in der Art füttert, dass er die Hände nicht benutzen kann/darf, dürfen Sie gerne selbst reflektieren.


4

12
 
 discipulus 12. September 2020 
 

@SCHLEGL

Da ich Ihre Beiträge sehr schätze, widerspreche ich Ihnen nur sehr ungern. Aber zumindest bei Johannes ist das Abschiedsmahl Jesu, bei dem die hl. Eucharistie eingesetzt wird, kein Paschamahl. In der Exegese geht man zunehmend davon aus, daß die Chronologie des Joh, nicht jene der Synoptiker die richtige ist. Auch P. Benedikt XVI. macht sich diese Position in seinen Jesus-Büchern zueigen. Das tut der Grundaussage im Hinblick auf die antiken Tischsitten und damit auch darauf, daß die Apostel das ihnen gegebene Brot aller Wahrscheinlichkeit nach in die Hand nahmen, natürlich keinen Abbruch.


7

1
 
 Zeitzeuge 12. September 2020 
 

Werter Jose Sanchez del Rio,

auf meine Anfrage teilten Mitarbeiter meines

Heimatbistums u.a. folgendes mit:

Das Verbot der Mundkommunion bleibt bestehen.

Der Bischof hat aus "Gründen des Infektions-

schutzes" den Empfang der Mundkommunion weiter-

hin ausgesetzt! Der Bischof ist ein ausgewiesener

Liberaler!

Wer das verteidigt, sollte sich die Rahmen-

ordnung der ÖBK, vgl. Link, ansehen.

Darin wird zwar die "Handkommunion" empfohlen,

die Mundkommunion aber als möglich deklariert!

Kyrie Eleison! Christe Eleison!

www.bischofskonferenz.at/dl/umOlJmoJKLonJqx4KJKJKJKLokkM/Rahmenordnung_liturgische_Feiern_innerhalb_und_au_erhalb_des_Kirchenraums_pdf


9

2
 
 Revd. Karl 12. September 2020 

Fruchtmuß

NB: Den Hinweis von @ SCHLEGL auf das "Fruchtmuß" finde ist im Zusammenhang des Gesamtthemas durchaus bemerkenswert. Meint Fruchtmuß (haroschet) הרוסכת Das "Quetschen" (der "Trauben") in der Hast des Aufbruchs > Ex 12:11 und Dtn 16:3)?


2

1
 
 SCHLEGL 12. September 2020 
 

@ Daumen runter - disliker

Liebe "Daumen runter", vielleicht könnten Sie wenigstens einmal versuchen, sachlich und theologisch zu kommentieren, vielleicht wissen Sie etwas, was ich noch nicht weiß? Immerhin eine Chance. Wegen Unzukömmlichkeiten hat Paulus die Eucharistie von der AGAPE getrennt!
Jesus hat den Passaritus mit den Aposteln durchgeführt, aber eine NEUE Stiftung, einen neuen Inhalt gegeben. Das ungesäuerte Fladenbrot erinnerte an die harte Knechtschaft in Ägypten, ebenso die bitteren Kräutern. Das Lamm, welches zurzeit Jesu ausschließlich im Tempelvorhof geschlachtet werden durfte, an das letzte Mahl in Ägypten. Das Fruchtmuß erinnert an den Mörtel, den die Israeliten beim Bau der Vorratsstädte Pithom und Rameses verwendet haben. Der Wein schließlich an die Festesfreude in Kanaan! Bei Milch und Honig im gelobten Land, war mit Honig der süße Wein des Landes gemeint. Jesus hat das Brot in Wasser getaucht und Judas gegeben, es war eben nicht die Kommunion.


8

3
 
 Jose Sanchez del Rio 12. September 2020 

Wann können wir in Deutschland wieder die Mundkommunion bekommen? Gibt es da von den deutschen Bischöfen eine Aussage? Wer weiß da was dazu?


7

1
 
 Numen 12. September 2020 
 

@Seeker2000

"Macht den Schnabel wie Jungvögel auf und werdet gefüttert".

Anscheinend ist der kath.net-Redaktion dieser Kommentar irgendwie durchgerutscht, anders kann ich mir nicht erklären, wie eine derart unverschämte Beleidigung der Mundkommunionempfänger, aber besonders unseres Herrn Jesus Christus in diesem grundsoliden katholischen Forum publiziert werden kann. Schämen Sie sich @Seeker2000!


16

5
 
 SCHLEGL 12. September 2020 
 

@serafina

Das stimmt so nicht! Das letzte Abendmahl war ein PASSAHMAHL, die 1. Eucharistie war in ein ganzes Sättigungsmal eingebaut, erst zurzeit des Paulus hat man das Mahl von der eigentlichen Eucharistie getrennt! Bei diesem Mahl gab es Mazzot = ungesäuerte Brote, ein Lamm, bittere Kräuter und ein Fruchtmuß( haroschet). Dazu 3-4 Becher Wein. Das Fladenbrot wurde in längliche Streifen gebrochen, und auf einer Seite eingetaucht (in Wasser, weil es oft hart war, aber nicht in den Wein!). Natürlich hat Judas die trockene Seite angreifen können, jedenfalls handelte es sich bei dieser Szene NICHT um den Empfang der Kommunion! Daher ist das KEIN Hinweis auf die Mundkommunion.


8

6
 
 serafina 12. September 2020 
 

@Seeker2000: "NEHMT uns esst..."

Beim letzten Abendmahl antwortete Jesus auf die Frage, wer Ihn verraten würde: "Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben
werde." (Joh. 13,21)
Unwahrscheinlich, dass Jesus den eingetauchten, feuchten, aufgeweichten Bissen Brot, dem Judas auf die Hände gelegt hat.


9

4
 
 elisabetta 12. September 2020 
 

Man kann nur hoffen,

dass sich diese Erkenntnis bei allen Bischöfen durchsetzt. Es ist ja zu befürchten, dass im Zuge des rasanten Anstieges an Infektionen neuerliche Verschärfungen auch die Kirche wieder betreffen könnten. Dass die Bischöfe sich diesmal aber mehr für eine vernünftigere kirchliche Regelung einsetzen bleibt abzuwarten.


9

1
 
 Seeker2000 12. September 2020 
 

Worum geht es eigentlich im Kern? Recht oder Inhalt?

Ist es denn wirklich der Kernpunkt der Kommuion, ob man diese mit dem Mund oder auf die Hand empfängt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für IHN den wesentlichen Unterschied macht, WIE man kommuniziert. Es dürfte IHN wohl mehr die innere Haltung als die äußere interessiren.

Woher kommt die Idee, dass die Handkommunion eine "unwürdigere" Form sei als die Mundkommunion?

Für alle, die auf "unreine, ungewaschene Hände" abstellen: Es gibt Wasser, Seife (meist sogar in WC´s vor Ort), Putztücher und sogar Desinfektionsspray. Also die Sauberkeit der Hände kann es ja wohl wirklich nicht mehr als Argument sein, zumindest nicht in Europa.

Und biblisch läßt sich die Handkommunion sogar besser begründen als die Mundkommunion: In den Einstzungsberichten steht: "NEHMT uns esst...", nicht "Macht den Schnabel wie Jungvögel auf und werdet gefüttert".
Aber grundsätzlich ist es eine schöne Geste des Bischofs auf Anfragen der Gläubigen zu antworten und das auch noch höflich und verständlich.


8

14
 
 Elija-Paul 12. September 2020 
 

Klärung!

Hier wird etwas - Gott sei Dank - richtiggestellt.
Alle Bischöfe welche sich über geltendes Kirchenrecht hinwegsetzen haben sich bei den Gläubigen zu entschuldigen, wie es dieser Bischof in Demut getan hat.Das wäre ein Prozeß der Reinigung und Wiedergutmachung des Unrechts welches den Gläubigen getan wurde ihnen die heilige Kommunion zu verweigern auf den Wegen wie es vorgesehen ist. Man nennt die Autoritätsmißbrauch. Allerdings muß man bereit sein hinzuschauen und die Relativierungs- und Rechtfertigungsmaschnerie außer Gefecht setzen! Diesem Bischof werden wohl nur wenige Bischöfe folgen!


15

2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Pressburger Erzbischof: In Pandemie Kraft aus dem Glauben ziehen
  2. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  3. Jim Caviezel: Verbot des Kirchenbesuches ist Form der Christenverfolgung
  4. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  5. Kardinal Hollerich: Corona-Pandemie hat Säkularisierung Europas beschleunigt

Eucharistie

  1. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  2. Argentinien: Bischof verbietet Mundkommunion für seine Diözese
  3. Oratorium Birmingham will Klarstellung beim Verbot der Mundkommunion
  4. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  5. Bischof von Salt Lake City verweigert Katholik die Mundkommunion

Spanien

  1. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  2. Segen vom Tor der Basilika: Ermittlungen gegen Erzbischof von Valencia
  3. Mehr als 70 Priester in Spanien an Covid-19 gestorben
  4. ‚Spanien hört auf Spanien zu sein’: Kardinal warnt vor linker Politik
  5. Spanische Regierungsbildung – Katholiken schlagen Alarm








Top-15

meist-gelesen

  1. Hamburger Erzbischof Heße meint: 'Christus ist nicht Mann geworden'
  2. Ein unheiliger Zorn von Bischof Bätzing
  3. Kardinal Koch: Papst hat seine Sorge über Deutschland geäußert
  4. Vatikanischer Kurienpräfekt Becciu verliert Kardinalsrechte
  5. Sizilien: Kirche der Heiligen Agatha verwüstet
  6. "Aus dem Star, der Himmel und Erde gemacht hat, wird also ein Sternchen. Kyrie eleison!"
  7. Bätzing: „Es gibt keine Tendenzen in irgendeiner Weise, uns als Nationalkirche abzuspalten“
  8. Weinendes Marienbildnis sorgt in Griechenland für Aufsehen
  9. „Aus den Kirchen und ihren Amtsträgern waren bisher keine kritischen Stimmen zu hören“
  10. Diese Ablehnung aus Rom war deutlich genug
  11. Klare Antwort von Bischof Overbeck: „Nein, für die Wandlungsworte ist das nicht denkbar“
  12. Eine nie dagewesene Glaubenskrise – hin zu einem Schisma?
  13. Kardinal Becciu verteidigt sich: Habe kein Geld unterschlagen
  14. "Haltet immer zum Papst, und ihr werdet Christus nie verlieren!"
  15. Bistum Regensburg/Marsch für das Leben: „Neu war, dass sich der Bayerische Rundfunk hergab…“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz